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18.03.2008, 14:18 von schackProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wirtschaftl.berechung II.BV
Hallo zusammen,
mein erster Post hier...
Ich berechne im Moment eine WB nach II. BV und frage mich,
wie ich mit einem kpl. getilgten Darlehen verfahren soll.

Ist der zuletzt gültige Zins ansetzbar, oder kann ich das
Nominaldarlehen dem Eigenkapital zuweisen mit einer 4% bzw.
6,5% Verzinsung

Ich steht grad auf dem Schlauch. Was ich gefundne habe sind
die § 21 ff II.BV ...

Ist hier zufällig ein WB-Spezialist unterwegs?!

Danke
Alle 2 Antworten
18.03.2008, 15:10 von schack
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Merci...
irgendwie habe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr
gesehen. Werde mir den Absatz nochmals in Ruhe zu Gemüte
führen.

18.03.2008, 14:55 von pbsenn
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Hallo,

§ 21 der II. BV gibt die Antwort:

§ 21 Fremdkapitalkosten

(1) Fremdkapitalkosten sind die Kapitalkosten, die sich aus der Inanspruchnahme der Fremdmittel ergeben, namentlich

1. Zinsen für Fremdmittel,

2. laufende Kosten, die aus Bürgschaften für Fremdmittel entstehen,

3. sonstige wiederkehrende Leistungen aus Fremdmitteln, namentlich aus Rentenschulden.

Als Fremdkapitalkosten gelten auch die Erbbauzinsen. Laufende Nebenleistungen, namentlich Verwaltungskostenbeiträge, sind wie Zinsen zu behandeln.

(2) Zinsen für Fremdmittel, namentlich für Tilgungsdarlehen, sind mit dem Betrage anzusetzen, der sich aus dem im Finanzierungsplan ausgewiesenen Fremdmittel mit dem maßgebenden Zinssatz errechnet.

(3) Maßgebend ist, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der vereinbarte Zinssatz oder, wenn die Zinsen tatsächlich nach einem niedrigeren Zinssatz zu entrichten sind, dieser, höchstens jedoch der für erste Hypotheken im Zeitpunkt nach § 4 marktübliche Zinssatz. Der niedrigere Zinssatz bleibt maßgebend
1. nach der planmäßigen Tilgung des Fremdmittels,


2. nach der Ersetzung des Fremdmittels durch andere Mittel, deren Kapitalkosten höher sind, wenn die Ersetzung auf Umständen beruht, die der Bauherr zu vertreten hat; § 23 Abs. 5 bleibt unberührt.

(4) Fremdkapitalkosten nach Absatz 1 Nr. 3 und Erbbauzinsen sind, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, in der vereinbarten Höhe oder, wenn der tatsächlich zu entrichtende Betrag niedriger ist, in dieser Höhe anzusetzen, höchstens jedoch mit dem Betrag, der einer Verzinsung zu dem im Zeitpunkt nach § 4 marktüblichen Zinssatz für erste Hypotheken entspricht; für die Berechnung dieser Verzinsung ist bei einem Erbbaurecht höchstens der im Zeitpunkt nach § 4 maßgebende Verkehrswert des Baugrundstücks, abzüglich eines einmaligen Entgeltes nach § 5 Abs. 2 Satz 3, zugrunde zu legen.
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