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12.03.2007, 14:38 von AugenrollProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wie entsteht eigentlich Schimmel?
Viele User haben sich das bestimmt schon gefragt, da es oft ein Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter ist.

1.Was ist Schimmel?

es ist ein Pilz (mit Sporenbildung und Myzel), der Feuchtigkeit und Nahrung braucht. Als Nahrung dient Schmutz, Tapete, Farbe, Tapetenkleister.

2.Woher kommt die Feuchtigkeit?

Ist nicht schon Feuchtigkeit im Mauerwerk, kann es sein, dass Wasserdampf an den ständig gleichen Stellen kondensiert.

3.Warum kondensiert Wasserdampf?

Weil der Taupunkt unterschritten ist, dann bildet sich nämlich "Tau". Wasserdampf ist übrigens komplett unsichtbar, bilden sich z.B. beim Duschen Nebelschwaden, ist die Luft bereits übersättigt.

4.Wann kondensiert Wasserdamf?

Wenn die Wand oder Wärmebrücke zu kalt oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.

5.Was sind Wärmebrücken?

AW-Ecken, Fensterlaibungen, Fensterrahmen.

6.Was kann man tun, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?

Lüften oder Lüftung einbauen.

7.Was kann man gegen Wärmebrücken tun?

Vernünftig wärmedämmen.

8.Können Wände "atmen"?

Grundsätzlich: NEIN. Nur Kalkputz und Lehmbewurf haben eine signifikante Wasseraufnahmefähigkeit und könnten als Feuchtepuffer dienen. Handelsübliche Wandfarben unterbinden jedoch diesen Effekt wieder.

9.Helfen Innendämmungen?

Bauphysikalisch bedenklich, da eine einwandfreie Dampfsperre eingebaut werden muss.

10.Was können Mieter gegen Schimmel tun?

Regelmässig Lüften, Fensterprofile von Staub freihalten, für Zirkulation sorgen (Möbel abrücken, Gardinen lüpfen).

11.Was können Vermieter gegen Schimmel tun?

Wärmebrücken isolieren, Zwangslüftung einbauen, Mieter informieren.

Scheuen Sie sich bitte nicht, Ihre "schimmligen" Fragen hier zu stellen.
Alle 22 Antworten
31.07.2007, 15:20 von Melanie
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Zitat:
So etwas macht man ja auch nicht.

Da sagt man höchstens: Aber doch nicht hier; vor allen Leuten !



Stimmt, das wäre ne gute Antwort gewesen
Aber egal, ich hatte nämlich kurz darauf mit demselben Kollegen mal wieder einen Disput vor allen Leuten, da hab ich das passende gesagt, z.B. intriganter Schleimbeutel, das es mir stinkt mit ihm...und noch Schlimmeres )
Als ich daraufhin ins Büro mußte dachte ich es gibt ne Abmahnung...stattdessen grinste mein Chef und sagte so ne Scene sollte man zwar nicht machen...aber er könne mich verstehen, ich solle noch kurz die Zähne zusammen beißen, bald wäre der Herr Geschichte...
Und kurz drauf wurde er versetzt
31.07.2007, 11:40 von Mortinghale
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Liebe Melanie

Zitat:
Mein neuer Chef stand dabei
Und ich fragte: WAS SOLL ICH???
Eruieren??? - was ist ERUIEREN???


So etwas macht man ja auch nicht.

Da sagt man höchstens: Aber doch nicht hier; vor allen Leuten !

31.07.2007, 09:33 von Augenroll
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Da die Aktualität des Schimmelproblems offenbar nie abnimmt und bei diesem Thema sehr viel Unklarheit bei Vermietern besteht, schubs ich das mal wieder hoch.
24.04.2007, 16:52 von Cora
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Zitat:
großes Badraumvolumen

nur eine AW

möglichst Zwangslüftung

Spalt bzw. Belüftungseinsatz unten an Badtür

immer gut geheizt und gut beheizbar

alle nicht gefliesten Wandflächen mit Kalkputz und atmungsaktiver Farbe (keine Dispersionsfarbe!)

Fenster so baulich angelegt, dass das Lüften leicht gemacht wird

AW gut gedämmt


hmmm

mal sehen: großes Raumvolumen könnte in Sozialwohnungen schwierig werden. Und in Zeiten von Energieeinsparung auch.
Obwohl, unser Bad ist 12,09 qm.

Eine Außenwand? Wäre machbar
Zwangslüftung? Sind die Mieter denn nicht in der Lage richtig zu lüften?
Lüften leicht machen? Also,ein Fenster, welches sich bei einer gewissen Luftfeuchtigkeit von selbst öffnet und schließt - müsste man erfinden, kein Problem.

Gut heizen - auch kein Ding, muss der Mieter aber auch tun - und nicht sparen wollen.

Ja, augenroll, wenn du dann mal baust, denk daran...

Gruß
24.04.2007, 16:49 von Melanie
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Zitat:
gibt es einen wichtigen Grund dafür ?

Jepp, gibt es!
Ein damaliger etwas höher gestellter Arbeitskollege wollte vor zig Jahren das ich für ihn etwas eruiere!
Mein neuer Chef stand dabei
Und ich fragte: WAS SOLL ICH???
Eruieren??? - was ist ERUIEREN???
24.04.2007, 16:46 von Augenroll
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Zitat:
Zitat:
eruieren


Ich hasse dieses Wort


Ich eigentlich auch, daher kommt es WEG!
24.04.2007, 16:43 von Jobo
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@ melanie
gibt es einen wichtigen Grund dafür ?

Die Erklärung bei Wikipedia ist dafür sehr interessant

Zitat:
Das Verb eruieren (v. lat. eruere: ausfindig machen, ausgraben) bezeichnet heute in der gehobenen Umgangssprache als häufig verwendetes Fremdwort vielfältige Formen von Forschungen oder besser Nachforschungen. Es kann sich auf nahezu alle Arten von Feststellungen Untersuchungen und Erhebungen in Wissenschaft und Alltag beziehen. Häufig werden auch Personen oder Sachverhalte im Rahmen kriminalistischer Ermittlungen eruiert.

Betrachtet man das Eruieren ausschließlich als Vorgang der Datengewinnung, folgt im Idealfall das Validieren - die Überprüfung der gewonnenen Erkenntnisse auf ihre Validität, um deren Verifikation sicherzustellen.



Jobo
24.04.2007, 16:19 von Melanie
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Zitat:
eruieren

Ich hasse dieses Wort
24.04.2007, 16:12 von Augenroll
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@cora:

das kann man aber jetzt mit etwas technischem Verständnis aus den gemachten Aussagen entwickeln:

großes Badraumvolumen

nur eine AW

möglichst Zwangslüftung

Spalt bzw. Belüftungseinsatz unten an Badtür

immer gut geheizt und gut beheizbar

alle nicht gefliesten Wandflächen mit Kalkputz und atmungsaktiver Farbe (keine Dispersionsfarbe!)

Fenster so baulich angelegt, dass das Lüften leicht gemacht wird

AW gut gedämmt

(Ergänzungen und Diskussion willkommen )
24.04.2007, 15:39 von Cora
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@augenroll - aha.

Aber wie nun speziell ein baupsysikalisches Bad aussehen soll habe ich nicht so rauslesen können...

Gruß
24.04.2007, 15:33 von Augenroll
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Immer wieder *schubs*
05.04.2007, 08:56 von Augenroll
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Immer wieder und besonders zum Ende der Heizperiode aktuell.

Deshalb *schubs*
12.03.2007, 21:23 von jaegermeister
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Hier noch mal was ist zwar sehr lang aber für jemanden der "richtig" sanieren möchte interessant.

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anhang 3 Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen bestehender Gebäude (zu § 8 Abs. 1) und bei Errichtung von Gebäuden mit geringem Volumen (§ 7)

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2004, 3158 - 3160

1.Außenwände
Soweit bei beheizten Räumen Außenwände
a)ersetzt, erstmalig eingebaut
oder in der Weise erneuert werden, dass
b)Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden,
c)auf der Innenseite Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht werden,
d)Dämmschichten eingebaut werden,
e)bei einer bestehenden Wand mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten größer 0,9 W/(qm x K) der Außenputz erneuert wird oder
f)neue Ausfachungen in Fachwerkwände eingesetzt werden,
sind die jeweiligen Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach Tabelle 1 Zeile 1 einzuhalten. Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk gemäß Buchstabe d gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird.
2.Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster
Soweit bei beheizten Räumen außen liegende Fenster, Fenstertüren oder Dachflächenfenster in der Weise erneuert werden, dass
a)das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird,
b)zusätzliche Vor- oder Innenfenster eingebaut werden oder
c)die Verglasung ersetzt wird,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 einzuhalten. Satz 1 gilt nicht für Schaufenster und Türanlagen aus Glas. Bei Maßnahmen gemäß Buchstabe c gilt Satz 1 nicht, wenn der vorhandene Rahmen zur Aufnahme der vorgeschriebenen Verglasung ungeeignet ist. Werden Maßnahmen nach Buchstabe c an Kasten- oder Verbundfenstern durchgeführt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn eine Glastafel mit einer infrarot-reflektierenden Beschichtung mit einer Emissivität Epsilon(tief)n <= 0,20 eingebaut wird. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1
1.Schallschutzverglasungen mit einem bewerteten Schalldämmmaß der Verglasung von R(tief)w,R >= 40 dB nach DIN EN ISO 717-1 : 1997-01 oder einer vergleichbaren Anforderung oder
2.Isolierglas-Sonderaufbauten zur Durchschusshemmung, Durchbruchhemmung oder Sprengwirkungshemmung nach den Regeln der Technik oder
3.Isolierglas-Sonderaufbauten als Brandschutzglas mit einer Einzelelementdicke von mindestens 18 mm nach DIN 4102-13 : 1990-05 oder einer vergleichbaren Anforderung
verwendet, sind abweichend von Satz 1 die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 einzuhalten.
3.Außentüren
Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, deren Türfläche einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2,9 W/qm x K nicht überschreitet. Nr. 2 Satz 2 bleibt unberührt.
4.Decken, Dächer und Dachschrägen
4.1Steildächer
Soweit bei Steildächern Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen sowie Decken und Wände (einschließlich Dachschrägen), die beheizte Räume nach oben gegen die Außenluft abgrenzen,
a)ersetzt, erstmalig eingebaut
oder in der Weise erneuert werden, dass
b)die Dachhaut bzw. außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen ersetzt oder neu aufgebaut werden,
c)innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht oder erneuert werden,
d)Dämmschichten eingebaut werden,
e)zusätzliche Bekleidungen oder Dämmschichten an Wänden zum unbeheizten Dachraum eingebaut werden,
sind für die betroffenen Bauteile die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 4 a einzuhalten. Wird bei Maßnahmen nach Buchstabe b oder d der Wärmeschutz als Zwischensparrendämmung ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke wegen einer innenseitigen Bekleidung und der Sparrenhöhe begrenzt, so gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die nach den Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird.
4.2Flachdächer
Soweit bei beheizten Räumen Flachdächer
a)ersetzt, erstmalig eingebaut
oder in der Weise erneuert werden, dass
b)die Dachhaut bzw. außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen ersetzt oder neu aufgebaut werden,
c)innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht oder erneuert werden,
d)Dämmschichten eingebaut werden,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 4 b einzuhalten. Werden bei der Flachdacherneuerung Gefälledächer durch die keilförmige Anordnung einer Dämmschicht aufgebaut, so ist der Wärmedurchgangskoeffizient nach DIN EN ISO 6946 : 1996-11, Anhang C zu ermitteln. Der Bemessungswert des Wärmedurchgangswiderstandes am tiefsten Punkt der neuen Dämmschicht muss den Mindestwärmeschutz nach § 6 Abs. 1 gewährleisten.
5.Wände und Decken gegen unbeheizte Räume und gegen Erdreich
Soweit bei beheizten Räumen Decken und Wände, die an unbeheizte Räume oder an Erdreich grenzen,
a)ersetzt, erstmalig eingebaut
oder in der Weise erneuert werden, dass
b)außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen, Feuchtigkeitssperren oder Drainagen angebracht oder erneuert,
c)innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen an Wände angebracht,
d)Fußbodenaufbauten auf der beheizten Seite aufgebaut oder erneuert,
e)Deckenbekleidungen auf der Kaltseite angebracht oder
f)Dämmschichten eingebaut werden,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 5 einzuhalten. Die Anforderungen nach Buchstabe d gelten als erfüllt, wenn ein Fußbodenaufbau mit der ohne Anpassung der Türhöhen höchstmöglichen Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit lambda = 0,04 W/(m x K) ausgeführt wird.
6.Vorhangfassaden
Soweit bei beheizten Räumen Vorhangfassaden in der Weise erneuert werden, dass
a)das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird,
b)die Füllung (Verglasung oder Paneele) ersetzt wird,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 c einzuhalten. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1 Sonderverglasungen entsprechend Nr. 2 Satz 2 verwendet, sind abweichend von Satz 1 die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 c einzuhalten.
7.Anforderungen

