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21.10.2007, 12:33 von BaerbelProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|zu spät entdeckter Schaden
Hallo,

ich habe mit meinem Mieter die Wohnungsabnahme vorgenommen, allerdings ist mit gestern beim Reinigen erst aufgefallen, dass die Glastür aus der Holzverankerung gebrochen ist. Hat jemand Erfahrung mir Solchen Dingen?
Alle 10 Antworten
22.10.2007, 10:20 von Ahela
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Hallo Bärbel,

wurde bei der Wohnungsabnahme ein Protokoll angefertigt, das beide Parteien unterschrieben haben?

Falls ja, ist hier trotz der üblichen 6-Monats-Frist zur Geltendmachung von Ansprüchen nichts mehr zu holen. Ein Protokoll hat Ausschlußwirkung, d. h., jeder Schaden, der nicht dokumentiert wurde, kann auch nicht mehr geltend gemacht werden.

Falls kein Protokoll gefertigt wurde, muss der Mieter mit Fristsetzung zur Schadenbeseitigung aufgefordert werden, bevor der Vermieter sich aus der Kaution bedienen darf.

Sobald der Mieter die Schlüssel zurück gibt, übernimmt der Vermieter die Verantwortung für die Wohnung. Es ist fast unmöglich, zu beweisen, dass dieser Schaden von den Mietern verursacht wurde und nicht vom Vermieter....zumal zwischen Wohnungsrückgabe und Feststellung des Schadens eine satte Woche vergangen ist.

Ich stimme meinen Vorschreibern zu - es macht wenig Sinn. Als gezahltes Lehrgeld verbuchen und bei der nächsten Abnahme sehr gründlich sein.

Gruß,
Ahela
21.10.2007, 21:12 von nass01
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Innerhalb der 6 Monate müssen die bei der Abnahme festgestellten Mängel geltend gemacht werden.
Die Abnahme bewirkt eine Beweislastumker und das bedeutet der Vermieter muss bewisen das die Schäden vor der Abnahme bestanden haben.
Aus eigender Erfahrung, verfresset und versauft das Geld lieber anstatt es für Anwälte und gerichte auszugeben.
21.10.2007, 20:32 von Mortinghale
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@Frischebrise

Zitat:
die Wohnungsabnahme war letzten Sonntag


Ich hatte da auch eher an eine Kautionsverrechnung gedacht.

21.10.2007, 20:19 von frischebrise
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Hallo,

entgegen der Meinung von Morti/Cora ist die nachträgliche Geltendmachung des Schadens - hier nach Abnahme - rechtssicher nur mit Kosten noch beweisbar.

Was nützt nun das Recht mit Beweissicherungsverfahren oder Sachverständigen rechtssicher zu dokumentieren und die Kosten belaufen sich auf ca. 300-450 Euro

Dafür tritt man in Vorlage, nimmt das Risiko eines Rechtsstreites in Kauf um womöglich - selbst wenn ein einsichtiger Richter/Richterin positiv für VM entscheidet - evtl. noch Gefahr seine Gesamtkosten einklagen zu müssen.

Evtl. stellt sich dann noch heraus, dass der Mieter nicht zahlungsfähig ist.

Ich bleibe dabei, selbst wenn es schmerzt - abhaken -
21.10.2007, 18:09 von Cora
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Hallo

sehe das wie Morti. Dafür gibt es ja die Regelung, dass man bis zu 6 Monaten Schäden geltend machen kann.

Jeder kann mal was übersehen und der Mieter wäre eigentlich derjenige, der den VM auf Schäden aufmerksam machen sollte
21.10.2007, 17:54 von Mortinghale
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Zitat:
Mit der erklärten Abnahme ist alles gegessen


Und wofür gibt es dann die gesetzliche Regelung, daß Schäden nur innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Mietverhältnisses geltend gemacht werden können ?

Eine Abnahme betrifft m.E. nur, daß man Spuren, die als übliche Abnutzung anerkannt wurden, nicht nachträglich auf "unüblich" umdeuten kann.

Echte Beschädigungen sind etwas völlig anderes.

21.10.2007, 15:41 von nass01
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Mit der erklärten Abnahme ist alles gegessen, habe den Fall mit Türen gehabt und wei Die Abnahme im Dämmerlicht durchgeführt wurde habe ich an 6 Türblättern nicht gesehen das diese an allen Kanten in Babbycarhöhe beschädigt waren,habe nachträglich keine Möglichkeit gehabt Den Schaden geltend zu machen.
Was habe ich daraus gelernt, eine Abnahme immer bei Tageslicht zu machen und in aller Ruhe.
21.10.2007, 15:15 von Baerbel
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Hallo,

die Wohnungsabnahme war letzten Sonntag. Die ganze Woche über hatte ich keine Zeit und daher kam ich erst gestern wieder in die Wohnung, und da iat mir dann der Schaden aufgefallen. Ich habe ihn noch gefragt, ob es evtl. Reparaturen geben würde und er verneinte die Frage. Meiner Ansicht nach ist ihm der Schaden bekannt und will ihn nun nicht zahlen ... es ist auch ausgeschlossen, dass der Schaden bereits bei seinem Einzug war, da ich die Wohnung vorher selbst bewohnt habe.
21.10.2007, 13:51 von cavalier
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Hallo Baerbel,

Zitat:
ist es ein verdeckter Schaden, der nicht sofort auffiel, die Zeit der Abnahme und der Feststellung kurz ist, dann sofort dem Mieter den nachträglichen Schaden mitteilen.

Mit dem Hinweis, dass er den Schaden seiner Haftpflichtversicherung melden kann.
21.10.2007, 13:29 von frischebrise
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Hallo,

ist es ein verdeckter Schaden, der nicht sofort auffiel, die Zeit der Abnahme und der Feststellung kurz ist, dann sofort dem Mieter den nachträglichen Schaden mitteilen.

Zeugen wären hilfreich, streitet der M. jedoch nach der Abnahme den Schaden ab, haken Sie am Besten den Schaden ab.
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