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03.02.2007, 17:56 von prinzregentProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wie hoch ist Gewinn am Mietshaus ?
Eine Eigentümergemeinschaft muss den "Gewinn" aufteilen. Bisher wurde eine Einkommenersteuererklärung abgegeben und das Finanzamt gab dann eine "Zahl" raus. Die steht klar im Steuerbescheid drinne und wurde aufgeteilt.

Aber es treten 2 Probleme auf:
1.) Der Betrag wurde nicht zu 100 % ausgezahlt, es fehlen immer wieder ca. 750 Euro / Jahr
2.) Die wichtigste Frage, der Verwalter ( Familienoberhaupt) zieht alle Kosten ( Privatauto, Fahrten nach Frankreich, Reparaturen am Privathaus und die degressive Abschreibung ) ab. Ist das so richtig ???
3.) Ein Besitzer fühlt sich betrogen und verlangt eine schriftliche Abrechnung. Es wurde noch niemals irgend ein Papier erstellt. Auf Briefe wird gar nicht erst reagiert, statt dessen persönliche Beleidigungen : der will mich "fertig machen" . Wie kann darauf reagiert werden ? Mahnbecheid ?
Alle 10 Antworten
07.02.2007, 09:48 von Rita
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Wer erstellt und unterschreibt denn die Steuererklärung der Gemeinschaft?

D.h.
- haben alle Beteiligten an der "Steuerhinterziehung" mitgewirkt (durch ihre Unterschrift auf der Steuererklärung) ?
- oder hat der von der Gemeinschaft gegenüber dem Finanzamt benannte Vertreter der Gemeinschaft (> der Verwalter) seine Vollmacht missbraucht bzw. gar ohne Vollmacht gehandelt?

Die Gemeinschaft sollte das keinesfalls tatenlos und ohne ihr Recht auf Einsichtnahme und Rechenschaft wahrzunehmen > § 259 BGB weiter hinnehmen! > gesamtschuldnerische Haftung!!
http://dejure.org/gesetze/BGB/259.html

Evtl. erfüllt der Verwalter sogar den Straftatbestand der Unterschlagung > § 246 StGB
http://dejure.org/gesetze/StGB/246.html
Zitat:
Selbstanzeige beim Finanzamt


ist eine super Idee ! Dann kann auf Staatskosten ermittelt werden. Und die Sache mit der Haftung ist nicht von der Hand zu weisen.

D A N K E !!!
05.02.2007, 18:12 von zaunkoenig
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Hallo,

wirklich super. Da macht sich einer zum Boss, Empfangs- und Handlungsbevollmächtigten und schaltet und waltet wie er will.

Dummerweise sind aber alle Beteiligten in der Haftung.

Es bleibt nur:

a) der Weg zum Anwalt und mit dem BGB den "Möchtegroß" in die Schranken weisen; und/oder

b) Selbstanzeige beim Finanzamt wg. des Verdachtes der Unterschlagung von Einnahmen und Geltendmachung von privaten Kosten der Lebensführung

Warum auch eine Selbstanzeige?

Nun, kann ausgeschlossen werden, dass hier nicht solcherlei Tatbestände vorliegen?
Soweit ich den Sachverhalt verstehe, scheint es ja hier nicht so ganz mit rechten Dingen zuzugehen. Eine Selbstanzeige zwingt die Finanzverwaltung dieser nachzugehen und eine Außenprüfung durchzuführen.
Es kann gegenüber der Finanzverwaltung die Empfangsvollmacht des "Gernegroß" widerrufen werden, so dass jeder einzelne Beteiligte informiert werden muss.

Vorteil: Ist ein zwingender Weg, der sogar recht kurzfristig umgesetzt werden kann, um an alle Zahlen und Unterlagen heranzukommen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, nimmt man sich aus der Strafbarkeit heraus

Nachteil: Ist natürlich auch riskant hinsichtlich der Tatsächlichkeit von Steuerhinterziehung oder Steuerverkürzung, da ein solcher Vorgang teuer werden kann. Der Restfrieden ist definitiv hin.

Bei einer Grundstücksgemeinschaft handelt es sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Jeder Beteiligte hat die gleichen Rechten und Pflichten. Man kann diese zwar auf eine Person zur Erledigung und zum Postempfang übertragen, jedoch ist der Bevollmächtigte verpflichtet alle Beteiligten zu unterrichten.

Falls es tatsächlich nicht ganz sauber gelaufen sein sollte, benötigt man noch einen guten Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht, damit der Bevollmächtigte auf Steuerschaden und Strafe sitzen bleibt. Und glaub mir, die Möglichkeit gibt es.

05.02.2007, 17:24 von MarieP
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Hallo

Wenn dies wirklcih eine WEGem. ist mit der viertel Mehrheit Rechnungslegung verlangen notfalls gerichtlich.
und dies umgehend.
05.02.2007, 17:20 von Cora
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Nun denn, dann sollte man dem guten Mann vielleicht noch mal einen netten Brief schreiben - Einschreiben/Rückschein - und um eine formelle Abrechnung der letzten 3 Jahren bitten. Frist setzen und ankündigen, wenn diese verstrichen ist, geht es zum Anwalt, gleichzeitig mit Androhung einer Klage.

Sollte wieder keine Antwort kommen, RA beauftragen.

Und dann durchziehen.

Kann doch nicht jeder machen was er will

Gruß
05.02.2007, 16:27 von prinzregent
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Zitat:
Gemeinschaftskonto


ist unbekannt, es gibt absolut keine Informationen. Nicht mal eine Gewinn und Verlust Rechnung oder einen Kontoauszug.

Der Hausbesitzer ( zu 1 / 6 ) bekam nur Auskunft vom Finanzamt. Die nette Dame bei FA nannte ihm den zu versteuernden Gewinn .... das ist exakt eine Zahl. Mehr nicht.
05.02.2007, 15:36 von Cora
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Hallo

kann ja wohl nicht sein, dass hier "der Verwalter" schaltet und waltet wie er will.
Privatauto, Fahrten, Reparaturen am Privathaus sind Dinge, die da nicht abgerechnet werden dürfen.

Das mit der Afa habe ich nicht so ganz verstanden?

Gewinn ist doch das, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt und dann aufgeteilt werden soll, also kann er nicht vom Gewinn noch irgendwelche Kosten absetzen.

Das ist für mich Betrug, Unterschlagung, Untreue - irgend eines von den dreien.

Ich würde den Weg zu einem Anwalt nicht scheuen, denn so was kann ich nicht leiden.

Geht der Gewinn denn nicht auf ein Gemeinschaftskonto?
Wer hat da denn Zugriff?

Gruß
05.02.2007, 07:47 von Augenroll
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Ja , ja ein Händelhaus kann echt zum Hobby werden.

Und wie wir ja alle wissen: Beim Geld hört die Verwandtschaft auf.
03.02.2007, 19:34 von prinzregent
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Hallo Cora

es ist lauter Verwandtschaft. Eine Verwalterpauschale wurde nicht gezahlt/ berechnet.

Wie muss da korrekt abgerechnet werden ?
03.02.2007, 19:04 von Cora
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Hallo

wie ist das zu verstehen Verwalter = Familienoberhaupt?
Handelt es sich hier um fremde Personen oder lauter Verwandtschaft?

Bekommt der Verwalter keine Aufwendung? Wenn ja, sind doch sämtliche Kosten dadurch gedeckt (oder auch nicht).

Ich würde ebenfalls auf einer Abrechnung bestehen.

Gruß
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