Montag, 08.06.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Otto Durst - Fotolia.com

Immobilie als Altersvorsorge: Häufig mehr Sorge als Vorsorge

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Worum geht´s
  • Wann eine Immobilie als Altersvorsorge taugt

Von wegen Altersarmut: Viele Immobilienbesitzer sehen ihr Haus als ideale Altersvorsorge. Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn sie ihre Immobilie bis zur Rente abbezahlt haben.

 

Wenn dann noch Ihre Immobilie in einem guten Zustand ist, lassen sich auch die laufenden Unterhaltungskosten auf Dauer finanzieren. Wer dabei auf Nummer sicher gehen will, lässt sein Haus noch einmal vor der Rente von einem Fachmann auf "Bezahlbarkeit" prüfen. 

Der Plan von der Immobilie als Altersvorsorge geht nicht immer auf. Das liegt daran, dass die meisten Hausbesitzer nicht nur den Ist-Zustand überschätzen, sondern leider häufig auch die künftigen laufenden Kosten ihrer Immobilie unterschätzen.

Darunter fallen nicht nur kommunale Abgaben und Verbrauchskosten, sondern der ganz normale Verschleiß am Haus,“ weiß Dipl.-Ing. Andreas Holtfrerich vom Verband Privater Bauherren (VPB). Er rät Immobilienbesitzern zwei bis drei Jahre vor Rentenantritt zu einer Inspektion durch einen Fachmann.

Top in Schuss oder Sanierungsstau? So stehts wirklich um Ihre Immobilie 

Bis ein Hauseigentümer in Rente geht, ist sein Haus durchschnittlich schon mindesten 30 oder 40 Jahre alt. Einige Besitzer haben während dieser Zeit fleißig weiter in ihre Immobilie investiert, andere wiederum nicht, sodass in dem Fall häufig ein Sanierungsstau besteht. Und genau hier hilft der Fachmann.

Ob Dach, Haustechnik oder Fenstertechnik: Ein Bausachverständiger kontrolliert die Immobile von innen und außen, berät Immobilienbesitzer in Fragen zum barrierefreien bauen und beurteilt die Entwicklung des Standortes.

"Der Eintritt ins Rentenalter ist eine gute Gelegenheit, die eigene Immobilie noch einmal in Schuss zu bringen. Wer sie über Jahre regelmäßig gewartet hat und alle Reparaturen immer erledigen ließ, der muss auch keinen Sanierungsstau befürchten", erklärt Andreas Holtfrerich.

Welche Rücklagen Sie schon jetzt jeden Monat bilden sollten

Wer allerdings in Zukunft mit hohen Reparaturkosten rechnen muss, der sollte genau abwägen, ob er nicht doch lieber verkauft und noch einmal umzieht. Denn das Haus gibt zwar Sicherheit im Alter, aber es kostet auch Geld.

Der Verband Privater Bauherren empfiehlt Rücklagen von einem Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat. Das sind bei einem 160-Quadratmeterhaus 1.920 EUR im Jahr.

Das reicht aber nur, wenn zum Stichtag X die Immobilie wirklich in Schuss ist. 

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Vielen Hausbesitzer wollen sich mit der eignen Immobilie für das Alter absichern. Doch lohnt sich diese Anlageform überhaupt? Tipps und Informationen rund um die Immobilie als Altersvorsorge gibt das meineimmobilie.de - Dossier.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wenn Sie planen, eine Immobilie als Altersvorsorge zu erwerben, sollten Sie genau überlegen. Denn eine sichere Anlageform ist die private Immobilie bei Weitem nicht. Setzen Sie da lieber noch zusätzlich auf andere Möglichkeiten.