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04.08.2007, 12:01 von SCHWERProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wer trägt die Anwaltskosten des Mieters?
Hallo,

mein Mieter geht (aufgrund eines Schreibens von mir) zu seinem Anwalt, und beauftragt diesen Anwalt, zu den verschiedenen Punkten Stellung zu nehmen...

Können diese Anwaltskosten in irgendwelcher Weise von mir eingefordert werden?

Gruss,
Werner
Alle 15 Antworten
06.08.2007, 10:38 von JollyJumper
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Zitat:
Also diesen Eindruck hatte ich auch schon sehr oft.



Ist schon klar...
06.08.2007, 10:28 von Augenroll
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Zitat:
Natürlich musst Du auch selber abwägen können ob eine Forderung berechtigt ist".
Zu viele Vermieter glauben in alter Gutsherrenart, dass sie immer Recht haben.


Also diesen Eindruck hatte ich auch schon sehr oft.

06.08.2007, 08:57 von Augenroll
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Zitat:
Ich gehe mal stark davon aus, dass die Kosten für einen Vermieter-Rechtsschutz nicht auf die Mieter umgelegt werden können - oder gibts da eine Möglichkeit


Oh Gott.
04.08.2007, 21:53 von JollyJumper
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Zitat:
Wer entscheidet denn, ob die Sache vor Gericht geht?


Naja z.B. so

Der Mieter kommt zu Dir und sagt: " Vermieter ich möchte gerne goldene Wasserhähne!

Möglichkeit 1:
Du sagt: "Ojeh hab ich ganz vergessen einzubauen, steht ja so im BGB. Weil ich das vergessen habe, wohnst Du außerdem noch 6 Monate mietfrei(LOL )"
Mieter: "Warum denn nicht gleich so"
Er ist zufrieden und verzichtet gegen dich zu klagen. Hat ja auch seinen Willen bekommen.

Möglichkeit 2 (wohl die wahrscheinlichere Möglichkeit):
Du sagt: Übermäßiger Drogenkonsum ist strafbar, sieh zu dass Du Land gewinnst Mieter.
Folge: Dein geistesverwirrter Mieter sucht sich irgenteinen unterbeschäftigten Anwalt, der ihm einredet, dass seine Klage vor Gericht Aussicht auf Erfolg hat (denn der Anwalt erhält sein Honorar in jedem Fall).

Was ich damit sagen will:
Jeder kann jeden jederzeit aus jedem Grund verklagen !!!


Umso wichtiger ist es als Vermieter ein gewisses Grundwissen zu haben, eine halbwegs fähigen Vermieteranwalt an der Hand und vor allem eine gefüllte Kriegskasse, so dass Du jederzeit sagen kannst:
OK Mieter, wenn Du es wissen willst, jederzeit.
Natürlich musst Du auch selber abwägen können ob eine Forderung berechtigt ist".
Zu viele Vermieter glauben in alter Gutsherrenart, dass sie immer Recht haben.

Gruß JJ

04.08.2007, 20:50 von SCHWER
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@Jolly...

Wer entscheidet denn, ob die Sache vor Gericht geht?
Ich will nur verhindern, dass irgendwelche Kosten auf mich zukommen...

Gruss,
Werner
04.08.2007, 13:48 von cavalier
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Hallo Werner,

Zitat:
Ich gehe mal stark davon aus, dass die Kosten für einen Vermieter-Rechtsschutz nicht auf die Mieter umgelegt werden können - oder gibts da eine Möglichkeit

Richtig, kannst du nicht umlegen.

04.08.2007, 13:40 von SCHWER
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Bei 150,- Euro jährlich sollte sich die Versicherung trotzdem lohnen...
Wenn man nur einen Termin beim Anwalt wahrnehmen muss, sind die Kosten im Prinzip schon wieder reingeholt...

Ich gehe mal stark davon aus, dass die Kosten für einen Vermieter-Rechtsschutz nicht auf die Mieter umgelegt werden können - oder gibts da eine Möglichkeit

Gruss,
Werner
04.08.2007, 13:27 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Einmal 50,- Euro sollten wegfallen, da ich diese Wohnung selbst nutze, und wohl kaum einen Rechtsstreit gegen mich führen werde...


...spielt keine Rolle, es werden immer nur ganze Objekte versichert, sonst könnte ja der VM immer nur die Problemfälle versichern wollen, also € 150,00

...kenne bisher keine günstigere Möglichkeit, habe allerdings noch keine Erfahrung, insbesondere in der Abwicklung solcher Fälle

Zitat:
Dass die aktuelle Geschichte dann nicht mehr abgedeckt wäre, ist mir klar...
Aber falls in hier eine Einigung erzielt würde, und ich in ein paar Monaten entscheide, dem Mieter (z.B. aufgrund von nicht akzeptierter Mieterhöhung, oder anderer Begründung) zu kündigen, sollte dies vom Versicherungsschutz übernommen werden?


