Dossier zum Erben

Die Erbschaftssteuerreform brachte auch für Immobilienbesitzer viele Veränderungen. Erben müssen Steuern zahlen, es gelten aber Freigrenzen.
Der Reihe nach erben
Wenn ein Verwandter stirbt und kein Testament hinterlässt, wird die Erbfolge gesetzlich geregelt. Es ist genau festgelegt, welche Angehörigen in welcher Reihenfolge erbberechtigt sind.
Korrektur der Erbschaftsteuer
News: Das Bundeskabinett beschloss heute das Wachstumsbeschleunigungsgesetz und korrigierte auf diesem Weg die Erbschaftsteuer. Erbende Geschwister, Nichten und Neffen werden somit künftig entlastet.
Immobilie als Nachlass
News: Wohnforscher errechneten, dass in diesem und im nächsten Jahr fast drei Millionen Immobilien vererbt werden. Viele dieser Erben sind meistens Geschwister. Dies bedeutet: Was mit dem Erbe geschieht, muss auch gemeinschaftlich entschieden werden.
Rechtsgeschäfte vor dem Erbfall
Erblasser können vor ihrem Tod eine Schenkung veranlassen oder einen Sparvertrag abschließen, um jemanden zu bedenken, der nicht als Erbe vorgesehen ist. Solche Rechtsgeschäfte müssen klar geregelt sein, um Streit und Missverständnissen vorzubeugen.
Erbschaftsteuerreform beschlossen
Topstory: Nach jahrelangen politischen Auseinandersetzungen konnte die Erbschaftsteuerreform zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. In einer Sondersitzung hatte der Bundesrat dem Gesetzesbeschluss zur Reform der Erbschaftsteuer zugestimmt, den der Deutsche Bundestag beschlossen hatte. Für Immobilienerben ergaben sich wichtige Änderungen.
Erben privater Wohnungsvermieter werden benachteiligt
News: Der Deutsche Bundestag hat das Erbschafts- und Schenkungsteuergesetz verabschiedet. Geschwister, Nichten und Neffen gehörten ebenso zu den Verlierern der Reform wie zahlreiche Eigentümer vermieteter Immobilien. Haus & Grund Deutschland hält das Gesetz in vielen Fällen für sozial ungerecht und verfassungswidrig.
Erbschaftsteuerreform und die Auswirkungen für Immobilienbesitzer
Topstory: Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr die Reform der Erbschaftsteuer schaffen: Auch die neuen Pläne bedeuten einschneidende Veränderungen für Immobilienbesitzer.
Erbfolge nach eigenen Wünschen
Die gesetzliche Erbfolge sieht vor, dass Familienmitglieder je nach Verwandtschaftsgrad am Erbe beteiligt werden. Wenn der Erblasser mit der gesetzlichen Regelung nicht einverstanden ist, kann er seine persönliche Erbfolge festlegen. Ob diese Aufteilung des Erbes wirklich sinnvoller ist, sollte jedoch vorher geprüft werden.
Erbenhaftung: Nachlass verpflichtet
Wer eine Erbschaft antritt, bekommt nicht in jedem Fall ein großes Vermögen übertragen. Es kann auch passieren, dass der Erblasser verschuldet war und die Erbschaft nicht einmal dazu ausreicht, die Beerdigung des Verstorbenen zu bezahlen. Der Erbe übernimmt also nicht nur das Vermögen, sondern geht durch die Erbenhaftung auch finanzielle Verpflichtungen ein.
Gestaltungsmittel für die Erbfolge
Wenn sich ein Erblasser noch zu Lebzeiten überlegt, wer nach seinem Tod sein Vermögen erben soll, kann er die Erbfolge selbst regeln. Er kann einen Alleinerben bestimmen oder seinen Nachlass einer Stiftung vermachen. Bevor er festlegt, wer wieviel bekommt, sollte er sich mit den Gestaltungsmöglichkeiten bei der individuellen Erbfolge vertraut machen.
Wer bekommt wieviel: Das Erbrecht des Ehegatten
Wenn der Partner stirbt, stellt sich die Frage, welcher Anteil dem Ehegatten zusteht. Gibt es Verwandte in der Erbfolge, wird das Erbe aufgeteilt. Außerdem kommt es darauf an, in welchem ehelichen Güterstand das Paar gelebt hat.
Pflichtteilsrecht: Grenze der Testierfreiheit
Grundsätzlich kann der Erblasser im Testament oder in einem Erbvertrag seine Erbfolge nach Belieben frei regeln. Auch vertragliche Vereinbarungen können seine Testierfreiheit nicht beschränken oder gar ausschließen. Dennoch gibt es einige gesetzliche Bestimmungen, die die Testierfreiheit des Erblassers einschränken.
