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23.02.2007, 10:36 von ubsProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wer kennt sich aus mit Haftpflichtschäden??
Folgender Sachverhalt:
Eine Kundin eines Kiosks ist über die Türschwelle gestolpert.
die Türschwelle ist etwas höher als normal, Estrich zu niedrig oder was auch immer, jedenfalls vorsorglich mit einer reflektierenden rot-weißen Folie und Schildern ,,Vorsicht Stufe" gekennzeichnet. Trotzdem ist nun dieser Unfall passiert.
Die Kundin hat sich leider ziemlich verletzt, da sie bei dem Sturz eine Bierflasche trug und in die ist sie quasi hineingefallen. Hat sich die Hand so schlimm aufgeschnitten, dass 2 Finger der Hand nicht mehr ganz funktionsfähig sind.
Zunächst ist sie an mich als Hauseigentümer herangetreten, meine Versicherung hat die ,,Anfrage" jedoch abgelehnt, mit dem Argument, es sei ja alles vorhanden, was auf eine Stolperfalle hinweise.
Als dann bei mir ,,nichts zu holen" war, versucht es die Geschädigte nun beim Kiosk- Pächter.
Dem ist das Ganze natürlich sehr unangenehm, zumal er erst seit 3 (!) Monaten dieses Ladenlokal gemietet hat.
(Den Kiosk gibt es übrigens seit fast 10 Jahren und es ist niemals etwas passiert, aber das ist zweitrangig.)
MEINE FRAGE: Wer ist denn nun in die Haftung zu nehmen?
Oder ist es einfach auf die - Entschuldigung - Baseligkeit der Geschädigten zurückzuführen??
Vielleicht kann mir jemand helfen, Tipps geben o.ä., der ähnliche ERfahrungen gemacht hat oder sich auskennt.
Alle 20 Antworten
26.02.2007, 12:17 von ubs
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Hallo MarieP,
die Geschädigte kam in meinen Laden und gab mir ein Schreiben, in dem sie alles ,,zusammengefasst" hatte, mit Uhrzeit, Verletzung etc. Das war eigentlich nur ein normaler Brief, der an mich gerichtet war. Fand' ich sowieso etwas seltsam, ihr ganzes Verhalten und so...
Ich hab' dann dieses Schreiben an meine Versicherung weitergeleitet und daraufhin hat meine Versicherung sich dann mit ihr ,,auseinandergesetzt", soll heißen, Vers. hat geschrieben, dass alles ordnungsgemäß und verkehrssicher beschildert ist. (Folie und Schilder Vorsicht Stufe.)
und sie daher hätte einfach besser aufpassen müssen.
Mehr kann ich doch dann wirklich nicht tun ?! Oder soll ich das Haus absenken??
Gruß ubs
23.02.2007, 19:05 von Cora
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Hallo

nun ja, ob ich eine Bierflasche lose in der Hand tragen, in einer Tüte oder einen ganzen Kasten schleppe - das ist meine Entscheidung.

Stimme aber MarieP zu, Versicherung angefragt werden (schriftlich) und um schriftliche Stellungnahme gebeten werden.

In welcher Art und Weise ist die Verunfallte denn an Sie herangetreten?

Gruß
23.02.2007, 17:23 von Betroffen07
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Slso ich denke mir ganz einfach: Da die etwas aus der Norm geratene Stufe als so gekennzeichnet,also als Gefahrenstelle gekennzeichnet, ist die Kundin nicht am Umfall unschuldig. Daher sollte sie Ihre Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Das aber auch ein Schaden durch eine lose getragene Bierflasche mit möglichen langfristigen oder bleibenden Folgen, ist auch im Verhalten der Kundin zu suchen. Also auch hier Unfallversicherung derKundin einschalten. Ansonsten könnte auch die Unfallhaftpflicht des Mieters auf Kulanzbasis angefragt werden.
Betroffen07
23.02.2007, 15:08 von MarieP
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Hallo ubs

Zitat:
Zunächst ist sie an mich als Hauseigentümer herangetreten, meine Versicherung hat die ,,Anfrage" jedoch abgelehnt, mit dem Argument, es sei ja alles vorhanden, was auf eine Stolperfalle hinweise.




Die Dame ist persönlich an dich herangetreten - nicht ihre Krankenversicherung etc.
Was wollte sie? Schmerzengeld ... etc?

I.d.R. ist es so. Es wird eine Anfrage von der Krankenkasse gestellt an dich als Hauseigentümer od. die Krankenkasse fragt nach deiner VS. Diese Anfrage leitest du weiter an deine Versicherung: Die beiden Krankenkasse der Damen und deine Versicherung kommen schon auseinander.
Möchte die Dame Schmerzengeld, Verdienstausfall etc. haben, mag sie ihre Forderung formgerecht über Ra stellen.
Auch das leitest du an die Versicherung weiter.

Wenn hier Eigenverschulden der Dame nachgewiesen wird, gibt es auch keinen Ersatzanspruch.
23.02.2007, 14:53 von Ich
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DAS glaub ich nun nicht. Wenn in meinen Geschäftsräumen jemand stolpert und sich den Arm bricht, dann ist meine Betriebshaftpflicht schadenersatzpflichtig!
23.02.2007, 14:53 von johanni
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Hallo,

Ansprüche an eine Versicheurng stellt man immer schriftlich. Erst wenn dann eine schriftliche Stellungnahme der Gesellschaft vorliegt, kann man sich mit dieser auseinanderetzen.

