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08.01.2007, 12:33 von KoddiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wieviel wird versteuert?
Hallo,
mein Vater ist vor 3 Wochen verstorben. Die Sache ist sehr traurig.
Ich möchte das Haus gerne vermieten, jedoch ist das völliges Neuland für mich.
Ich habe mal eine generelle Frage, auch wenn vielleicht banal, aber ich möchte irgendwo anfangen.
Wenn ich das Haus für 600 Euro kalt vermiete, wie viel Steuern kommen in diesem Falle auf mich zu?
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man das so pauschal sagen kann, aber ich bin froh über jede Info.
Danke vorab
Alle 19 Antworten
12.01.2007, 08:16 von Augenroll
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Bei beidem, Vermieten oder Verkaufen ist wichtig:

Die Lage, die Lage und nochmals die Lage!

Sicherste Zukunftsprognose: Die demografische Implosion kommt! (aber nicht überall gleichzeitig)
11.01.2007, 23:18 von ChristophL
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Vermieten oder Verkaufen, die Frage sollte man sich genau überlegen. Ich habe meine Entscheidung getroffen und mich persönlich fürs Vermieten entschieden. Aber das hängt immer von verschiedenen Positionen ab. Ich plane sogar mir noch ein Objekt zur Vermietung in diesem Jahr zu kaufen.

Gruß Christoph
11.01.2007, 14:54 von Koddi
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Vielen Dank. Ich bin wirklich am überlegen, dass Haus doch zu verkaufen. Ich werde mir nun gründlich Gedanken machen.
Grüße Koddi
10.01.2007, 07:25 von prinzregent
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... was noch wichtig ist bei deiner Frage: lies dich im Forum ein wenig ein und vergiss auch nicht, mal unter dem Stichwort: "Mietnomade" zu googlen, damit du weist was auf dich zukommen kann. Oder einfach unter "Mieter zahlt" nicht einlesen oder schau mal welche Rechte du so als Vermieter hast.

Finanziell kann es besser sein das Haus zu verkaufen und dein Geld anzulegen.
09.01.2007, 23:27 von ChristophL
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Auf die Testergebnisse kannst Du sicherlich noch 2 bis 3 Monate warten. In der Regel kommen die Testergebnisse so im März auf den Markt, wenn man sich jedoch nun ein Steuerprogramm kaufen möchte empfehle ich die Testbericht aus den letzten Jahren mal zu studieren.

Gruß Christoph
09.01.2007, 12:49 von Koddi
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Hallo zusammen,

ich möchte allen 1000 x Danken für diese Informationen. Ich werde mich nun mal in die Materie einlesen. Sie haben mir alle schon sehr viel geholfen. Werde mich morgen hier nochmals melden.

Also nochmal... 1000x Danke für die Beantwortungen und Hilfen !

Gruß
Koddi
09.01.2007, 10:36 von zaunkoenig
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Hallo,

sorry für den Tip bezüglich "Wiso-Steuersoftware".

Die von mir genannten Programme kenne ich nicht und nutze ich auch nicht. Dazu steht mir professionellere, aber wesentlich teurere Software zur Verfügung.

Die Software wird häufig verkauft, und schneidet bei den diversen Beurteilungen der verschiedenen Tester immer gut ab. Vorteilhaft ist eben die ausführliche Bibliothek, die mitgeliefert und auch ganzjährig aktualisiert werden kann.

Aber der Markt ist diesbezüglich ja groß, und es sollten jetzt auch nach und nach die neuen Testergebnisse der Programme für das STeuerjahr 2006 erscheinen.

09.01.2007, 09:33 von ChristophL
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Ich habe mal das WISO Programm bei einem Bekannten ausprobieren dürfen, ich kann nur sagen das es ein Reinfall war. Alles war unübersichtlich und nicht verständlich, kann sein das Sie nachgebessert haben.

Gruß Christoph

09.01.2007, 00:48 von Rita
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Zitat:
Steuertipps - Programm von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft.


das nutze ich auch seit vielen Jahren
hatte bislang keinen Bedarf etwas anderes auszuprobieren
08.01.2007, 22:27 von ChristophL
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Also WISO als Steuerprogramm ist absoluter Müll, ich rate eher zu den Steuertipps - Programm von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft.

Wichtig ist erst einmal die AK/HK zu berechnen.
Dann sollte man sich mit der AfA befassen.
Abzüge (Kreditzinsen usw.)

Gruß Christoph
08.01.2007, 21:04 von Rita
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Hat der Vater das Haus selbst bewohnt?
Dann wurden wahrscheinlich niemals Anschaffungs-/Herstellungskosten = die AfA-Bemessungsgrundlage ermittelt.

Wie zaunkönig schon sagte, stehst du dann vor einem großen Problem = viel Grundlagenarbeit.
(ich habe gerade kürzlich so einen Fall aufgearbeitet - ebenfalls früher selbstgenutzt, jetzt vermietet)

Als V+V-Neuling kann man dich da eigentlich nur zum Steuerberater schicken ...

gerechnet wird so:
Mieteinnahmen
abzgl. Werbungskosten (AfA, Finanzierung=Darlehenszins, Erhaltungsaufwand/Reparaturen, sonstige sofort abziehbare Kosten)
= zu versteuernde Einkünfte aus V+V

davon gehen dann ans Finanzamt mind. 15 % (Eingangssteuersatz) bis 45 % Spitzensteuersatz;
der persönliche Steuersatz ergibt sich aus dem gesamten zu versteuernden Einkommen

"Bringen" tut's auf alle Fälle was, denn das Finanzamt nimmt dir höchstens knapp die Hälfte von dem, was du einnimmst
Das größere Risiko liegt im Deutschen Zivilrecht bzw. darin, an Mieter zu geraten, die nicht zahlen und/oder das Haus verwüsten und die du erst mit erheblichen, von dir vorzulegenden "Kosten des Rechtswegs" wieder loswirst ...
Das sollte aber nicht vom Vermieten grundsätzlich abhalten; evtl. ist's nur unterm Strich günstiger nicht nur das Steuerthema sondern auch die Mietersuche/Mietverwaltung gegen Bezahlung in fachliche Hände zu geben ...
Wenn's nur um ein (1) Haus/Wohnung geht, würde ich unbedingt eine Vermieter-Rechtschutzversicherung abschliessen (mangels Risikostreuung)
08.01.2007, 17:57 von Senial
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Was ich sehr empfehlen kann, ist die Informationsbroschüre der Finanzämter über "Haus und Grund". Da steht so ziemlich alles drin, auch mit Beispielen.

WO ?
-> Heimatfinanzamt
-> Bereich DOWNLOAD
-> Bereich Informationsbroschüre
-> Steuertipps für Haus und Grund

Gruß Senial
08.01.2007, 17:21 von zaunkoenig
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Hallo,

als absoluter Steuerneuling im Bereich Vermietung empfehle ich für die erstmalige Erstellung einen Steuerberater.

In den Folgejahren leisten einfache Steuerberechnungsprogramme wie "Wiso" oder "Taxman" hervorragende Dienste. Die elektronische Abgabe via "Elster" (das ist die Software der Finanzverwaltung) kann ich nicht empfehlen. Hierzu sollte man sich in der Materie auskennen. Die oben genannte Software bietet Anleitungen und Gesetzestexte, Tipps und Informationen. Kann man kaum etwas verkehrt machen.

Die Problematik dürfte sein, dass bei einer Vermietung grundsätzlich auch Gebäudeabschreibungen geltend gemacht werden können. Hier ist nun einmal die Bemessungsgrundlage zu ermitteln. Bei einem älteren Haus mitunter schwierig, zumal nur das Gebäude selbst abgeschrieben werden kann, nicht jedoch der Grund und Boden.
Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu ermitteln ist nicht ganz einfach.

Um sich ein wenig vorzubereiten und auch ein paar Kenntnisse in der Sache zu erhalten empfehle ich die Seite www.finanzamt.de. Dort sucht man sich ein Finanzamt (vielleicht vom Wohnort) aus und sucht den Bereich "Download".
Dann einfach die Formulare Einkommensteuererklärung ESt 1A sowie Anlage V und die dazugehörige Anleitung herunterladen und durchlesen. Das ist schon sehr informativ und eine gute Vorbereitung für den Berater.

Da es eine ganze Reihe anderer Aspekte zu beachten gibt, empfiehlt sich der Gang zu einem Berater. Bitte informieren Sie sich beim Berater über die Kosten, die auf sie zukommen. Vielleicht können sie ein pauschales Honorar vereinbaren.

08.01.2007, 17:02 von Cora
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Hallo

gebe Hansjürgen Recht.
Da man ja nicht weiß was alles abzusetzen ist und Afa etc. das 1. Mal vom Steuerberater machen lassen und in den Folgejahren weiß man dann wie es geht.

Gruß
08.01.2007, 15:12 von Hansjuergen
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Erstes Mal vielleicht einen Steuerberater. Danach selbst nach Anleitung des Steuerberaters (Kopie Erklärung verlangen) vorgehen.

Ist gar nicht so schwer

08.01.2007, 15:04 von Koddi
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Würden Sie mir professionelle Unterstützung raten (Steuerbüro), oder denken Sie, ich kann dies alleine "regeln". Es geht um 1 Hause, für welches ich ca. 600€ kaltmiete bekommen werde.
08.01.2007, 14:20 von Cora
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Hallo

nochmal pauschal:

von den Einnahmen gehen die Ausgaben runter, auch die Afa vom Haus. Steuern kann man einfach rechnen unter

http://www.abgabenrechner.de

Zu versteuerndes Einkommen vom letzten Bescheid + Mieteinnahme= Steuern.

Gruß
08.01.2007, 13:59 von Koddi
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Vielen Dank ! Habe mir schon gedacht, dass ich da erstmal studieren muss für, damit da evtl. was hängen bleibt
Werde mich wohl mal durchkämpfen und abwägen müssen, ob es was bringt... Danke nochmal
08.01.2007, 13:51 von Hansjuergen
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Ich antworte mal pauschal:

Bei der Einkommensteuererklärung muss die Anlage V (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) ausgefüllt werden.
Muster incl. Ausfüllhinweise im Internet u.a. www.finanzamt.de oder Über Bund (Finanzministerium u. weiter).

Die Steuerbeträgt ca. xx% auf die Einnahmen; xx% Ihr letzter Einkommensteuerbescheid (zu versteuerndes Einkommen).

Bei den Mieteinahmen müssen Sie vorher die Ausgaben gegenrechnen (bzw. abziehen).

Wie gesagt, gaaaannnnnzzzzzz pauschal!
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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