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22.03.2008, 11:51 von infojoeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Widerspruch Mahnbescheid
Hallo Forum,

mein Gewerberaum Mieter zahlt seit Monaten keine Miete.
Ich habe einen Mahnbescheid erteilt.
Der Mieter erhebt, ohne Begründung, Widerspruch gegen diesen Bescheid und kündigt zudem seinen Mietvertrag vorzeitig zum 01.4.2008.
Der Mietvertrag läuft jedoch noch ca. 3 Jahre.

Was ist zu tun?
Ich möchte der Kündigung widersprechen und Klage einreichen.

Ist das zu empfehlen?

Muss der Mieter seinen Widerspruch nicht begründen, kann der
der Widerspruch nicht abgewiesen werden?

Alle 23 Antworten
26.03.2008, 14:58 von Augenroll
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Das ist Schwachsinn!!!!!!!!!

Unterstellte Schulden sind Schwachsinn!

Bitte Ansprüche erstmal nachweisen!
26.03.2008, 14:40 von nass01
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Raus mit der Mieterin, alles andere ist Zeitverschwendung und kostet noch mehr Geld.
Sofort zum Rechtsanwalt und auf Räumung klagen oder......
Es soll Vermieter geben die theorisieren eine Mieterin, 2 - 3 mal am Tag von verschiedenen Telefonen anrufen, persönlich vorstellig werden, offenen Kontostand gut sichtbar für die anderen Mieter mit Mahnschreiben an die Türe kleben, Streichholz während ihrer Abwesenheit im Schloss abbrechen und es soll auch schon mal ein Stein durch eine Scheibe geflogen sein.

Meine Eltern haben immer gesagt vergelte Unrecht nicht mit Unrecht, die haben eben keine Mieter gehabt und waren noch vom alten Schlag und sind keinem eine Mark schuldig geblieben.
26.03.2008, 12:57 von Dernie
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Das ist dann aber ein bloße Behauptung ...

Das ist Schwachsinn!!!!!!!!!
26.03.2008, 12:02 von Augenroll
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Die Schulden sind de facto auch vorher schon da.

Das ist dann aber ein bloße Behauptung und ohne Titel können Sie Schulden überhaupt nicht durchsetzen!

Fragen Sie mal ein paar Inkassobüros, die sind doch total zahnlos, wenn kein Titel vorliegt.

Da lachen ja die Hühner!
26.03.2008, 07:16 von Dernie
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Wenn Du keinen Titel darüber hast, ist das lediglich eine Einzelmeinung.

Auch das ist schon wieder grober Unfug von jemandem, der keine Ahnung hat und besser mal den Mund halten würde!!!!!!

Durch einen Titel wird nur die Durchsetzbarkeit der Schulden erhöht. Die Schulden sind de facto auch vorher schon da.
25.03.2008, 16:48 von Augenroll
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...schuldet mir mittlerweile über 4000 €.

Wenn Du keinen Titel darüber hast, ist das lediglich eine Einzelmeinung. Andere Leute denken ja vielleicht anders darüber.
25.03.2008, 16:26 von stefan_nuernberg
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Hast Du einen Titel darüber???

Wenn nicht "schuldet" sie Dir das auch nicht!



Ist ja wohl wieder Quatsch! Das Bestehen einer Schuld ist durch das zugrundeliegende Rechtsgeschäft - hier wohl Miete - ausgelöst. Sobald ich einen Vertrag abschließe und daraus zu einer Leistung verpflichtet bin, schulde ich etwas.

Das Vorhandensein eines Titels ist nur die Voraussetzung dafür, um die Schuld auch gegen den Willen des Schuldners vollstrecken zu können.

Stefan

25.03.2008, 16:09 von Dernie
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Wenn nicht "schuldet" sie Dir das auch nicht!

Dummdreister Mist!!!!!!!
25.03.2008, 15:55 von Augenroll
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...schuldet mir mittlerweile über 4000 €.

Hast Du einen Titel darüber???

Wenn nicht "schuldet" sie Dir das auch nicht!
25.03.2008, 14:41 von Cora
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Hallo stefan

ich wollte das eigentlich ohne RA machen.
Klar hat die Mieterin Geld, schuldet mir mittlerweile über 4000 €.
Sie will ganz einfach nicht zahlen - obwohl der Kleinreparatur-Passus ja nun wirklich eindeutig ist.

Und die Reparatur war für einen verkalkten Perlator im Wasserhahn, das muss man sich vorstellen
25.03.2008, 11:06 von stefan_nuernberg
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@cora

Bei einem solchen Kleinbetrag kann das Gericht im schriftlichen Verfahren entscheiden, spielt aber kostenmäßig - beim Anwalt - keine Rolle, die Gebühren sind meines Wissens die gleichen, obwohl er nur Schriftsätze einreicht.

Trotzdem würde ich das durchziehen, sonst machst Du Dich unglaubwürdig (... erst den MB beantragen und dann doch kneifen, wenn die Fakten auf den Tisch sollen - so bestimmt die Sicht der Mieterin)!

Die einzige zu prüfende Frage ist: Hat die Mieterin Geld, um dann später vollstrecken zu können; wenn die Sachlage klar ist und die Mieterin solvent ist, wären für mich die Kosten zweitrangig, die hole ich dann später nach entsprechender Kostenfestsetzung von der Mieterin zurück.

Gruß

Stefan
23.03.2008, 20:38 von Lemame
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Hallo Cora,
habe auch MB beantragt, Mieterin hat widersprochen. Betrag 225,-€. Habe Klage eingereicht. Gericht hat vorerst eine schriftliche Verhandlung angesetzt. Mündliche Verhandlung nur auf Antrag. Kann also evtl. ohne aufwendigen Gerichtstermin gehen.
Aber wenn ich MB beantrage, dann würd ich es bei Widerspruch auch durchziehen.
Frohe Ostern noch.
Grüße Lemame
23.03.2008, 12:46 von JollyJumper
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Es gab schon vorher ständig Zahlungsschwierigkeiten und leere Versprechungen. Es ist vorerst beim Mieter auch nichts zu holen.
Unter den geschilderten Bedingungen halte ich es für die oberste Priorität erst mal die Wohnung wieder in deinen Besitz zu bekommen.
Der 1.4.2008 ist nicht mehr weit, versuche die Wohnung von dem Mieter übergeben zu bekommen.
Dann kannst Du sie hoffentlich schnell neu vermieten und der Schaden beschränkt sich auf die bisher entgangenen Mieten.
Darüber hinaus stehen Dir dann alle Möglichkeiten offen gegen den Mieter rechtlich vorzugehen.
Übernimm die Wohnung unter dem Vorbehalt der Geltendmachung von Schadensersatz, falls Du sie nicht nahtlos weitervermieten kannst.

Ich möchte, bei all dem Schaden, wenigstens einen Titel für 30 Jahre erzielen.
Der macht sich zwar auf dem Papier gut bedenke und prüfe jedoch das oben beschriebene Kostenrisiko.

Gruß JJ
22.03.2008, 19:21 von Cora
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Der Gläubiger muss dann beim zuständigen Amtsgericht Klage auf Zahlung einreichen. Gewinnt er die Klage, bekommt er eine vollstreckbare Urteilsausfertigung, mit der er dann z.B. pfänden kann.

nee, ne?