Wenn in diesem Fall die Gesellschaft tel. mitteilt, sind nicht zuständig, ist dies der klassiche Fall! Hier wird die Unerfahrenheit des Versicherungsnehmers arg ausgenutzt!Der Sachbearbeiter freut sich, ohne Arbeit einen Vorgang ganz schnell vom Tisch zu haben.

Also auf jedem fall Stellungnahme der Versicherung schriftlich abfordern.

LG Johanni
23.02.2007, 14:44 von Susanne
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Zitat:
Zunächst ist sie an mich als Hauseigentümer herangetreten, meine Versicherung hat die ,,Anfrage" jedoch abgelehnt, mit dem Argument, es sei ja alles vorhanden, was auf eine Stolperfalle hinweise.


Warum sollte denn die Versicherung, sofernd der Mieter eine hätte, etwas anderes sagen ????
Warum hat denn die Versicherung nicht gesagt, dass die Anfrage abgelehnt würde, weil die Versicherung des Mieters dafür aufkommen müsse?

Ich denke eigentlich, dass es eindeutig ist: es ist weder die Versicherung des Eigentümers noch die des Mieters zuständig.
23.02.2007, 14:37 von Augenroll
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Zitat:
Und was dann, wenn er keine hat???


Zitat:
Ja, das würd' mich auch interessieren.
Muss er dann persönlich haften??


Zitat:
Und was ist, wenn er nicht so viel Geld hat?


Also soetwas von erwachsenen (gestandenen) Geschäftsleuten zu lesen, erschüttert mich jetzt schon etwas. Oder waren das Scherzfragen??

23.02.2007, 14:33 von Cora
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Hallo

wenn die "Gefahrenquelle" ordnungsgemäß gesichert ist und darauf hingewiesen wird, müsste sich die Geschädigte eigentlich eine Mitschuld anlasten.

Bin mir aber nicht sicher, auch nicht, wer nun Ansprechpartner ist, Vermieter oder Mieter. Hier handelt es sich ja nicht darum, dass der Mieter ggf. etwas verändert , sondern die Mietsache so übernommen hat und für die baulichen Gegebenheiten ist m.E. der Vermieter zuständig.

"Bierflasche in der Hand"...leere oder volle?
Der Zustand der Bierflaschenhalterin könnte ja auch wichtig sein.

Gruß

23.02.2007, 14:23 von cavalier
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Hallo,

Zitat:
das Beispiel zeigt aber auch wieder auf, dass Vermieter ihre Gewerbemieter undbedingt auf einen ausreichenden Versicheurngsschutz ansprechen sollten.

nicht nur Gewerbemieter.

Habe vor einiger Zeit hier mal geschrieben, dass ich dieses in mein Übergabe-Formular übernommen habe.
Wurde hier z.T. als Unsinn und überflüssig dargestellt.

Immer noch Unsinn und überflüssig?
23.02.2007, 12:53 von ubs
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Hallo,
danke für die schnellen Antworten.
Man wird dann wohl abwarten müssen, wie sich die Dinge
jetzt entwickeln.
Tut mir nur so leid für den Mieter, ist wirklich ein Netter.
Aber wie das eben so ist.....

23.02.2007, 12:17 von johanni
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Hallo,

das Beispiel zeigt aber auch wieder auf, dass Vermieter ihre Gewerbemieter undbedingt auf einen ausreichenden Versicheurngsschutz ansprechen sollten.

LG Johanni
23.02.2007, 11:57 von MarieP
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Hallo ubs

Zitat:
Und was ist, wenn er nicht so viel Geld hat?
Ich denke, da ist dann nicht nur das Schmerzensgeld für die Geschädigte, sondern auch andere Institutionen wie Krankenkasse o.ä. werden ,,anklopfen", oder??



dann hat er erst mal die nette A.... karte.
Es wird dann wohl ggf. gerichtlich geklärt werden müssen.
23.02.2007, 11:54 von ubs
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Und was ist, wenn er nicht so viel Geld hat?
Ich denke, da ist dann nicht nur das Schmerzensgeld für die Geschädigte, sondern auch andere Institutionen wie Krankenkasse o.ä. werden ,,anklopfen", oder??
23.02.2007, 11:47 von MarieP
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Hallo ubs

Zitat:
Ja, das würd' mich auch interessieren.
Muss er dann persönlich haften??



eigentlich logisch.
Wenn jemand an einen anderen einen berechtigten Schadenersatzanspruch stellt. Dieser nicht gegen solche Schäden versichert ist, selbst in die Tasche kommen muss.
23.02.2007, 11:44 von ubs
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Ja, das würd' mich auch interessieren.
Muss er dann persönlich haften??
23.02.2007, 11:34 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Der Kioskbetreiber muss für einen solchen Fall eine Haftpflichversicherung haben, diese muss dann den schaden regulieren.


Und was dann, wenn er keine hat???

LG Johanni
23.02.2007, 11:31 von Ich
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Der Kioskbetreiber muss für einen solchen Fall eine Haftpflichversicherung haben, diese muss dann den schaden regulieren.
23.02.2007, 11:04 von cavalier
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Hallo ubs,

Zitat:
Wer ist denn nun in die Haftung zu nehmen?

Der Mieter, da es ja in seinem Laden passiert ist.
23.02.2007, 10:55 von Dernie
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Hmmm, vielleicht kann man mal bei der Betriebshaftpflicht des Kiosk-Betreibers nachhaken, so er denn eine hat.

Gruß,
Dernie
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