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22.01.2006, 22:49 von MiBriProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Zwischenmieter
Hallo,

kann mir jemand sagen in wie weit ich ein Mitspracherecht als Vermieter über die Auswahl eines Zwischenmieters habe?

Sachverhalt:

Eine Mieter/in von mir will für ein halbes Jahr ins Ausland fahren (würde ich auch machen wenn ich nicht so viel zu tun hätte) und für diese Zeit einen Zwischenmieterstellen.

?Muss man mir überhaupt bescheid sagen, kann ich mein Veto einlegen,wann muss ich den Mieter akzeptieren?

Ich würde mich freuen von euch eine Antwort zu erlangen.

Da dies hier mein erster Beitrag ist, möchte ich sagen, dass ich freudig überrascht bin, hier im Netz so ein Forum zu finden, in dem man als Vermieter sich austauschen kann.

Alle 5 Antworten
23.01.2006, 10:26 von Kasperkopf
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Hallo Mibri,

habe das auch öfters bei Studenten, die mal ein Semester im Ausland verbringen. Da vereinbare ich immer folgendes:

Die Miete geht weiter vom Konto des eigentlichen Mieters ab. Außerdem will ich eine Telefonnummer/e-mail-Anschrift/Adresse, wo ich sie im Ausland im Ernstfall erreichen kann. Zudem will ich Name und Tel.Nr. vom Untermieter und rede dem Mieter intensiv ins Gewissen - schon im eigenen Interesse - einen ordentlichen, zuverlässigen Untermieter auszuwählen.

Hat bisher immer gut geklappt, gab nie Ärger.

Gruss Kasperkopf
23.01.2006, 09:46 von Meiner_einer
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Bitte schön:

Zitat:
Hat der Mieter einer Wohnung einen generellen Anspruch gegenüber dem Vermieter auf Untervermietung seiner gesamten Wohnung?

Nein, sagt das Landgericht Berlin in einem Urteil vom 10.07.2001 (Aktenzeichen 64 S 290/00). Die gesetzliche Regelung zur Untervermietung ist differenziert. Kann der Mieter ein berechtigtes Interesse anführen, einen Teil seiner Wohnung unterzuvermieten (z. B. zur Reduzierung der Mietbelastung), so kann er vom Vermieter grundsätzlich die Genehmigung der Untervermietung verlangen. Der Vermieter kann eine Untervermietung allerdings ablehnen, wenn in der Person des Untermieters ein wichtiger Grund liegt, der Wohnraum übermäßig belegt würde oder ansonsten die Überlassung nicht zumutbar ist. Lehnt der Vermieter die Untervermietung berechtigt ab, so kann der Mieter das Mietverhältnis – selbst wenn es befristet geschlossen worden ist – außerordentlich kündigen. Bittet der Mieter um Untervermietung, so hat er auf Verlangen des Vermieters einen konkreten Untermietinteressenten zu benennen, anderenfalls muß sich der Vermieter zum Untervermietungswunsch des Mieters nicht erklären, riskiert dann allerdings auch nicht die Ausübung des Sonderkündigungsrechtes.



23.01.2006, 09:33 von MiBri
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Vielen Dannk für die Antworten,

was für Rechte habe ich bei Untermietern? Wann kann ich einen Untermieter ablehnen, wenn er mir gar nicht in den Kram passt?
23.01.2006, 08:26 von Meiner_einer
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Na ja, wenn ich Mieter wäre (nur theorethisch ) würde ich aber doch mit Untervermietung agumentieren. Schließlich lasse ich ja meine Möbel und Hausrat in der Wohnung. 1 Zimmer mit meinen persönlichen Dingen schließe ich auch ab. Aus finanziellen Gründen bin ich zu dieser Untervermietung gezwungen und habe somit ein Anrecht auf Zustimmung durch den VM.
22.01.2006, 23:14 von MarieP
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Hallo

Ich würd sagen dies ist eine vertragswidrige Überlassung Dritter.

Wie soll, das den aussehen, der sog. Zwischenmieter tritt in das bestehende Mietverhältnis für die Zeit von bis ein!?

Darauf würde ich mich nicht einlassen.
Von einer Untervermietung ist bei Überlassung der kompletten Wohnung auch nicht auszugehen. Eine Untervermietung könntest du nicht ohne weiteres untersagen.
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