Kein Nachlass ohne Erbschein
Wenn ein Familienmitglied stirbt, kümmern sich meistens die Angehörigen um organisatorische Dinge wie Konto- oder Wohnungsauflösung. Um das alles regeln zu können, brauchen sie einen Erbschein. Dieses wichtige Dokument wird allerdings nicht automatisch für alle Erben ausgestellt, sondern muss beim Nachlassgericht beantragt werden.
Verwandtenerbfolge: gesetzlich vorgeschriebene Rangordnung
Die Verwandtenerbfolge regelt, welchen Teil die Angehörigen des Verstorbenen jeweils erben. Erbstreitigkeiten unter den Familienmitgliedern haben keine Chance, denn die Verwandtenerbfolge ist gesetzlich vorgeschrieben.
Die Diskussion zur Erbschaftsteuerreform
Topstory: Nachdem das Bundesverfassungsgericht das geltende Erbschaftsteuergesetz am 07. November 2006 für verfassungswidrig erklärte, diskutiert die Bundesregierung über den neuen Gesetzesentwurf. Doch bis jetzt konnte die Koalition sich nicht einigen.
Termin für Erben: Die Testamentseröffnung
Wenn jemand stirbt, müssen sich die Angehörigen nicht nur um die Beisetzung kümmern, sondern auch um den Nachlass. Sie müssen zum Beispiel das sogenannte Nachlassgericht über den Todesfall informieren. Das Gericht gibt dann den Termin für die Testamentseröffnung bekannt.
Wenn der Partner stirbt: Der Erbanteil des Ehegatten
Die gesetzliche Erbfolge bestimmt, wer außer dem Ehepartner noch erbberechtigt ist. Je nachdem, wie viele Verwandte einer bestimmten Ordnung noch leben, erhält der Ehegatte nur einen Teil des Erbes. Ausschlaggebend ist auch der noch zu Lebzeiten vereinbarte Güterstand des Ehepaares.
Das will der Fiskus von der Erbschaft
Wer eine Erbschaft antritt, muss bestimmte Teile davon an das Finanzamt zahlen. Wie hoch der Betrag für den Fiskus im einzelnen Fall genau ist, kann durch Berechnungen ermittelt werden. Dabei spielen Faktoren wie Wert des Erbes, Freibeträge und Steuerklassen eine Rolle.
Wenn der Erbe überschuldet ist
Ein Erblasser kann hauptsächlich selbst bestimmen, wem er wie viel seines Vermögens vermacht. Eine Ausnahme ist, wenn der Erbe überschuldet ist, denn in diesem Fall haben vor allem die Gläubiger ein Interesse daran, das Geld zu bekommen. Damit es nicht soweit kommt, muss der Erblasser einige Regelungen befolgen.
Geteilte Freude: Beim Erbe verdient das Finanzamt mit
Die Freude über eine Erbschaft währt meistens nur so lange bis das Finanzamt die Erbschaftsteuer festsetzt. Denn dann muss der Erbe einen Teil seines neuen Besitzes an den Fiskus abtreten. Je nach Art und Wert des Erbes gelten unterschiedliche Steuersätze.
Steuern auf das Erbe
Der prozentuale Erbschaftssteuersatz, der bei einer Erbschaft ans Finanzamt gezahlt werden muss, hängt von der Steuerklasse des Erben ab. Außerdem ist der anzusetzende Wert der Erbschaft nach Abzug der dargelegten Freibeträge und der Steuerbefreiungen ausschlaggebend.
Erben nach der Reform
Topstory: Das deutsche Erbschaftsteuerrecht steht vor einer Reform: Wenn die Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden, soll die Erbschaftsteuer gerechter werden und bei geringerem Vermögen sogar ganz wegfallen. Davon profitieren künftig vor allem die Erben kleinerer Immobilien.
Erben mit Auseinandersetzung
Die Auseinandersetzung bedeutet häufig Streit: Eigentlich ist sie aber im Erbrecht, ganz neutral betrachtet, die Einigung über die Aufteilung des Erbes. Die müssen aufpassen, dass sie nicht nur Verbindlichkeiten erhalten.
Erbschaftsteuer
Die Immobilie gerade geerbt - und schon sind Steuern fällig. Die Erbschaftsteuer auf Immobilien wird von der Bundesregierung neu geregelt, an den Fristen wird sich aber wohl nichts ändern.
Zoff in der Erbengemeinschaft vermeiden
Die Erbengemeinschaft ist eine Zwangsgemeinschaft. Sie wird nicht von den Erben begründet, sondern vom Erblasser. Anders als jede andere Form rechtlicher Zusammenschlüsse ist sie von vornherein darauf angelegt, aufgelöst zu werden. Praxistipps zur Erbengemeinschaft.
Erbschaftsteuer-Geld für den Fiskus
Die Immobilie gerade geerbt - und schon sind Steuern fällig. Die Erbschaftsteuer auf Immobilien wird gerade von der Bundesregierung neu geregelt, an den Fristen wird sich aber wohl nichts ändern. Tipps rund um die Erbschaftsteuer.
