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20.02.2007, 14:34 von villaportaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|WEG-Verwalter wie kündigen?
Liebe Forumsgemeinde,

in einer WEG-Anlage (21 WE), in der ein Bekannter von mir wohnt, herrscht ein Verwalter, der auch einen erheblichen Miteigentumsanteil besitzt.

Jetzt regt sich erheblicher Unmut in der WEG, weil die Abrechnungen dubios sind, der Verwalter schwer zu erreichen ist, nur sehr zögerlich auf Anfragen oder Probleme reagiert usw.

Leider ist es bisher nicht gelungen, einen Blick in den Verwaltervertrag zu werfen, der Verwalter hat ihn bisher nicht rausgerückt.

Meine Fragen sind: aus welchen ausserordentlichen Gründen kann man einem Verwalter kündigen? Fristlos? Mit welchem Instrument? Mit welcher Mehrheit?

Ich danke für Eure Ratschläge!! Wir versuchen seit 4 Monaten in dieser Sache weiterzukommen, aber wir haben bisher so gut wie nichts erreicht.

Viele Grüsse

Villaporta
Alle 16 Antworten
21.02.2007, 23:36 von MarieP
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Hallo Villaporta

Der Verwaltervertrag ist nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben die Bestellung aber schon. Hier sollte unterscheiden werden und nicht auf den Vertrag fixiert werden.

Bleibt also festzustellen wann er gewählt bzw. bestellt wurde.
Der Bestellzeitraum darf 5 Jahre nicht überschreiten, nach 5 Jahren muss neu gewählt/bestellt werden.
Hierzu § 26 WEG!

Den Verwalter schriftlich mit Fristsetzung auffordern, seine ordnungsgemäße Verwalterbestellung vorzulegen, sowie die aktuelle Eigentümerliste. Wenn ihr was nachweisen wollt, müsst ihr schon eure Tätigkeiten nachweisen können.
21.02.2007, 23:27 von villaporta
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Hallo Marie,

danke für deine Hinweise, das hilft schon weiter! Das mit dem Online-Grunbuch gibts hier auch, aber man muss angemeldet sein. ich denke, dass lohnt sich für mich nicht.

Ich habe vorhin ein paar Unterlagen per email erhalten:

diverse Wi-Pläne, aber keine einzige Abrechnung. Einen HV-Vertrag (sentwurf) von 1998, befristet bis 2003, allerdings ohne Unterschrift. ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Verwalter derzeit einfach ohne Vertrag tätig ist. Das hat nur noch keiner gemerkt.

Der Bauunternehmer/Architekt, der die Fabriketagen ausgebaut hat, hatte den Verwalter auch schon nach dem Vertrag gefragt, daraufhin meinte der: das könne er jetzt nicht so schnell, das würde einige Wochen (!) dauern, den Vertrag rauszusuchen!

Eine Abrechnung habe ich auch noch nicht erhalten können.

Mal sehen, wie es weitergeht.

Vielleicht schaffen wir es ja demnächst den Beirat ausfindig zu machen.

Viele Grüsse

Villaporta
21.02.2007, 22:01 von MarieP
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Hallo

da fällt mir noch ein.

hier NRW möglich

elektronisches Grundbuch ermöglich online Einsicht.
Müsste es in Berlin doch auch geben!?
21.02.2007, 13:32 von MarieP
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Hallo Villaporta

durch Mehrheitsbeschluss

§ 26 WEG Abs. 1

Die Bestellung des Verwalters vom Gesetz zwingend vorgeschriebenen Verwalters erfolgt durch Mehrheitsbeschluss der Versammlung ohne Bindungswirkung für den Verwalter. Erst wenn der Verwalter diesen Antrag der WEGem. annimmt, kommt die Bestellung rechtswirksam zustande. Der Zeitraum für eine Verwalterbestellung ist seit 1973 auf max. 5 Jahre begrenzt. Beschränkungen des gesetzlichen Pflichtenkreises nach § 27 Abs. 1 WEG des Verwalters sind nicht zulässig, z. B. er soll nur die Buchhaltung erledigen, über Instandsetzungsmaßnahmen entscheidet der Beirat etc., Die Abberufung eines Verwalters kann nicht muss auf das Vorliegen eines "wichtigen" Grundes beschränkt werden. Ein wichtiger Grund wäre Veruntreuung, Tätlichkeiten des Verwalters etc.. Ist die Begründung strittig, muss auf Antrag der WEG-Richter darüber entscheiden.

21.02.2007, 11:25 von villaporta
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Hi Marie,

mein Bekannter hat sich Ende 2005 zwei Fabriketagen in der Wohnanlage gekauft. Er hat diese dann in Eigenregie mit Firmen ausgebaut. Schon für diese völlig heruntergekommenen Einheiten hat er mE viel zu viel bezahlt.

Er hat die ganze Zeit brav sein Wohngeld bezahlt und nicht gross nachgefragt, weil er eben keine Ahnung hatte. Erst jetzt wird langsam klar, dass diese ganze WEG nicht ganz koscher ist.

Er war nicht auf der letzten WEG-Versammlung im August 06, hat wahrscheinlich nicht gewusst, dass es wichtig sein könnte, dorthin zu gehen.

Zu dieser Versammlung habe ich nur das Einladungsschreiben, leider nicht das Protokoll. Auf dem Einladungsschreiben wird ausdrücklich auf den Personenkreis, der zur Vertretung berechtigt ist hingewiesen: Verwandte in gerader Linie, Ehepartner oder der Verwalter.

Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, durch das haus zu laufen um an Informationen ranzukommen. zunächst einmal geht es schneller.

Ich glaube auch, dass es sehr viele WEG gibt, wo nicht alle Miteigentümer bekannt sind. Wenn die Verwaltung anständig arbeitet und es keine Probleme gibt, ist es ja auch nicht erforderlich.

Trtzdem nochmal meine Frage:

Wieviel Prozent braucht es, um den Verwalter loszuwerden?

Viele Grüsse

Villaporta
21.02.2007, 11:05 von MarieP
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Hallo

Ein bisschen schwer zu verstehen.

Ist dein Bekannter erst seit kurzen Eigentümer.
Wann war die letzte WEGem. Versammlung, in der Regel wird hier eine Anwesenheitsliste geführt. Mit Angabe von Namen, Miteigentumsanteil und Unterschrift.
Dann ist (auch wenn evtl. nicht aktuell) immer noch das Grundbuchamt da.

Zum Verwaltervertrag - seid ihr sicher dass überhaupt einer vorhanden ist.

Sorry, aber ist für mich nicht nachvollziehbar, da läuft ein Eigentümer durch 21 WE um herauszufinden, wer seine Miteigentümer sind. Der Gang zum Grundbuchamt ist einfacher.
21.02.2007, 10:27 von villaporta
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Hi Marie,

mein Bekannter klingelt sich durch die Wohnanlage, stellt aber fest, dass viele nur Mieter sind, die die Wohnungen von der HV angemietet haben und die garnicht wissen, wer der Eigentümer ihrer Wohnung ist. Einige Eigentümer wohnen aber doch dort und die sind mehrheitlich unzufrieden. Diesen Sack Flöhe müssen wir erst einmal zubinden.

Eine Wiegrosse Mehrheit braucht man denn, um den Verwalter, wenn man ihm unlauteres Handeln nachweisen kann, zu entheben?

Viele Grüsse

Villaporta
21.02.2007, 10:18 von MarieP
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Hallo

Zitat:
in einer WEG-Anlage (21 WE),

Zitat:
herrscht ein Verwalter, der auch einen erheblichen Miteigentumsanteil besitzt.



Zitat:
Langsam kristallisiert sich aber heraus, dass doch die Mehrheit der Eigentümer, mit denen wir sprechen (bisher 3 oder 4), sehr unzufrieden ist


wo ist der Rest? HV Eigentümer?
21.02.2007, 09:51 von villaporta
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Hallo liebe Leute,

danke für Eure zahlreichen Antworten!

Was Vermieterheini schreibt, ist Teil des Problems, tw. stimmen die Anschriften nicht.

Wir hatten ja gehofft, die Informationen vom Verwalter OHNE einen RA bemühen zu müssen, zu kriegen.

Leider ist mir immer noch nicht klar, wieviele der Eigentümer/MEA auf unserer Seite sein müssten, damit wir den Verwalter ggf gegen seinen auf z. B. 5 Jahre geschlossenen Vertrag loswerden können.

Langsam kristallisiert sich aber heraus, dass doch die Mehrheit der Eigentümer, mit denen wir sprechen (bisher 3 oder 4), sehr unzufrieden ist. Sie haben bloss alle wenig Ahnung und Angst etwas zu unternehmen.

Viele Grüsse

Villaporta
20.02.2007, 21:34 von Vermieterheini1
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Nachdem die Moderatoren nicht gewillt sind User, wie Augenrolls, HaJos, usw. aus dem Forum zu schmeißen und all deren "Kotze" zu löschen müssen ALLE meine Beiträge unwiderbringlich gelöscht werden!
Ich kann diese Beiträge/Infos NICHT wieder herstellen/einstellen!

