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01.08.2007, 13:20 von stjeannyProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wohnungsbegehung und Kündigung
Hallo,
ich bin kein Vermieter, aber ich habe einen, und der macht es mir im Moment sehr scdhwer.....

Gestern war meine Vermeiterin da zur Wohnungsbesichtigung.
Ich bin vor 2 Jahren in die Wohnung gezogen, da lag ein Holzfußboden, welcher schon Gebrauchsspuren auswies. Auch die Wanne wurde nicht Neu eingebaut. Mich hat es nicht gestört und ich habe da auch nichts zu gesagt.
Bei der Begehung gestern meinte Sie, es wäre eine absolute Schande, wie sehr ich die Wohnung versaut hätte. Der Boden wäre mutwilig zerstört, die Wanne grob fahrlässig verkratzt.
Ich würde ja nieveaulos "hausen". Diese wertvolle Wohnung wäre jetzt nutzlos und wertlos.
Ich hätte einen ruf mit in das ehrenwerte Haus gebracht, welcher den Wert des Hauses sehr schadet.
Dann habe ich in einem Zimmer Schränke als Raumteiler aufgestellt und auf den Schränken bis zur Decke eine Schiene gezogen, wo ich Bretter gezogen habe ( keine feste Verbindung, da es nur gesteckt ist) diese habe ich umgehend zu lösen. Stimmt das?
Jetzt droht sie mir, wenn ich nicht freiwillig ausziehe, dann wird sie mich wegen Rufmord verklagen, da ich einige Lügen rum erzählt hätte. Habe ich aber wirklich nicht.
Ich möchte da auch nicht länger wohnen bleiben, aber da sie mir mit Vorankündigung meine Kaution auch nicht wieder geben möchte, habe ich finanziell ein paar Schwierigkeiten was Neues zu finden und dann auch nochmal Kaution zu zahlen.
Wie kann ich mich da am Besten verhalten??
Das ist nicht alles, auch drohen sie mit dem Jugendamt, da ich angeblich mit meiner Tochter rum schreie...
Es ist alles so schlimm, seit ich meiner Kündigung wegen Eigenbedarf widersprochen habe. Es lag kein Grund vor und da es sich um eine Frist von drei Monaten gehandelt hat sah ich mich erstmal gezwungen dem zu widersprechen. Seither haben sie jeden Grund genutzt mich zu schikanieren.
Wie soll ich mich jetzt am Besten verhalten?
Alle 11 Antworten
06.08.2007, 09:38 von Augenroll
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Zitat:
Allerdings tut das meiner Meinung nur ein kleiner Teil, denn das Gros der VM vermietet wahrscheinlich seine Wohnungen langfristig sehr problemfrei und käme nie auf die Idee solch detaillierte Auskünfte von ihren Mietern zu verlangen. Das tun sie i.d.R. erst wenn sie mal auf die Schnauze gefallen sind, aber das ist wahrscheinlich die Minderheit. Nur ist natürlich diese Minderheit auch öffentlich so wie hier im Forum vertreten und man gewinnt so leicht den Eindruck dass es von Mietnomaden, Wohnungszerstörern etc. nur so wimmelt.

03.08.2007, 11:40 von sternenmann05
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Hallo,
hätte da noch einen Vorschlag, eigentlich zwei:
1. gibt es eine dritte Person, die zwischen dir und VM vermitteln könnte?
2. rede doch mal mit deiner Bank, ob die dir für die Kaution für die neue Wohnung eine Bankbürgschaft (vorübergehend?) gewährt? Ich biete dies unseren neuen Mietern auch an und bei zwei Mietern läuft bzw. lief das völlig problemlos.
LG
02.08.2007, 19:59 von kathi2007
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Hallo,
also wegen der Androhung einer Klage wegen Rufmord würde ich mich nicht einschüchtern lassen. Es reicht dazu nicht, einfach nur was schlechtes und falsches über jemand anderen zu erzählen. Man muss dies schon sehr öffentlich tun und das müsste leicht zu beweisen sein.
Das mit der Kaution ist natürlich schon blöd, aber wenn VM dich raushaben will, müsste ihm klar zu machen sein, dass du auch rauswillst aber das nur geht wenn du die Kaution hast. Da der Holzboden alt ist und die Wanne wohl auch, wird es schwierig für den Vermieter dir nachzuweisen, dass du Schuld an den Macken bist. Wenn er das nicht dokumentiert hat ist er selber schuld, aber er kann natürlich die Kaution dann erstmal einbehalten. Und bis du die dann hast kann das dauern, aber natürlich auch für ihn, wenn er deinen Auszug will, denn solang ich das nicht abgesichert hätte würde ich nicht ausziehn.
Die andere Seite, wenn das im Streit ausgeht, ist natürlich auch, dass evtl dein neuer VM eine Vorvermieterauskunft verlangt. Allerdings tut das meiner Meinung nur ein kleiner Teil, denn das Gros der VM vermietet wahrscheinlich seine Wohnungen langfristig sehr problemfrei und käme nie auf die Idee solch detaillierte Auskünfte von ihren Mietern zu verlangen. Das tun sie i.d.R. erst wenn sie mal auf die Schnauze gefallen sind, aber das ist wahrscheinlich die Minderheit. Nur ist natürlich diese Minderheit auch öffentlich so wie hier im Forum vertreten und man gewinnt so leicht den Eindruck dass es von Mietnomaden, Wohnungszerstörern etc. nur so wimmelt. Wäre es anders, wäre das hier ein Vermieterwohlfühlforum und alle könnten sich entspannt über Golf unterhalten .... wie langweilig :-)
02.08.2007, 12:03 von frischebrise
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Hallo,

da Sie sich ja bis jetzt von dem Säbelrasseln des VM nicht haben beeindrucken lassen, würde ich erstmal auch keine weiteren Verhärtungen herbeiführen, denn Sie wollen ja heraus - mit Kaution - oder Teilkaution.

