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19.11.2007, 11:04 von IchProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wie weiter nach Vergleich-Ablehnung?
Kurze Vorgeschichte:
Unsere Mieter zogen im Juni 2006 bei uns ein. Zahlten weder Kaution noch kam eine pünktliche Mietzahlung (immer 5-10 Tage später). Dies mahnten wir ab und daraufhin folgte die fristlose Kündigung. Wohnungsräumung - Fehlanzeige. Stattdessen schrieb uns der Mieterverein, dass die Wohnung total verschimmelt wäre und die Miete um 50% gemindert wird. daraufhin machten wir eine Wohnungsbesichtigung mit Zeugen - Schimmel wurde mit Schimmelspray bekämpft und wir vereinbarten, das 2 Wochen später nocheinmal zu wiederholen. Danach verweigerten die Mieter uns aber jeglichen Zutritt zur Wohnung. Seitdem kämpfen wir nun...

Am 25.9. war die erste Gerichtsverhandlung. Dort wollte die Richterein eine Einigung erzielen, was jedoch scheiterte (unser Vergleichsvorschlag wurde gar nicht erst gehört - sondern nach der Beratung durch die Mieter sofort abgelehnt). Nun unterbreitete die Richterin aufgrund des zerrüttenen Verhältnisses eines Vergleichsvorschlag - diesen lehnten die Mieter auch wieder ab.
Wie soll das denn jetzt weitergehen?
Die Mieter bekommen Prozesskostenbeihilfe und zahlen bei uns weiterhin nur 50% Miete und Kaution haben wir auch keine...
Alle 10 Antworten
19.11.2007, 21:18 von Sommer
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Zitat:
Aber egal, Sie sind VM und machen schon alles richtig!


Genau, endlich mal ein wahres Wort - halt Dich doch dann einfach mal raus aus diesem Thread!

Letztendlich hängt es sehr davon ab, ob die Richter an dem Fall interessiert sind. Wenn nicht, dann gehts in die Hauptverhandlung und dann muß die Gegenseite alles belegen.
Ich hoffe, in der Kündigung wurde auch die ausgebliebene Kaution als Kündigungsgrund genannt. Besser wäre es natürlich gewesen (für die Rechtswirksamkeit der Kündigung), man hätte mit der Kündigung gewartet bis zwei Mieten aufgelaufen sind - denn die Minderung ist erst ab dem Zeitpunkt möglich ab dem der Mangel eingetreten ist UND der Mieter Dir davon nachgewiesenermaßen Kenntnis verschafft hat. Schließlich kannst Du dann erst handeln - das aber hätte die Kündigung wegen Rückstandes nicht unwirksam gemacht da diese Meldung ja erst dann bei Dir einging als Du schon reagiert hattest.

Wie oft wurde denn unpünktlich oder nicht gezahlt? Es muß schon erheblich sein um eine Kündigung zu rechtfertigen - und meist genügt eine einzige Abmahnung nicht.

Ich hoffe, Ihr habt einen guten Anwalt und der Typ hat genug Geld um Euch das am Ende alles zu bezahlen...

S.
19.11.2007, 20:53 von KnechtdesGeldes
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Zitat:
Nun ich hatte das freundlich gemeint und zuerst an Ihre

Oh Andi, Du Held der Besitz und Rechtlosen, Du bist so ein süßer kleiner Quotenossi!

Bussi KdG
19.11.2007, 20:48 von jaegermeister
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Zitat:
Nun ich hatte das freundlich gemeint und zuerst an Ihre

chließlich geht es um Ihre Bausubstanz

gedacht!
Aber egal, Sie sind VM und machen schon alles richtig!

AM

Wer die Welt versteht, der braucht sie nicht zu fürchten.


Wers glaubt wird selig
19.11.2007, 16:18 von andreasM
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Nun ich hatte das freundlich gemeint und zuerst an Ihre

Zitat:
chließlich geht es um Ihre Bausubstanz


gedacht!
Aber egal, Sie sind VM und machen schon alles richtig!

AM
19.11.2007, 15:59 von Ich
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@andreasM
Auf Ihre Standard-Antwort habe ich schon gewartet.
Nur sollten Sie auch den Sachverhalt, wie oben beschrieben, beachten!!!
Ich KANN keinen Mangel beseitigen, wenn ich nicht in die Wohnung gelassen werde! Ausserdem hatten die Mieter schon die fristlose Kündigung erhalten, BEVOR ich vom Mangel in Kenntnis gesetzt wurde. Nach der Kenntnis habe ich unverzüglich gehandelt. Ich habe mir also sicherlich nichts vorzuwerfen.
ich werde ganz sicher nicht in die Wohnung eindringen, um den Mangel zu beseitigen, da ich dann mit Sicherheit angezeigt werde.

Das die Mieter die Gesundheit aufs Spiel setzen, sollten Sie nicht mir sagen, sondern denen.
19.11.2007, 15:27 von andreasM
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Also hier ist professionelle Hilfe notwendig. Zuerst sollten Sie den Mangel in der Whg beheben. Schließlich geht es um Ihre Bausubstanz und um die Gesundheit Ihre Mieter!

Es ist oft so, dass Wohnungen gerade in älteren Gebäuden diverse latente Mängel aufweisen. 100 Prozent Miete gibt es nur für 100 Prozent Wohnwert, so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war. Sinkt der Wohnwert, muss auch die Miete sinken.

Nach dem Gesetz muss der am Ort ansässige Vermieter Fehler und/oder Mängel der Mietsache beseitigen bzw. reparieren. Macht er das nicht, so kann der Mieter unter Umständen den Mangel selbst zu Lasten des Vermieters beheben lassen, er hat eventuell Schadensersatzansprüche oder ein Zurückbehaltungsrecht an der monatlichen Miete. Bei "schwersten" Mängeln kann er sogar recht schnell fristlos kündigen.
Das bedeutenste Recht eines Mieters bei Wohnungsmängel ist aber derzeit die Mietminderung. Solange Wohnungsmängel vorliegen, kann und sollte der Mieter die Miete kürzen, das heißt, er hat das direkte Recht vermindert Miete zu zahlen. Nach dem deutschen Gesetz (BGB) spielt es keine Rolle, ob der Vermieter den Mangel zu verantworten hat oder auch nicht. Selbst Mängel, die von Dritten hervorgerufen werden, auf die der Vermieter keinen Einfluss hat, und Mängel, die er möglicherweise gar nicht abstellen bzw. beseitigen kann, berechtigen den Mieter zur direkten Minderung, so zum Beispiel der Lärm aus einem Betrieb oder anderer Unternehmung bzw. Störungen, welche von einer angrenzenden Baustelle ausgehen. Entscheidend ist allein, dass ein Mangel vorliegt, welcher den Wohnwert der gemieteten Einheit/Whg mindert.

Denken Sie daran, Sie wollen etwas von den Mieter -nicht die Mieter von Ihnen!

AM
19.11.2007, 15:16 von johanni
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Hallo ich,

Zitat:
Nun unterbreitete die Richterin aufgrund des zerrüttenen Verhältnisses eines Vergleichsvorschlag - diesen lehnten die Mieter auch wieder ab.
Wie soll das denn jetzt weitergehen?
Die Mieter bekommen Prozesskostenbeihilfe und zahlen bei uns weiterhin nur 50% Miete und Kaution haben wir auch keine...


Ist heute an der Tagesordnung, zunächst Vergleichsvorschlag der Richter( weil diese dann keine Arbeit haben und ein Urteil sprechen müssen!!)

Nun wird höchstwahrscheinlich vom Gericht ein Beweisverfahren eingeleitet mit Gutachter! Ich könnte mir gut vorstellen, nachdem Euch die Mieter nicht mehr in die Wohnung nach der Behandlung gelassen, dass diese vielleicht den Schimmel auf ihr eignenes Verhalten zurück zu führen ist, hier sehr schlechte Karten haben.

Laßt von Eurem Anwalt ein Schreiben an an das Gericht fertigen mit dem Inhalt, dass nun unverzüglich, bzw. schnellstens ein neuer Termin anberauhmt wird.

Johanni
19.11.2007, 14:58 von Ich
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Es kam ja noch gar nicht so richtig zu einer "ordentlichen" Gerichtsverhandlung. Wer hier nun Recht bekommt ist ja alles noch offen.
Dem Vergleich, den die Richterin vorgeschlagen hat, zu urteilen, gibt sie uns schon recht, aber da ja Schimmel in der Wohnung ist oder war, wird das in diesem Verfahren auch eine Rolle spielen... Grundsätzlich denken wir, dass wir zur Kündigung berechtigt sind und auch vor einem Jahr schon waren.
19.11.2007, 14:44 von Irm
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Hallo
Wieso seid Ihr nicht mit der Kündigung wegen verspäteter
Mietzahlung durchgekommen vor Gericht.
Das würde mich wegen einem aktuellen Fall sehr interessieren.
Irm
19.11.2007, 11:58 von stefan_nuernberg
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Mein Beileid, richte Dich auf eine längere Prozessdauer ein, insbesondere wenn es dann noch um Gutachten bezüglich Schimmelbefall etc. geht, meiner Erfahrung nach kannst Du mit einem Jahr Dauer für den Prozess dann locker rechnen!

Aufrichtiges Beileid, wie gesagt!

Stefan
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