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18.07.2014, 15:12 von hansenconsultingProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wirtschaftlichkeitsberechnung
Hallo,

ich habe im März 2011 ein 6-Familienhaus gekauft, welches der Preisbindung unterliegt (Sozialwohnungen).

Zum Anlass der erhöhten Pauschalen für Instandhaltung, Verwaltungskosten, etc. ab 2014 bin ich zum zuständigen
Wohnungsbauamt gegangen und wollte eine neue Zusatzberechnung erstellen lassen.

Hier wurde mir durch die zuständige Mitarbeiterung mitgeteilt, daß sie eine komplett neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen würde.

In diesem Zuge ist ihr wohl aufgefallen, daß die letzte Zusatzberechnung durch den Voreigentümer im Jahre 1993 erstellt wurde und hier
eine Position "Aufwandsverzicht" nicht berücksichtigt wurde, welche aber in der ursprünglichen Wirtschaftlichkeitsberechnung abgezogen wurde.

Auch wenn diese Zusatzberechnung seinerzeit durch die Bewilligungsbehörde genehmigt wurde (Stempel, Datum Unterschrift), wurde mir jetzt gesagt,
daß dies offenbar seinerzeit ein Fehler war und ab jetzt richtigt gemacht werden muss.

Das würde in meinem Fall bedeuten, daß ich für die letzten 4 Jahre eine Summe im 5-stelligen Bereich zurückzahlen müsste.
Ferner würde die Mietrendite für die nächsten Jahre drastig fallen, da die Position "Aufwandsverzicht" einen erheblichen Anteil ausmacht.

Zu der Position Aufwandsverzicht selbst:

Laut der Abschlussberechnung im Jahre 1983 (Bezugsfähigkeit des Objektes) sind erhebliche Baumehrkosten entstanden.
Um nicht über der durchschnittlichen zulässigen Kostenmiete zu liegen, wurde offenbar seinerzeit ein sogenannter "Aufwandsverzicht" deklariert, um
die Miete "herunterzubekommen".

Laut dem Wohnungsbauamt gibt es auch keine Vereinbarung, daß dieser "Aufwandsverzicht" wieder irgendwann "abgebaut" wird.

Meine Frage:

Ist es zulässig, daß die zuviel gezahlte Mieten jetzt Rückwirkend 4 Jahre zurückerstattet werden müssen, selbst wenn die Bewilligungsbehörde
selbst einen Fehler (nähmlich die Herauslassung der Position "Aufwandsverzicht") gemacht hat ?
Aufgrund dieser Zusatzberechnung habe ich seinerzeit meine Kalkulation und Finanzierung aufgestellt, welche jetzt vorne und hinten nicht mehr funktioniert.

Kann man in einem solchen Fall eventuell sogar die zuständige Behörde schadenersatzpflichtig machen ?

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