> zur Übersicht Forum
15.03.2007, 12:40 von mlaunspachProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wohnungsverkauf in WEG: Beirat stellt 150€ Rechn.
Hallo,
ich habe soeben meine Einladung zur WEG-Versammlung bekommen. In der Abrechnung ist u. a. der Punkt "Notargebühren" aufgeführt. Nach einem Anruf bei der Hausverwaltung konnte mir in ersten Ansatz nur folgende Information gegeben werden:

In unserer WEG wurde eine Wohnung verkauft. Dies setzt die Zustimmung der Hausverwaltung voraus. Anwesend wahr wohl auch ein Mitglied des Verwaltungsbeirates. Während der Verwalter dies anscheinend unentgeltlich (der Posten setzt sich aus Notargebühr und Aufwand Verwaltungsbeirat zusammen)abgewickelt hat, wurden und vom Verwaltungsbeirat 150€ Aufwand in Rechnung gestellt.

Meine Fragen:
1. Muss ein Verwaltungsbeirat teilnehmen oder hätte auch ein im Haus wohnender Miteigentümer teilnehmen können? Respektive: Muss überhaupt ein Miteigentümer anwesend sein?
2. Ist es "üblich", einen Aufwand in dieser Höhe (der Verwaltungsberirat wohnt in der Nähe) zu stellen?

Besten Dank schon mal.
Alle 5 Antworten
16.03.2007, 08:25 von mlaunspach
Profil ansehen
Hallo,
zunächst mal vielen Dank für die Antworten. Ich muss jetzt dann erst nochmal mit dem Verwalter reden. Aber ist schon gut, wenn man dazu den entsprechenden Hintergrund hat.

Gruß
mlaunspach
15.03.2007, 20:05 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

wie Marie schon schrieb, schau dir erst die Rechnungen an. Es ist normal, dass es eine Rechnung des Notars für die Zustimmung und in einigen Fällen eine für die Beglaubigung von Protokoll oder Verwaltervertrag gibt. Daneben werden von Verwaltern (nicht von allen) für den Aufwand manchmal Sondergebühren erhoben. Wenn dem Beirat ein Sachaufwand (z.B. Fahrtkosten) entsteht, kann er Anspruch auf Kostenersatz erheben.

Hintergrund: Das gesamte Verkaufsgeschäft ist nach den grundbuchrechtlichen Anforderungen abzuwickeln. Die Grundbuchämter verlangen, dass alle Unterschriften unter Dokumenten notariell beglaubigt sind.

Es gibt also zum einen die Verwalterzustimmung selbst, schriftlich und mit notarieller Beglaubigung. Dafür braucht es den Verwaltungsbeirat wie bereits oben ausgeführt nicht.

Darüber hinaus verlangen die Grundbuchämter seit Jahren den Nachweis, dass es sich bei der zustimmenden Person wirklich um den Verwalter, oder bei einer Gesellschaft um eine von der Gesellschaft befugte Person handelt.

Dieser Nachweis erfolgt i.d.R. durch das Versammlungsprotokoll lt. dem der Verwalter zuletzt bestellt wurde. Es ist unterschrieben und genau die Unterschriften müssen dann auch beglaubigt werden. Das einmal beglaubigte Protokoll kann dann für alle Verkaufsgeschäfte während der Bestellungszeit wieder genutzt werden.

Es kann also nicht etwa ein beliebiger Eigentümer beim Notar erscheinen. Genau der, der unter Einhaltung der Bestimmungen des WEG (§ 24, Abs. 6) das Protokoll der besagten Versammlung gegengezeichnet hat, muss da hin.

Im Gegensatz zum Anspruch auf Kostenersatz hat aber der Beirat, zumindest ohne entsprechenden Beschluss dafür, keinen Entlohnungsanspruch.

Rede erst mit der Verwaltung. Es könnte andere Gründe geben die dir nicht bekannt sind.

Gruß

PS: Das beschriebene Ärgernis über die Kosten und die häufige Sinnlosigkeit einer Verwalterzustimmung hat übrigens wohl dazu geführt, dass in der (geplanten) WEG Novelle den Eigentümergemeinschaften ein erleichterter Weg ermöglicht wird die Zustimmung für die Zukunft zu kippen.
15.03.2007, 13:58 von MarieP
Profil ansehen
Hallo

Hallo für die Zustimmung der HV zum Verkauf muss der Beirat nicht mit anwesend sein.

Klären solltest du im Vorfeld, ob es sich um die Verwalterzustimmung handelte oder ob es sich um die Beglaubigung der Bestellung des Verwalters handelte.

Diese Auskünfte dürfte dir die HV problemlos geben können.

Geht es um die HV Bestellung - müssen hier die Unterschriften beglaubigt werden - somit kann es durchaus sein, dass die Anwesenheit des Beirats erforderlich ist.

Die Beglaubigung der HV Bestellung (dieses ist notwendig beim Verkauf)bzw. die Kosten der Beglaubigung sind von allen WEer anteilig zu tragen.

Ferner gibt es eine Rechnung des Notars - einzusehen bei der HV - wo genau aufgelistet ist was wofür in Rechnung gestellt wurde.
15.03.2007, 13:56 von Jobo
Profil ansehen
Als Beirat war ich auch schon einige Male bei der Verlängerung von Verwalterverträgen (Steht in der Teilungserklärung, dass der Vertrag über Notar zu verlängern ist) und habe keine Aufwandsentschädigung eingereicht.

Allerdings finde ich 150.- Euro recht hoch, wenn ich bedenke wie lange der Termin dauert, grenzt das ja schon an Schwarzarbeit.
MfG
Jobo
15.03.2007, 13:17 von Kasperkopf
Profil ansehen
Hallo Mlaunspach,

was steht denn in der TE dazu?

Gruss Kasperkopf
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter