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20.06.2005, 16:27 von scientiaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|wasserschaden
Bei der Bauabnahme einer Wohnung auf der 2 Etg eines Altbaues wird festgestellt, daß sich an der Decke von kÜCHE UND Wohnzimmer ein Wasserschaden befindet.
Eine erste telefon. Anfrage bei der darüberliegenden Mietpartei ergibt keine Auffälligkeiten.
Installateur wird eingeschaltet, der u. a. die in diesem Bereich gelegene Duschtasse der darüberliegenden Etage öffnet. Kein Hinweis auf Baumangel, alles o. k.
Jetzt erst erklärt die Mieterin dem Installateur, daß ein Wassereimer durch ein zu Besuch gewesenes Kind am Vortage umgefallen sei.
Vermieter bittet die Mieterin, dies ihrer Haftpflicht zu melden. Mieterin hat nur Hausratversicherung und meldet dieser, daß der Anschlussschlauch der Waschmaschine defekt sei.
Schaden von Versicherung besichtigt.

Diese ist nur bereit ca. 60 Prozent der Kosten nach Kostenvoranschlag ( die Wohnung ist gerade neu saniert worden, Schaden fiel bei Bauabnahme auf!) zu entrichten, der Vermieter könne ja die vermieterseitige Gebäudeversicherung einschalten.
Diese lehnt natürlich ab, und gibt dies - verständlicherweise- auf Wunsch des Vermieters schriftlich.
Mieterin bekommt nur den Teilbetrag der GEsamtkosten d. h. 60 Prozent ausgezahlt.

Da die Mieterin finanziell nicht in besten Verhältnissen lebt, lebenspraktischer Rat gefragt: Sollte man überhaupt mit der Mieterin in eine weitere Auseinandersetzung gehen oder zufrieden sein, wenn die den Teilbetrag überweisst.
Gibt es eine Möglichkeit, sich zumindest formal von der MIeterin "bestätigen" zu lassen, daß mit der Teilzahlung nicht alle Ansprüche beseitigt sind.

Bisher habe ich mich in Mietangelegenheiten mit dem Forum gut behelfen können , in diesem Fall frage ich um meine Haltung noch zu untermauern. Danke
scientia
Alle 6 Antworten
30.06.2005, 15:57 von Tanja
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Hallo Nachtfee,

Hausrat-bzw.Haftpflicht zu teuer?

Aber nicht doch!!
Außerdem braucht die der Mieter nicht unbedingt, und die Hausrat zahlt nur das Inventar, also des Mieters Eigentum.

Es genügt für einen Mieter eine normale Prvathaftpflichtv.
Kostet ab 50.-€ p.a. und meistens sind Mietschäden bis 50.000.-€ versichert. Muß halt vorher abgeklärt werden.

Tanja
30.06.2005, 00:01 von Nachtfee
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Hallo Rita,

das mit der Haft- bzw. Hausratversicherung ist ja eine tolle
Sache, nur immer weniger Mieter haben so etwas und natürlich
auch kein Eigenkapital für einen entstandenen Schaden.
Es müßte Gesetz werden, dass Mieter eine Haft- bzw. Hausratversicherung abschließen. Nur dieses Gesetz gibt es nicht und zwingen kann man sie auch nicht. Vor allen Dingen
sind diese Versicherungen recht teuer geworden bei Neuabschlüssen und auch die zu erbringende Leistung ist geringer geworden. Fazit: Da bleibt der Vermieter mal wieder auf den Kosten sitzen.
Grüße Nachtfee
29.06.2005, 19:28 von scientia
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Die Wohnung war neu !!! renoviert, es hatte noch keine Bauabnahme stattgefunden!!

Gruess scientia
29.06.2005, 18:19 von Kasperkopf
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Hallo Scientia,

hätte Deine Mieterin eine Haftpflichtversicherung gehabt, hätte die eventuell auch nur einen Teil des Schadens bezahlt, da eine Haftpflicht immer nur den Zeitwert ersetzt. Will heißen: Lag das letzte Streichen der Decke schon drei Jahre zurück, kann sich die Haftpflichtversicherung auf den Standpunkt stellen, dass nach üblicher Renovierungsfristenklausel alle fünf Jahre zu streichen wäre, demnach hätte sie nur 2/5 zu bezahlen. So gesehen, bist Du mit 60 % gut bedient. Hängt jedoch stark von der Versicherung ab. Ich selbst hatte mal mit einem Mieter einen ähnlichen Schaden, die haben tatsächlich alles bezahlt. Bei ruinierten Teppichböden erlebe ich immer wieder, dass die Haftpflichtversicherungen starke Abschläge vornehmen.

Erlaube mir noch den Hinweis, dass auf Versicherungsbetrug bis zu 5 Jahre Gefängnis steht, ist also kein Kavaliersdelikt.

Zudem lasse ich mir immer eine Kopie der Haftpflichtversicherung geben. Ist zwar keine Garantie, dass der Mieter die auch weiterhin bezahlt und nicht kündigt aber besser wie nichts. Im Zweifelsfalle jedes Jahr einen Nachweis zeigen lassen vom Mieter.

Gruß

Kasperkopf
21.06.2005, 10:37 von Rita
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Da war die Hausratversicherung deiner Mieterin ja recht kulant ...
Trotzdem musst du es nicht auch sein bzw. hast Anspruch auf vollen Ersatz des dir verursachten Schadens.

Die scheint ja nicht nur finanziell sondern auch geistig nicht in besten Verhältnissen zu leben. Warum um Himmels Willen läßt man einen Eimer Wasser herumstehen, wenn Kinder zu Besuch sind?

Und noch dazu hat deine nette Mieterin dich angelogen und dadurch den Schaden noch erhöht -> Öffnung der Duschtasse zwecks Ursachenforschung.

Neee - wer so sorglos mit fremdem Eigentum umgeht, der muss auch die Folgen tragen. Als Zukunftsvorsorge würde ich evtl. sogar auf eigene Kosten eine Haftpflichtversicherung für sie abschließen - wer weiß, was da noch alles auf dich zukommt ...

20.06.2005, 16:47 von KleinesArschloch
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MAHLZEIT.

Ganz schön schräg, Deine Mieterin.

Halte Dich aus diesem Versicherungsbetrug heraus.

In Deinem Fall, nach erfolgter Renovierung oder Sanierung, ist der Schaden in voller Höhe zu begleichen.

Mache diesen Anspruch gegenüber Deiner Mieterin in voller Höhe geltend.

Sollte Teilzahlung geleistet werden, sind diese von der Gesamtschuld abzuziehen.

Lieben Gruß

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