Montag, 12.09.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © luni Sokolov - Fotolia.com

Den Richtigen erben lassen: Wie der erbt, den Sie wollen

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Worum geht´s
  • Erbe rechtzeitig regeln 

Vererben ist ein sensibles Thema. Doch wer sich die Zeit und den Mut nimmt, über das "Danach" nachzudenken und seine Wünsche dann auch noch in Worte fasst, der will sicher auch, dass alles genau so kommt, wie er es gern hätte.

 

Das nennt sich dann Testament und das sorgt dafür, dass das Vermögen nach den eigenen Wünschen im Todesfall verteilt wird. Tragischerweise sind jedoch viele mit Akribie verfassten Testamente unklar oder sogar unwirksam. 

Worauf kommt es beim Verfassen des Testaments an, wie vermeiden Sie Streit ums Erbe und wann ist der Gang zum Notar unumgänglich? Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Testament widmen sich die Rechtsexperten der Stiftung Warentest in einer aktuellen Pressemitteilung.

Testament: So geht das Erbe an den Richtigen

Gibt es kein Testament, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein. Sie ist nicht per se schlecht, verteilt das Erbe allerdings streng schematisch und entspricht nur selten den eigenen Familienverhältnissen und tatsächlichen Wünschen des Erblassers. Wer will, dass sein Vermögen exakt nach seinen Wünschen verteilt wird, braucht ein Testament! 

Wer ein Testament aufsetzen will, braucht dafür nicht unbedingt einen Notar oder Rechtsanwalt. Wichtig ist aber, dass die gesetzlichen Formalien wie handschriftlich oder Datumsangabe eingehalten werden und alles eindeutig formuliert wird.

Worauf Sie beim Verfassen eines Testamentes unbedingt achten sollten

Der letzte Wille muss von Anfang bis Ende handschriftlich und eigenhändig geschrieben sein. Computer oder Schreibmaschine sind tabu.

Es muss eindeutig formuliert werden, wer was bekommt. Zum Schluss muss das Testament mit vollem Namen, Ort und Datum unterschrieben werden. 

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Schätzen Sie einmal, wieviele Deutsche über 60 Jahre eine Immobilie besitzen. Es sind über 55 Prozent.   Viele davon überlegen sich bereits zu Lebzeiten, wer diese später einmal bekommen soll und ob sie ihr Haus bzw. ihre Wohnung besser noch zu Lebzeiten verschenken oder erst nach ihrem Tod vererben. Das hat vielmals nichts mit purer Großzügigkeit zu tun, sondern auch etwas mit Steuern sparen. 
Unsere Gesellschaft wird immer älter. Umso mehr Zeit bleibt, Wichtiges zu regeln - oder es immer weiter nach hinten zu schieben. So weit, dass es vielleicht irgendwann einmal zu spät ist.  Gerade wer eine Immobilie besitzt und nicht will, dass sie in falsche Hände gerät oder sogar verkauft wird, sollte sich noch zu Lebzeiten dem Thema Nachlass und Erbe widmen. 

 meineimmobilie.de-Tipp

Sie können grundsätzlich den "beerben", wen Sie wollen und auch den enterben, den Sie wollen.
 

Für eine Enterbung reicht es bereits aus, wenn Sie in Ihr Testament schreiben, dass Sie eine bestimmte Person als Erben ausschließen. Sie müssen im Testament nicht einmal begründen, warum Sie das tun.

 

Vorsicht, falls Sie Ihre Kinder, aber nicht Ihre Enkel enterben wollen: Der Ausschluss erstreckt sich im Zweifel auch auf die Abkömmlinge der enterbten Person!
 

Schließen Sie jemanden von der Erbfolge aus, bedeutet das nicht, dass der Enterbte gar nichts erhält - grundsätzlich erhält er nämlich dennoch immer seinen Pflichtteil! Der besteht in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

 

Lesen Sie den ausführlichen Bericht unter www.test.de/testament.