Tabelle 1 Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen --------------------------------------------------------------------------- I Zeile I Bauteil I Maßnahme I Gebäude nach I Gebäude nach I I I I nach I § 1 Abs. 1 Nr. 1 I § 1 Abs. 1 Nr. 2 I I I I I maximaler Wärmedurchgangskoeffizient I I I I I U(tief)max 1) in W/(qm x K) I I I I I I ------------------------------------------------
12.03.2007, 21:15 von jaegermeister
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Hallo habe hier was gefunden in der Energieeinsparverordnung

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
§ 8 Änderung von Gebäuden
(1) 1Soweit bei beheizten Räumen in Gebäuden nach § 1 Abs. 1 Änderungen gemäß Anhang 3 Nr. 1 bis 6 durchgeführt werden, dürfen die in Anhang 3 Tabelle 1 festgelegten Wärmedurchgangskoeffizienten der betroffenen Außenbauteile nicht überschritten werden. 2Dies gilt nicht für Änderungen, die

1.bei Außenwänden, außen liegenden Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern weniger als 20 vom Hundert der Bauteilflächen gleicher Orientierung im Sinne von Anhang 1 Tabelle 2 Zeile 4 Spalte 3 oder
2.bei anderen Außenbauteilen weniger als 20 vom Hundert der jeweiligen Bauteilfläche
betreffen.

(2) Absatz 1 Satz 1 gilt als erfüllt, wenn das geänderte Gebäude insgesamt den jeweiligen Höchstwert nach Anhang 1 Tabelle 1 oder Anhang 2 Tabelle 1 um nicht mehr als 40 vom Hundert überschreitet.

(3) 1Bei der Erweiterung des beheizten Gebäudevolumens um zusammenhängend mindestens 30 Kubikmeter sind für den neuen Gebäudeteil die jeweiligen Vorschriften für zu errichtende Gebäude einzuhalten. 2Ein Energiebedarfsausweis ist nur unter den Voraussetzungen des § 13 Abs. 2 auszustellen.

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Gruß Jägermeister
12.03.2007, 20:56 von Sommer
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Zitat:
Ich sage mal, der schlimmste Fehler eines Eigentümers ist es immer dann, wenn Altbau mit neuen Fenster und Türen versorgt wird. Das gibt zu 90% Probleme.


Ja, korrekt - mein Horror.
Irgendwer steckte mir, daß es inzwischen eine Vorschrift gebe daß man eine Wärmedämmung machen müsse wenn man die Außenfassade renoviert - (alp)traumhaft bei einem Altbau - selbst ohne Stuck.
Schlichtweg deswegen weil ich gar keine Lust auf diese Diskussionen habe um das Lüften oder Nicht-Lüften. Selbst wenn ich die Dämmung durch eine Fachfirma machen lasse - vernünftige Zwangslüftung funktioniert wohl angeblich nur mit neuer Heizung (Überdrucksystem) und wer tauscht denn mal so eben in nem guten Dutzend Parteien die Heizungen aus??? Demnetsprechend sehe ich schon die Schimmeldiskussion auf mich zu rollen....brrrrr.

Also muß die Fassade weiter bröckeln...oder mache das nur etappenweise da diese Regel wohl nur ab einem bestimmten Umfang greift...wer also nur immer wieder mal 10% der Wandfläche macht, ist fein raus?

Weiß zu dieser "Wärmdämmzwangsverpflichtung" jemand mehr?

S.
12.03.2007, 16:31 von Augenroll
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@tobiwittmann:
Zitat:
Isoliert wird gegen Feuchtigkeit. Im Zusammenhang mit Wärmebrücken und Abhilfe dagegen spricht der Fachmann von dämmen.

Da haben Sie vollkommen recht, erlaube mir, es oben nachträglich zu ändern. Ich meine natürlich Wärmedämmung. Diesen Lapsus schreibe ich meiner Herkunft zu: Ostdeutschland, ich war gewohnt, es so auszudrücken.
12.03.2007, 16:27 von Augenroll
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@dunkelRoot:
Zitat:
Ich sage mal, der schlimmste Fehler eines Eigentümers ist es immer dann, wenn Altbau mit neuen Fenster und Türen versorgt wird. Das gibt zu 90% Probleme.

Es liegt daran, dass bei einem Fenster/Türen-Austausch das bauphysikalische Konzept des Altbau-MW-Hauses verändert wird. Vorher zieht es durch Fenster und Türen, die Ofenheizung bringt zusätzlichen Luftaustausch.

Der fehlt nach der Sanierung, die MW sind zu kalt und es kommt bei ungenügendem Lüften zu Schimmel. Abhilfe kann eine Zwangsinnenlüftung schaffen, die in die alten Schornsteinzüge eingebaut wird. Eine zusätzliche Außenwärmedämmung geht meist nicht, wegen Stuck und Balkonen.

Zitat:
Trifft nach meinen Erfahrungen nicht zu, wenn das Haus in Massivbauweise (Stahlbeton) gebaut wurde. In diesen Häusern hat man Ruhe.

Das Tragwerk besteht aus Stahlbeton, hat weniger mit der Bauphysik der Häuser zu tun. Aber diese Häuser sind normalerweise durch den mehrschaligen AW-Aufbau besser wärmegedämmt und daher sind die Außenwände wärmer. Wärmebrücken treten trotzdem gern auf. Oft existiert auch schon eine Zwangslüftung in fensterlosen Bädern oder Küchen.

@polline:
Zitat:
Das Lüften mit gekipptem Fenster (Dauerlüftung) während der Heizperiode ist nicht gut. Ein mehrfacher kurzer Durchzug bei VOLL GEÖFFNETEM FENSTER


Korrekt, die Wärmekapazität von Luft ist sowieso sehr gering im Vergleich zu Wänden und Interieur. Also man verschenkt auch kaum Wärme, wenn man 2 mal am Tag ordentlich Durchzug macht (vorher Heizung aus!). Das Zimmer ist ruckzuck wieder warm und der Wasserdampf ist raus!

Zitat:
.....die Luftfeuchtigkeitsaufnahme der Luft bei höherer Lufttemperatur steigt?
Mit anderen Worten: je höher die Zimmertemperatur, um so höher kann die Luftfeuchtigkeit des Raumes sein.


Das kann man gut am Carrier-Diagramm sehen, bei 100% rel Luftfeuchte:

20°C = 18g/m³ Luft
15°C = 13g/m³ Luft

Alles was darüber in der Luft ist, kondensiert an den kälteren Wänden bzw. Fenstern!!!

