> zur Übersicht Forum
02.07.2008, 22:08 von ebiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|welche Rechte hat der Mieterbund ?
Hallo,
jeder kennt es und jeder ärgert sich über die doch so häufigen, den Sachverhalt nicht treffenden Schreiben des Mieterbundes.
Das erzeugt Ärger, Arbeit, Portokosten und häufig ein anschliessend völlig getrübtes Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter. Ist es überhaupt erforderlich oder rechtlich bedeutsam diesem Verein zu antworten. Was passiert, wenn man es nicht tut. Gerichtlich vertreten dürfen diese zahllosen Vereine ja ohnehin nicht. Wer hat Erfahrungen damit gemacht, jeglichen Schriftwechsel mit diesen Leuten generell abzulehnen.
Ich freue mich auf Antworten
Alle 3 Antworten
10.07.2008, 11:54 von CMAX_65
Profil ansehen
Zitat:
Original geschrieben von sunny1
Hallo Jörg,
ich kann Dir nicht ganz recht geben. Ich erwarte von meinen Mietern,dass sie mich ansprechen, bevor sie mir den Mieterbund auf den Hals hetzen.

Hallo Ebi,
ich würde an Deiner Stelle im Gegenzug zu Haus und Grund gehen. Die haben-wenn Du nicht glücklicherweise selbst Anwalt bist-einfach bessere Möglichkeiten als Du.
Jede Stellungnahme, die Du selber abgibst, kann Deinem Anwalt, wenn es "hart auf hart" kommt, das Leben schwer machen.
Bei diesen Geschichten ist große Vorsicht gebote: der Verein darf den Mieter natürlich nicht gerichtlich vertreten, wohl aber die Anwäte, die dort eine kostenlose Rechtsberatung anbieten, in der Hoffnung, sich Mandanten an Land zu ziehen. Darauf kannst Du über Haus und Grund reagieren. Die machen für Deine Seite nämlich genau das Gleiche.
Grüßle
sunny

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der örtliche Mieterverein auch nur mit Wasser kocht. Wenn man sachlich und fundiert argumentiert und wenn der Mieterverein merkt, dass der Gegenpart kein "Hobbyvermieter" ist, kommt man gegenenfalls sehr schnell zum Punkt und der MV macht ein realistisches Angebot bzw.stellt eine realistische Forderung.

Was bzw. wie stellt sich denn die Situation für den Mieterverein dar ?

Jahresbeitrag vielleicht € 50 - € 100 oft inclusive einer Rechtsschutzversicherung. Dafür muss sich der Beratungsaufwand in Grenzen halten, sonst machen die miese Zahlen.

Der Mieterbund wirbt z.B. er wäre der grosse Streitschlichter, ca. 90 % aller Angelegenheiten würden aussergerichtlich erledigt.

Logisch, weil die auch keinen Bock auf Risiko haben und oftmals selbst wissen, dass Ihre Position gegebenenfalls in einem Gerichtsverfahren nicht, oder nur teilweise haltbar ist !

Also sind sie generell auch auf einen Vergleich aus, lässt sich ja auch prima gegenüber einem Mitgleid verkaufen. "Wir konnten für sie ja was erreichen......"

Nochmals Fazit, und ich habe schon öfters mit unterschiedlichen Mietervereinen zu tun gerhabt, die haben sicher auch nicht den Stein des Weissen....

Je besser man/Vermieter organisiert und informiert ist, sei es durch HUG, Internet, Fachliteratur und durch Fortbildungen und gegebenenfalls durch Anwälte, desto realistischer kann man einschätzen, wann der Mieterverein blufft und wann er u.U. auch Recht hat.

Dann muss/sollte man aber auch die Grösse als VM haben, dies anzuerkennen (z.B. berechtigte Mängel). Manche VM sind da nicht flexibel genung.

MFG
09.07.2008, 22:17 von sunny1
Profil ansehen
Hallo Jörg,
ich kann Dir nicht ganz recht geben. Ich erwarte von meinen Mietern,dass sie mich ansprechen, bevor sie mir den Mieterbund auf den Hals hetzen.

Hallo Ebi,
ich würde an Deiner Stelle im Gegenzug zu Haus und Grund gehen. Die haben-wenn Du nicht glücklicherweise selbst Anwalt bist-einfach bessere Möglichkeiten als Du.
Jede Stellungnahme, die Du selber abgibst, kann Deinem Anwalt, wenn es "hart auf hart" kommt, das Leben schwer machen.
Bei diesen Geschichten ist große Vorsicht gebote: der Verein darf den Mieter natürlich nicht gerichtlich vertreten, wohl aber die Anwäte, die dort eine kostenlose Rechtsberatung anbieten, in der Hoffnung, sich Mandanten an Land zu ziehen. Darauf kannst Du über Haus und Grund reagieren. Die machen für Deine Seite nämlich genau das Gleiche.
Grüßle
sunny
03.07.2008, 17:24 von jstroisch
Profil ansehen
Hallo Ebi,
mal ganz neutral betrachtet verstehe ich Dein Ziel nicht. Wenn Du einfach nicht auf ein Schreiben des Mieterbundes antwortest, der ja Deinen Mieter zunächst per einfacher Rechtsberatung vertritt, ist dies sicherlich auch nicht besser für das Verhältnis Mieter - Vermieter.

Und so wie ich das sehe, kann ein Mieterbund sehr wohl den Fall an einen Rechtsanwalt übergeben, siehe dazu beispielsweise http://www.mieterbund-owl.de

Grüße, Jörg Stroisch
- Moderator -
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter