Freitag, 16.11.2012 | Autor: Judith Engst

Bye-bye GEZ-Mann!

Worum geht´s
  • GEZ-Kontrollen
  • Rundfunkgebühren
  • Nachzahlungen für Schwarzseher

Eine sehr unbeliebte Spezies Mensch gehört ab 2013 der Vergangenheit an: der GEZ-Kontrolleur. Durch die Einführung von Haushaltspauschalen ist seine Arbeit künftig überflüssig. Denn die Rundfunkgebühr ist künftig nicht mehr an die Anzahl von Empfangsgeräten gebunden, sondern wird pro Haushalt erhoben. Lesen Sie hier, was Sie als Immobilieneigentümer davon haben.

GEZ-Kontrollen - das konnte in der Vergangenheit immer sehr teuer werden. Nämlich wenn der GEZ-Kontrolleur nicht angemeldete Geräte feststellte. Dann gab es gleich zwei schlechte Nachrichten:

Zum einen die Gebührenpflicht, die spätestens ab Entdeckung der nicht angemeldeten Fernseher, Radios oder internetfähigen PCs und Smartphones eintrat und 17,98 Euro beziehungsweise 5,76 Euro pro Monat zu Buche schlug. Zum anderen die Nachzahlungspflicht für die versäumten Monate, in denen der Geräteinhaber keine Rundfunkgebühr gezahlt hatte.

Sprich: Wer gegenüber dem GEZ-Kontrolleur einräumte, etwa einen unangemeldeten Fernseher (Erstgerät) schon zwei Jahre zu haben, der musste Gebühren in Höhe von rund 430 Euro nachzahlen. Damit ist es bald vorbei. Denn ab 2013 zahlt jeder Haushalt, und die lästigen Kontrollen entfallen. Ob dies endgültig ist, wird sich noch weisen müssen.

Woher bekommt die GEZ dann die Informationen für die künftigen Haushaltspauschalen? Einmalig wird sie dafür auf die Daten der Einwohnermeldeämter zurückgreifen. Nach eigenem Bekunden will sie aber darauf verzichten, Vermieter anzuschreiben. Ob wohl ihr dieses Recht gesetzlich zustünde. Aber vielleicht hat die Auszeichnung mit dem BigBrotherAward 2003 der Deutschen Vereinigung für Datenschutz doch noch spät Wirkung gezeigt. Von GEZ-Kontrolleuren ausgespäht und in allen Einzelheiten ausgefragt zu werden, wird Ihnen künftig hoffentlich erspart bleiben.

Ebenfalls erfreulich: Ab 2013 drohen keine Nachzahlungen mehr für frühere Versäumnisse in Sachen Rundfunkgebühr. Die Nachzahlungsuhr wird ab dem 1. Januar 2013 auf Null zurückgestellt. Schwarzseher, die nicht noch im Jahr 2012 entdeckt werden, müssen also für die Zeit vor 2013 nichts nachzahlen.

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Rundfunkgebühren sind wie Steuern: Es gibt so gut wie kein Entkommen. Ab 2013 werden sie pro Haushalt und nicht mehr pro Empfangsgerät erhoben. Was heißt das für Sie als Immobilieneigentümer? Die wichtigsten Regeln finden Sie in diesem Beitrag.

 meineimmobilie.de-Tipp

Sie kennen die Neuregelung der Rundfunkgebühr ab 2013 noch nicht genau? Dann können Sie hier nachlesen, inwiefern Sie als Immobilieneigentümer, Ferienwohnungsbesitzer oder Vermieter davon betroffen sind.

 

Im Übrigen erfolgt die Umstellung von der Geräte- auf die Haushaltspauschale automatisch. Sie brauchen sich dafür nicht extra bei der GEZ zu melden, es sei denn, Sie werden angeschrieben oder wollen eine Änderung durchgeben. Und apropos GEZ - die bekommt ab 2013 auch einen neuen Namen und nennt sich dann ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice. Dies nur, damit Sie sich nicht über den seltsamen Absender wundern, falls Sie entsprechende Post bekommen.