Solange Asoziale, wie Augenrolls, HaJos, usw. im Forum sind, kann es keine Beiträge von mir geben.
20.02.2007, 17:20 von MarieP
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Hallo Villaporta

Zitat:
Liebe Forumsgemeinde,

in einer WEG-Anlage (21 WE), in der ein Bekannter von mir wohnt, herrscht ein Verwalter, der auch einen erheblichen Miteigentumsanteil besitzt.

Jetzt regt sich erheblicher Unmut in der WEG, weil die Abrechnungen dubios sind, der Verwalter schwer zu erreichen ist, nur sehr zögerlich auf Anfragen oder Probleme reagiert usw.

Leider ist es bisher nicht gelungen, einen Blick in den Verwaltervertrag zu werfen, der Verwalter hat ihn bisher nicht rausgerückt.

Meine Fragen sind: aus welchen ausserordentlichen Gründen kann man einem Verwalter kündigen? Fristlos? Mit welchem Instrument? Mit welcher Mehrheit?

Ich danke für Eure Ratschläge!! Wir versuchen seit 4 Monaten in dieser Sache weiterzukommen, aber wir haben bisher so gut wie nichts erreicht.




Was willst du dir da selbst antun. Sind die Eigentümer auf dich zugekommen od. nur dein Bekannter?



Ich seh das genau so wie Fixfeier
Allerdings ist hier die Grundbucheinsicht nicht mehr kostenfrei. Wie es in Berlin aussieht weiß ich nicht.

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Bevor du als neuer Verwalter mitmischt, sollten die Eigentümer, welche einen HV-Wechsel anstreben, in die Hufe kommen.

20.02.2007, 16:20 von johanni
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Hallo Villaporta,

am schnellsten und ohne Vorkosten kommst Du an rechtssichere Auskünfte über das Amtsgericht. Der dort zuständige Rechtspfleger wird Dir weiterhelfen. Aber Unterlage nicht vergessen!

LG Johanni
20.02.2007, 16:14 von Jobo
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@hallo villaporta,

hoffe mal, das die "Ausländer" trotzdem Interesse haben einen Verwaltungsbeirat zu wählen, dies kann man ja im Vorfeld im Haus mal abfragen. Nun juristisch sattelfest bin ich nicht, aber eine Abrechnung die nicht bei einer Eigentümerversammlung genehmigt wurde ? würde ich nicht akzeptieren.
Auf jeden Fall kannst Du im Grundbuchamt die Teilungserklärung und die Eigentümerliste einholen.
Wenn du der Meinung bist es gibt genügen Miteigentümer die dich unterstützen, würde ich dem Verwalter mitteilen, dass er entsprechenden Verpflichtungen nach zu kommen hat (Wirtschaftsplan, Belegprüfung, ETG Versammlung einberufen etc.). Meldet er sich nicht, dann ab zum Anwalt.
Solltest Du merken dass Ihr "Einzelkämpfer" bleibt, dann direkt zum Anwalt.
Es kommen bestimmt noch ein paar Infos zum WEG Gesetz.
MfG
Jobo

20.02.2007, 16:09 von Fixfeier
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Hallo,

beim Grundbuchamt der Wohnanlage kann man sich die Eigentümerliste zusammenstellen, die Miteigentumsanteile feststellen und eine Teilungserklärung besorgen(wenn sie fehlt). Damit man einmal nachsehen kann, was zur Abstimmung, dem Stimmrecht und der Eigentümerversammlung geregelt ist.

Wenigstens zu diesen Fragen sollte man Bescheid wissen wenn man ein solches Projekt angehen will.

Gruß
20.02.2007, 15:46 von villaporta
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Hi Jobo,

das kann ich leider nicht genau sagen, weil ich keine Eigentümerliste habe. Der jetzige Verwalter hat das Gebäude nach WEG aufgeteilt und dann die Wohnungen einzeln verkauft.

Mir wurde gesagt, dass er mehr als 50 % hat, es kann aber mittlerweile auch weniger sein, falls er weitere Wohnungen verkauft hat.

Er hat offenbar vorzugsweise an Ausländer verkauft, die keinen Ahnung haben vom dt. WEG-Recht. Dito mein Bekannter, der ist Amerikaner und merkt erst so langsam, was er sich da ans Bein gebunden hat....

Viele Grüsse

Villaporta
20.02.2007, 14:37 von Jobo
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Zitat:
erheblichen Miteigentumsanteil besitzt.


@villaporta,
wie erheblich ist denn der Anteil ? Über 50 % oder darunter !
Jobo
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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