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28.09.2007, 08:29 von MilliaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Zweifamilienhaus
Hallo erstmal,
habe mich länger nicht gemeldet,da sich so eine Klage hinzieht.
Also kurz nochmal, haben ein Zweifamilienhaus das wir selber bewohnen und in dem die Schwiegereltern mit wohnen.
Nach langem Streit sind wir sie seid Juni 2006 am rausklagen.
Es gilt Sonderkündigungsrecht 6 Monate.
Nachdem unklar war ob es sich um ein Zweifamilienhaus handelt (wegen der bauweise des Hauses),war das Amtsgericht bei uns und hat das Haus im Augenschein genommen.
das war am 28.8.2007.
Das Urteil ist dann am 18.9.2007 gefallen sie haben verloren und müssen in drei Monaten ausgezogen sein.
Das Angeblich ausgesprochene Wohnrecht auf lebenszeit gilt hier nicht ,da der Mietvertrag der mit ihnen abgeschossen wurde dieses aufheben tut.
Nach langem Streit mit ihnen und vielen drohungen die sie gegen uns ausgesprochen haben, haben sie jetzt verloren.
Das ganze hat ganz schön an den Nerven gezogen und jetzt möchte ich hier eigentlich nur noch weg ziehen,für manche vieleicht schwer zu verstehen.
Meine Frage ist können wir jetzt das Haus verkaufen oder sieht es dann für das Gericht so aus als wenn wir das nur wollten?
Nur damit andere das nicht auch annehmen,wir werden sehr viel verlust machen beim Verkauf aber wir möchten dann in die nähe von einem Mann seine Arbeit ziehen.
Er arbeitet 170 km weit weg und hat sich da auch schon eine einzimmer Wohnung genommen.Für mich und die 4 Kinder ist diese trennung (nur am Wochenende sehen) nicht schön deswegen weg hier und neu anfangen.
Wäre schön wenn mir jemand sagen könnte ob das rechtlich ok sei.
Danke nochmal ich hoffe ich habe auch anderen damit geholfen.
Millia
Alle 14 Antworten
30.09.2007, 11:35 von Millia
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Hallo,
Also wenn ein zusammen leben undenkbar ist muss logischerweise einer ausziehen,da es uns gehört und ich erklärt habe wo das Problem liegt ,bleiben nun mal nur die Schwiegereltern.
Wir haben es natürlich erst im guten versucht aber das hat auch nicht funktioniert, die Monate danach waren nicht gerade einfach, wir haben überlegt was wir machen und uns dann für diesen Schritt entschieden.
Aber das war ja auch nicht meine Frage, und sie wurde ja auch von jemanden dankend beantwortet.
danke für Antworten
Millia
28.09.2007, 16:52 von Mortinghale
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Zitat:
Das Modell Mehrgenerationenhaus kann man ja immer wieder mal probieren.


Ach soooo.

Ansonsten hättest Du ja die andere(n) Wohnung(en) kostendeckend vermieten können.

(Schade eigentlich; wäre ein interessantes Experiment gewesen).

28.09.2007, 15:49 von Millia
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hallo,
also ich muss sagen das wir sie nicht deswegen rausklagen um es dann zu verkaufen,mein Mann ist sehr viel unterwegs und ich war alleine mit den Kindern.
Sie haben mich Im Hof angeschriehen und mir gedroht und das vor meinen Kindern ,ihren Enkeln , also was sind das für Eltern und Grosseltern.
Ja sie haben eine Lebensversicherung hinterlegt die sie aber nach 3 Jahren zurück bekommen und die haben sie nur hinterlegt weil der Kaufpreis sehr hoch war.
Hätten wir das gewust das es so ausgeht ,hätten wir uns ein kleines Haus gekauft und wären alleine gezogen ,somit auch billiger und keine Sicherheit(Lebensversicherung) zu hinterlegen.
Aber erstens kommt es anderes zweitens als man denkt!!!
Also werde ich wohl warten bis sie raus sind ist wohl besser,aber ich möchte hier nicht im Dorf leben bleiben wo sie dann auch wohnen werden ,weil sie hier nicht weg wollen.
Danke für die Antworten
Millia
28.09.2007, 14:24 von Mortinghale
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Liebe Melanie,

Zitat:
Ist auch logisch!
Denn die erleichterte Kündigung beim Zweifamilienhaus soll ja dazu dienen das durch die unmittelbare enge Wohnnähe der Vermieter etwas geschützt ist, da bei dieser Konstillation eventuell eher mal Reibereien auftreten können....


Ich sehe das keineswegs als logisch an.

Für die Kündigung ist es nicht erforderlich, daß es bereits zu Reibereien gekommen ist.
Allein der Wunsch des Vermieters auf Auszug des Mieters reicht aus. Und genauso wird auch der Wunsch des neuen Eigentümers ausreichen. Dann braucht also auch nicht erst eine Eigenbedarfskündigung "durchgekämpft" werden.

Hier wurde also mal wieder eindeutig "am Leben vorbei" entschieden.

28.09.2007, 13:34 von Cora
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Ich würde an eurer Stelle den RA befragen, den ihr sicherlich in dem Fall hattet.
Ich würde auch nicht unbedingt sofort verkaufen, sondern schon noch ein bisschen warten.Auch sollte das Urteil schon rechtskräftig sein.

Aber wie gesagt - RA fragen halte ich für das Beste.
28.09.2007, 10:55 von Melanie
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Zitat:
wo finde ich die Beiträge bitte von Millia ???


