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14.03.2007, 18:31 von villaportaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wohnung verkaufen - Provision?
Hallo liebe Forumsgemeinde,

meine Cousine hat eine 3 Zi-Wohnung in Berlin, die verkauft werden soll. Lage und Schnitt sind gut, der Verkauf sollte unproblematisch sein.

Sie hat mich gefragt, ob ich den Verkauf abwickeln könnte. Problem für mich: ich bin kein Makler und habe nicht die Erlaubnis entspr. § 34c MBV.

Gibt es eine Möglichkeit, dass ich trotzdem eine Aufwandsentschädigung vom Käufer erhalten kann - a la Beratervertrag - oder irgendeine andere Methode, ohne dass ich gleich in das Maklerschema rutsche?

2. Frage ist, wie kann ich dass in einer Annonce im Immoscout formulieren? Besonders auch, das nicht gleich ein Abmahner ankommt und die Hand aufhält.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Viele Grüsse

Villaporta
Alle 9 Antworten
15.03.2007, 17:21 von Cora
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Hallo

warum willst du dich der Gefahr aussetzen, dass jemand merkt, dass du als Privatperson eine Provision haben willst?
Versteh ich jetzt nicht.

Weißt du denn was die Interessenten/Käufer beruflich machen?
Nein, gut - man kann fragen - sagt einer: bin Beamter.

Ok. Derjenige ist vielleicht Finanzbeamter und bei der Steuerfahndung...das wird er dir nicht auf die Nase binden.

Also: wenn du die Arbeit für deine Cousine machst, wird sie ja wohl so großzügig sein und dir ein Salär dafür anbieten, ansonsten soll sie die Wohnung selbst verkaufen.

Gruß
15.03.2007, 13:30 von Kasperkopf
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Hallo Villaporta,

Zitat:
Nun denn, ich denke, was vielleicht auch machbar ist, dass mann beim Käufer durchsickern lässt, dass man vom Verkäufer ein Honorar erhält, vielleicht ist es ja so umbiegbar, dass dann doch der Käufer einen geminderten KP und das Honorar bezahlt, dann spart er immerhin für den Betrag GESt und Notar.

Willst Du, nur um dem Käufer ein paar Euro Notar- und Grunderwerbsteuergebühren zu sparen, den Lohn Deiner Arbeit gefährden? Am Ende findet dann der Käufer irgendeinen Grund, warum er Deine Rechnung nicht bezahlen muss oder sofern er es schon getan hat, das Geld zurück fordern kann.

Zitat:
Gibt es denn noch irgendwelche Fussangeln, die beim Aufgeben einer Annonce (Abmahner!) lauern.

Nichts reinschreiben, was dem AGG zuwider laufen könnte. Also kein "Kinderparadies" oder "Ideal für Senioren", denn damit diskriminierst Du alle, die nicht zu dieser Altersgruppe gehören.

Sofern Du eine Honorarvereinbarung mit dem Verkäufer triffst, darfst Du auch nicht schreiben: "Provisionsfrei", denn das ist es nicht, es entsteht nur "Keine zusätzliche Käuferprovision". Auch solltest Du "Circa" bzw. "Ca." weglassen. Vergewissere Dich lieber, dass Deine Wohnflächenermittlung den neusten Vorschriften entspricht und schreibe die korrekte Fläche in die Annonce.

Viel Erfolg!

Gruss Kasperkopf
15.03.2007, 12:47 von villaporta
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Liebe Leute,

danke für Eure Antworten.

Ich denke, ich werde erstmal mit meiner Cousine sprechen, denn tatsächlich gehört die Wohnung ihrem Mann. Ich werde auf jeden Fall versuchen, die beiden davon zu überzeugen, dass sie das Honorar zahlen.

Nun denn, ich denke, was vielleicht auch machbar ist, dass mann beim Käufer durchsickern lässt, dass man vom Verkäufer ein Honorar erhält, vielleicht ist es ja so umbiegbar, dass dann doch der Käufer einen geminderten KP und das Honorar bezahlt, dann spart er immerhin für den Betrag GESt und Notar.

Der Mehrerlös für die Cousine/Schwager find eich vernachlässigbar, da er ja wiederum das Honorar an mich als Kosten dagegensetzen könnte.

Gibt es denn noch irgendwelche Fussangeln, die beim Aufgeben einer Annonce (Abmahner!) lauern.

Viele Grüsse

Villaporta

15.03.2007, 11:00 von peter98
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die höheren Notarkosten sollten wohl vernachlässigbar sein (ca. 1 bis 1,5 %) des Mehrpreises.
Oder man berücksichtigt beim Verkaufspreis diese einfach mit.
15.03.2007, 10:25 von Jobo
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@ villaporta
ein erhöter Verkaufswert wirkt sich allerdings auch bei den Notarkosten, bei den Einnahmen deiner Cousine usw. aus.
Jobo
15.03.2007, 08:38 von Augenroll
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Hallo,

der Käufer wird eh für sich einen Gesamtpreis (inkl. Notarkosten, Maklerkosten, Kaufpreis) bilden und registriert sehr wahrscheinlich wohlwollend, dass es ein Privatverkauf ohne Provision ist (bei der Annonce herausstellen).

Und Ihre Cousine kann Ihnen anschließend die vorher vereinbarte "Provison" nach Verkauf ohne Probleme zukommen lassen.
14.03.2007, 19:13 von frischebrise
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Hallo,

ergänzend zu Johanni,
macht sich auch weitaus besser, ohne irgendeine Vermittlungsprovision oder Salär für XYZ argumentieren zu müssen.
Zumal Privatverkauf allemal besser ist und entsprechend mehr Interessenten anspricht.

Wenn dann im Verkaufspreis ein kleiner Obulus eingepreist sein sollte und der Markt dies akzeptiert isses auch jjjuuttt....

14.03.2007, 19:10 von Cora
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Hallo

als "Nicht-Makler" und Privatperson kommst du in Teufel's Küche wenn du für eine Vermittlung eine Provision verlangst.
In der Regel will Käufer eine Quittung, die er steuerlich ggf. absetzen kann.

Man kann versuchen den Preis etwas höher anzusetzen, und deine Cousine zahlt dir deine "Beraterkosten".

Anders geht es nicht.

Gruß
14.03.2007, 18:55 von johanni
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Hallo,

warum so kompliziert, wenns auch einfach geht.

Deine Cousine zahlt an Dich einen verienbarten Betrag nach Verkauf.

Du kannst somit im Auftrag für Deine Coursine die Verkaufsgespräche führen und inserierst als Privatverkauf..

Wenn dann der Kaufpreis fliesst, wird gezahlt und gut iss.

LG Johanni
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