Wie gesagt ganz genau nachfragen, damit Sie sich sicher sind !!!
04.08.2007, 13:11 von SCHWER
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Einmal 50,- Euro sollten wegfallen, da ich diese Wohnung selbst nutze, und wohl kaum einen Rechtsstreit gegen mich führen werde...

Dass die aktuelle Geschichte dann nicht mehr abgedeckt wäre, ist mir klar...
Aber falls in hier eine Einigung erzielt würde, und ich in ein paar Monaten entscheide, dem Mieter (z.B. aufgrund von nicht akzeptierter Mieterhöhung, oder anderer Begründung) zu kündigen, sollte dies vom Versicherungsschutz übernommen werden?

Gruss,
Werner
04.08.2007, 13:06 von JollyJumper
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Zitat:
Können diese Anwaltskosten in irgendwelcher Weise von mir eingefordert werden?

So lange es außergerichtlich bleibt zahlt jeder seins.
Wer die Musik bestellt bezahlt sie natürlich auch.

Vor Gericht gibts, wenn einer eine Entscheidung sucht, natürlich eine Kostenentscheidung.
I.d.R. der Verlierer, oder bei Vergleich Teilung der Kosten, oder machmal, wenn der Mieter sehr auf die Tränendrüse drückt doch der "böse" Vermieter (Stichwort: Vor Gericht und auf hoher See...).

Gruß JJ
04.08.2007, 13:02 von CMAX_65
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Hallo,

Sie sagten:

3 Familienhaus also 3 x € 50,00 = € 150,00

Doch Vorsicht, laufende Fälle sind nicht versichert, auch solche die noch nicht am Laufen sind, wo aber der Grund bereits jetzt besteht (z.B. Kaution, Vertragsmängel, Gartenpflegekosten etc.)

Also ganz genau nachfragen und das kleingedruckte (AGB`s) lesen bzw. beraten lassen.

Sonst im aktuellen Fall sinnlos !

Eventuell aber für die Zukunft !

MFG
04.08.2007, 12:40 von SCHWER
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Das sehe ich auch so - der hat nicht wirklich etwas zu verlieren...

Ich hatte mich vor ein paar Monaten mal nach einer Rechtsschutzversicherung für Vermieter erkundigt...
War aber dann geschockt, als mir die Angebote für meine beiden vermieteten Wohnungen (mit 95 und 100 Quadratmetern) von fast 800,- Euro pro Jahr genannt wurde...
So wie ich das jetzt sehe, ist wohl diese Mietgliedschaft bei Haus & Grund in Verbindung mit deren HDI angebot von 50,- Euro pro Wohneinheit absolut günstig. Ich gehe davon aus, dass die 50,- Euro nicht monatlich, sondern jährlich sind???

Gruss,
Werner
04.08.2007, 12:19 von CMAX_65
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Hallo,

Zitat:
Ja, mein Mieter ist beim Mieterbund, und er hat auch eine Rechtsschutzversicherung...
Und mir ist auch bekannt, dass er mit seinem letzten Vermieter vor Gericht war (wegen Kautionsrückzahlung), und dort verloren hat...


...na also, er hat also nichts zu verlieren.

Aus seiner Sicht gesehen.....Sie sehr wohl, Gesundheit, Nerven, Kosten etc.

Hört sich nicht gut an, ich würde mir ernsthaft überlegen, an Ihrer Stelle, mich freizukaufen/Aufhebungsvertrag.

Solche Dinge können u.U. jahrelang Verdruss+Kosten bedeuten und sind oftmals preiswerter mit Abfindung ! - obwohl das dem VM gegen den Strich geht etwas zu zahlen, ist aber taktisch klüger !!!

MFG
04.08.2007, 12:13 von SCHWER
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"schwer" ist gar kein Ausdruck...
Ihr könnt echt nicht nachvollziehen, wie ich mich im Moment fühle...
Ich bin 36jähriger Unternehmer, und habe bislang noch nie einen Anwalt benötigt. Da ich ein Mensch bin, der nur ein ruhiges und stressfreies Leben führen möchte, bin ich bei allen bisherigen Problemen einem Rechtsstreit immer aus dem Weg gegangen, und habe mich mit den Gegnern irgendwie geeinigt...
Ich sehe einfach nicht ein, zu den Problemen und zum Ärger (was in der Regel immer Kosten mit sich bringt), auch noch zusätzliche Anwaltskosten zu verschwenden (Sorry, ich möchte hier keinem Anwalt zu Nahe treten).
Ja, mein Mieter ist beim Mieterbund, und er hat auch eine Rechtsschutzversicherung...
Und mir ist auch bekannt, dass er mit seinem letzten Vermieter vor Gericht war (wegen Kautionsrückzahlung), und dort verloren hat...

Gruss,
Werner
04.08.2007, 12:06 von CMAX_65
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Hallo,

So allmählich wirds "schwer" bei so vielen Fragen:

Ich gehe mal davon aus dass der Typ im Mieterbund ist. Also zahlt zunächst seine Versicherung (Mitgliedsbeitrag) und dann kommt es darauf an, wie der Streit weitergeht.....

MFG
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