Evtl. noch im Aufhebungsvertrag den Zusatz, dass damit alle wechselseitigen Verpflichtungen abgegolten sind, außer Kaution und BK- Abrechnung.

Wenn auch VM etwas ist, erhält er seine Wohnung doch zurück.
02.08.2007, 11:40 von frischebrise
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Hallo,

das wäre eine wirklich gute Idee, mit einem Aufhebungsvertrag das MV. aufzulösen unter Wahrung deiner Interessen zur Findung einer neuen Wohnung.

Dieses jedoch erfordert schon die Kommunikation mit VM.
Wenn du es ehrlich meinst, dann sage es.

Nicht verschweigen würde ich, dass die Kaution zur Anmietung des neuen Objektes erforderlich ist.

Hier würde ich dem VM eine Brücke bauen und ihm einen Sicherheitsbetrag der Kaution überlassen, den er wahrscheinlich ebenso fordern würde.

( Sind wir hier im Vermieter oder Mieterforum??? )
02.08.2007, 11:36 von Ahela
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Eine normale Abnutzung ist mit der Zahlung der Miete abgegolten. Da es kein Einzugsprotokoll gibt, steht Aussage gegen Aussage hinsichtlich des Zustands. Du wirst vermutlich die Kaution über den Rechtsweg einfordern müssen, und das kann erst einmal dauern.

Nun will die VM Dich ja unbedingt heraus haben aus der Wohnung - und Du ja auch unbedingt gehen.
Ich würde mich vom örtlichen Mieterverein beraten und ggfls. vertreten lassen. Und die VM über diese Absicht in Kenntnis setzen... Man kann sich jetzt weiter zanken und sich gegenseitig das Leben schwer machen - oder eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden.

Gruß, Ahela
02.08.2007, 11:16 von stjeanny
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Hallo,
also es gibt leider kein Übergabeprotokoll.
Für die Wanne habe ich aber Zeugen. Der Boden war auch nicht mehr neu, da hab ich auch Zeugen, natürlich ist er etwas abgenutzt, aber ich denke da es ein sehr weicher boden ist,ich ein kind habe und auch das regelmäßige putzen hat dazu beigetragen, dass es halt einfach so aussieht. die treppe, welche auch naturholz besteht ist regelmäßig mit holzpflege behandelt worden, hat aber auch gebrauchsspuren.
ich weiss, dass ein gespräch mit dem VM nicht möglich ist, da sie ganz klar sagen, ich soll so schnell wie möglich raus und alles bezahlen oder sie verklagen mich halt, wegen rufmord. ( sie wollte mir weder sagen was ich gesagt habe, noch wem) also sieht alles sehr fraglich aus.
nun ja, wenn ich jetzt eine wohnung finde,
ist es dann ratsam nmit der bitte um einen aufhebungsvertrag an meine VM heran zu treten?
Ich möchte mich nicht bereichern, ich will keinen bezahlten umzug, ich möchte auch keine entschädigung. möchte nur meine kaution zurück, damit ich diese in einer neuen wohnung hinterlegen kann. ich habe mich auch bereit erklärt, die wohnung nochmal zu streichen, das übliche halt. aber ich werde keine 1000€ zahlen für den boden und die wanne.
01.08.2007, 14:42 von Cora
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Hallo

du hast eine Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen und dieser widersprochen, so verstehe ich das.
Wie ist das denn nun geklärt?

01.08.2007, 13:49 von rrutz
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Gibt es ein den Übergabeprotokoll (oder Zeugen), wo der Zustand der Wohnung beim Einzug festgehalten wurde?

War die Wanne schon zerkratzt?

Wenn es kein Protokoll gibt, wird es schwierig und es hilft wahrscheinlich nur, einen Anwalt zu kontaktieren und sich beraten zu lassen.

rrutz
01.08.2007, 13:33 von frischebrise
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Hallo,

sehr schwierig, die Situation zu beurteilen und dann dazu eine Stellungnahme abzugeben.

Es sieht so aus, dass hier zwei Interessenlagen vorliegen.

Sie möchten zwar ausziehen und brauchen die Kaution für die neue Wohnung.

VM möchte die Wohnung und macht Druck.
Beide bekleckern sich bei den Aktionen nicht mit Ruhm.

Vielleicht möchte M. noch einen bezahlten Umzug oder ein kleines süßes Bonbon.
Ob mit Recht, wird das Übergabeprotokoll vor Einzug doch ergeben, im Abgleich mit dem jetzigen Istzustand.

VM sieht da aber die Mietsache offenbar etwas in Abweichung.

Wenn M. entsprechend die Mietsache zurückgibt, kann eigentlich doch M. erwarten, das VM die Kaution z.T. freigibt.

Oder?

Wie wäre es mit einem netten, höflichen und aufschlussreichen Gespräch mit VM. Oder geht da nix mehr?
01.08.2007, 13:29 von johanni
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Hallo,

da Du offenbar eine alleinerziehende Mutter bist, würde ich mich sofort mit einem Fachanwalt für Mietrecht in Verbindung setzen. Kläre mit ihm ab, ob Du Beratungshilfe bekommst. Die Anträge stellt der Rechtsanwalt.

Johanni
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