Es geht um sage und schreibe 33,14 € - eine Kleinreparatur die meine nette Fogging-Mieterin sich weigert zu zahlen. Da ich letztes Jahr den gleichen Ärger hatte, da ging es um 48 €, die ich letztendlich übernommen habe und jetzt mir ihr vor Gericht bin, sehe ich nicht ein, dass ich mich ständig von ihr schikanieren lasse und will deswegen MB machen.



und wie ich die kenne, legt sie Widerspruch ein und lacht sich ins Fäustchen
Insolvenzverfahren bei Mietschulden nicht möglich sei.
Doch, wegen Schulden wird doch die PI beantragt.
22.03.2008, 16:46 von cavalier
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das ein Insolvenzverfahren bei Mietschulden nicht möglich sei.
guckst du hier
da ich demnächst auch einen MB beantrage, interessiert mich, was passiert nach dem Widerspruch?

Muss ich dann sofort einen VB machen?

Umgekehrt. Wenn gegen eine Mahnbescheid Widerspruch eingelegt wurde, ist ein VB nicht mehr möglich. Der Gläubiger muss dann beim zuständigen Amtsgericht Klage auf Zahlung einreichen. Gewinnt er die Klage, bekommt er eine vollstreckbare Urteilsausfertigung, mit der er dann z.B. pfänden kann.

Der Empfänger eines Mahnbescheides muss seinen Widerspruch nicht begründen. Vielmehr muss der Gläubiger in der Klage dann erstmal seinen Anspruch begründen.
22.03.2008, 15:31 von infojoe
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b) Wenn Einzelfirma, dann kann der Mieter natürlich durch ein Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung die Forderung erlassen bekommen

...ja eine Einzelfirma.
Kann der Mieter denn überhaupt ein Privat-Insolvenzverfahren
beantragen, weil er "Mietschulden" hat?
Bei RTL, Herr Zwegas, Schuldnersendung, wird immer gesagt, das
ein Insolvenzverfahren bei Mietschulden nicht möglich sei.

mfg

infojoe
22.03.2008, 15:21 von Cora
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Hallo

c) Eine Begründung für den Widerspruch gegen den Mahnbescheid ist nicht nötig!

da ich demnächst auch einen MB beantrage, interessiert mich, was passiert nach dem Widerspruch?

Muss ich dann sofort einen VB machen?
22.03.2008, 15:16 von stefan_nuernberg
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a) Ist das eine GmbH oder eine Einzelfirma?

b) Wenn Einzelfirma, dann kann der Mieter natürlich durch ein Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung die Forderung erlassen bekommen

c) Eine Begründung für den Widerspruch gegen den Mahnbescheid ist nicht nötig!

d) Natürlich sollte der Kündigung entgegengetreten werden, d.h. diese wird nicht akzeptiert und zurückgewiesen.

Gruß

Stefan
22.03.2008, 14:14 von infojoe
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Es gab schon vorher ständig Zahlungsschwierigkeiten und leere Versprechungen. Es ist vorerst beim Mieter auch nichts zu holen.
Muss der Mieter seinen Widerspruch nicht schon vor Klageerhebung begründen und kann eine nicht plausible Begründung nicht sofort vom Gericht abgewiesen werden?

Ich möchte, bei all dem Schaden, wenigstens einen Titel für 30 Jahre erzielen.

Kann der Mieter, wenn er diese Mietschulden hat, in eine Privatinsolvenz gehen?

Kann man eine Betrugsanzeige einleiten?

Muss der Kündigung widersprochen werden?

mfg

infojoe

22.03.2008, 12:03 von JollyJumper
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Ich möchte der Kündigung widersprechen und Klage einreichen.Das ist zwar schon der richtige Weg, aber ohne mehr Infos kann man hier keinen vernünftige Rat geben.
Ist die Firma des Mieter pleite, gab es vor schon Zahlungschwierigkeiten etc. ????
Ohne einer plausible Begründung dürfte er vor Gericht Schiffbruch erleiden aber er gewinnt erst mal Zeit durch den Widerspruch.
Die Gerichtskosten muss Du aber erst mal vorfinanzieren.
Ist bei Ihm nichts zu holen bleibst Du auf de Gerichts- + Deinen Anwaltskosten sitzen.

Gruß JJ

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