Du nrauchst nur auf ihren Namen klicken, dann findest Du ihre letzten 10 Beiträge in ihrem Profil, am besten fängst du beim untersten an...
Alle ihre Beiträge/Themen handeln von den Schwiegereltern...
28.09.2007, 10:35 von Melanie
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Hallo Lilibeth,
findest Du Deine Antwort nicht etwas vermessen....so ganz ohne die Gründe für die Kündigung zu kennen?
Zitat:
Warum hatten die Eltern eigentlich Wohnrecht bekommen??

Lies mal im alten Beitrag von Millia, da schreibt sie das sie nie ein Wohnrecht ausgesprochen haben, sondern das die Mieter das behaputet haben das Millia es mal mündlich sagte...Millia behauptet das das nicht stimmt!
Und da die Schwiegereltern HartzIV Empfänger sind schließe ich auch finanzielle Unterstützung aus....
28.09.2007, 10:30 von Lilibeth
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Zitat:
Nach langem Streit sind wir sie seid Juni 2006 am rausklagen.


das ist eine sehr unfeine Sache , die eigenen Schwiegereltern, sind ja dann die Eltern Deines Mannes und die Großeltern Deiner Kinder per Gericht aus dem Haus zu klagen.

Warum hatten die Eltern eigentlich Wohnrecht bekommen?? haben diese vielleicht beim Hauskauf / bau Geld zu gesteuert ? oder habt Ihr es sogar von ihnen geerbt ???

Sie jetzt rauszu klagen damit Du das Haus verkaufen kannst um vielleicht daraus Provit zu schlagen , wäre noch mieser als mies !!!!

Zitat:
Nach langem Streit mit ihnen und vielen drohungen die sie gegen uns ausgesprochen haben, haben sie jetzt verloren


man kann auch Streit provozieren um dadurch seine Interessen zu verwirklichen

Niemals würde ich meine Schwiegereltern oder Elten aus dem Haus jagen !!!!!!
Gibt bestimmt fairere Lösungen !!!
28.09.2007, 10:28 von Melanie
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Du hast ALLGEMEIN geantwortet:
Zitat:
Bei einer ZFH-Kündigung kommt es auf den Kündigungsgrund doch überhaupt nicht an.

Und Du siehst anhand meiner Bespiele das es sehr wohl Fälle gibt wo es das Gericht anders sah!

Ich würde solange warten bis die Mieter ausgezogen sind, und ERST DANN Verkaufsanzeigen schalten!
Sonst könnte es tatsächlich noch in die Hose gehen, und das Gericht sagt das Du das Haus auch MIT den Mietern verkaufen kannst...
28.09.2007, 10:16 von Mortinghale
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Liebe Melanie,

Zitat:
wenn der Vermieter nur kündigt, weil er das Haus nach dem anschließenden eigenen Auszug unvermietet verkaufen will


Das ist doch hier garnicht der Fall. Meine Aussage sollte nur ausdrücken, daß es hier keine offiziellen Kündigungsgründe gibt, von denen man anschließend de facto abweicht.

Na, Phili,

Zitat:
wir wollen doch gar nicht vermieten, sondern ausschließlich selbst nutzen


Zweifamilienhaus (das vielleicht sogar ein Dreifamilienhaus ist) ?
Ist das nicht weit überhöhter Wohnbedarf ?

28.09.2007, 10:06 von Dernie
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@AR:

Zitat:
Das Haus ist genau so viel Wert, wie ein Käufer tatsächlich bereit ist, dafür zu einem genau definierten Zeitpunkt zu zahlen.


Das ist wieder mal grober Unfug! Und zwar gleich an mehreren Stellen.

Bsp.: Ich bin bereit, für ein bestimmtes Haus 50€ zu zahlen. Ist es dann nur 50€ wert? Die Frage beantworte sich von selbst.
Es ist dann vielleicht der zu erzielende Kaufpreis, aber nicht der Wert des Hauses!

Den Rest schenke ich mir einfach.... .
28.09.2007, 10:06 von Melanie
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Und das hier hab ich auch gefunden:
Amtsgericht Mannheim vom 28.05.2003 (Aktenzeichen: 8 C 41/03)
Zitat:
Das Amtsgericht hat die Klage abgewiesen. Die Berechtigung zur Kündigung ergebe sich nicht aus § 573 a BGB, da feststehe, dass der Kläger das Haus nicht in seiner ursprünglichen Form als Zwei-Familien-Haus erhalten, sondern in ein Sechs-Familien-Haus umwandeln will. Solch ein Fall könne nach Sinn und Zweck der Vorschrift nicht unter die – eng auszulegende – Zweifamilienhausregelung fallen.
28.09.2007, 09:44 von Melanie
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Zitat:
Bei einer ZFH-Kündigung kommt es auf den Kündigungsgrund doch überhaupt nicht an. (Also kein vorgetäuschter Eigenbedarf oder dergleichen).


IRRTUM!!!
Das LG Stuttgart hat entschieden, dass die erleichterte Kündigung des Wohnungsvermieters ausgeschlossen ist, wenn der Vermieter nur kündigt, weil er das Haus nach dem anschließenden eigenen Auszug unvermietet verkaufen will (13 S 357/05, Urteil vom 25.1.2006, WuM 2007, 75).

Ist auch logisch!
Denn die erleichterte Kündigung beim Zweifamilienhaus soll ja dazu dienen das durch die unmittelbare enge Wohnnähe der Vermieter etwas geschützt ist, da bei dieser Konstillation eventuell eher mal Reibereien auftreten können....
Wenn der Vermieter aber nur verkaufen will ist ja kein Grund vorhanden den Vermieter in seinem unmittelbarem Wohnumfeld zu schützen...

28.09.2007, 08:41 von Mortinghale
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Bei einer ZFH-Kündigung kommt es auf den Kündigungsgrund doch überhaupt nicht an. (Also kein vorgetäuschter Eigenbedarf oder dergleichen).

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