12.03.2007, 16:19 von tobiwittmann
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Zitat:
7.Was kann man gegen Wärmebrücken tun?

Vernünftig isolieren


Da ich weiß wie gerne Augenroll sich weiterbildet, hier ein kurzer Hinweis:

Isoliert wird gegen Feuchtigkeit. Im Zusammenhang mit Wärmebrücken und Abhilfe dagegen spricht der Fachmann von dämmen.
12.03.2007, 15:20 von GeilaufMieterin
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Schimmel am PimXel entsteht wenn sich die Mieterin nicht wäscht
12.03.2007, 15:03 von polline
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6.Was kann man tun, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist?

Lüften oder Lüftung einbauen.

- Das Lüften mit gekipptem Fenster (Dauerlüftung) während der Heizperiode ist nicht gut. Ein mehrfacher kurzer Durchzug bei

VOLL GEÖFFNETEM FENSTER

ist besser!!!

- Ständiges Heizen aller Räume auf eingestellte Zimmertemperatur von 20° ist wirtschaftlicher und zweckmäßiger!
Die Kosten bei diesem Heizverhalten liegen nachweislich erheblich niedriger!

- Es ist unwirtschaftlich und schädlich, nur den Raum stark zu beheizen, in dem man sich hauptsächlich aufhält, wärend die übrigen Räume fast nicht beheizt werden.

Schon gewusst dass:

.....ein erwachsener Mensch pro Nacht rund einen halben Liter Feuchtigkeit abgibt?

.....die Luftfeuchtigkeitsaufnahme der Luft bei höherer Lufttemperatur steigt?
Mit anderen Worten: je höher die Zimmertemperatur, um so höher kann die Luftfeuchtigkeit des Raumes sein.

.....

12.03.2007, 15:02 von dunkelROOT
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Schimmer, Lüften, Mieter ein schwieriges Thema.

Ich sage mal, der schlimmste Fehler eines Eigentümers ist es immer dann, wenn Altbau mit neuen Fenster und Türen versorgt wird. Das gibt zu 90% Probleme. Habe ich in einem Haus auch erlebt. Trifft nach meinen Erfahrungen nicht zu, wenn das Haus in Massivbauweise (Stahlbeton) gebaut wurde. In diesen Häusern hat man Ruhe. Daher kaufe ich nur noch Stahlbeton, was eigentlich schade ist, da gerade auch Gründerzeithäuser sehr reizvoll sind.

dR
12.03.2007, 14:55 von Melanie
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cooles Thema
Nachdem unsere Mieterin uns monatelang die Hölle heiß machte wegen Schimmel (wir sogar ihren Beteuerungen wegen regelmäßigem Lüften Glauben schenkten) haben wir nach und nach:
-Außenwand aufgebuddelt und neu isoliert!
-von innen den Estrich abgetrennt und flexible Fuge zur Außenwand erstellt
-Heizkörper vorgemauert und vergrößert/erneuert
-Mauerwerk von innen neu verputzt und von innen speziell mit Antifungizid behandelt
Wir glaubten ja das es am Gebäude liegt!
Naja....aber irgendwie fiel uns dann auf das die Fensterbänke voll stehen mit Kruschelkrempel....dicke Staubschicht drauf....zusätzlich ständig Wäscheständer in Wohnung (statt in Waschkeller) also Frage:
Wie will die regelmäßig stoßlüften???
Sie damit konfrontiert!
Antwort:
MIETMINDERUNG!
Unsere Antwort:
Gutachter (Kosten 800€!)
Ergebnis: LÜFTUNGSFEHLER!
Ihre Antwort: Glaubt sie nicht, will weiter mindern!
Unsere Antwort: O.K. Androhung von Gericht und Auferlegung der bisherigen unnützen Aufwendungskosten plus Gutachterkosten!!!
Ihre Antwort: Sofortige Rückzahlung der Mietminderung und 1 Monat später Auszug!
Anmerkung: In dieser Wohnung trat NIE WIEDER Schimmel auf!

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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