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21.07.2007, 22:18 von kathi2007Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wasserschaden durch Mieter
Hallo an alle,
bin ganz neu hier angemeldet weil wir ein bisschen Ärger haben und ich gerne jemand zum Erfahrungsaustausch hätte und auch etwas Dampf ablassen muss, bin nämlich auf 180.

Kurz zu mir: Wohne in einem Vierfamilienhaus, dass meiner Mutter gehört, und bei dem ich teilweise die Hausverwaltung mache, da es so praktischer ist.
Das ist passiert: Gestern abend wurde ich von der Mieterin des EG angesprochen, dass sie einen Wasserschaden an der Decke/Wand ihrer Toilette hat, die von der unfachgerecht angeschlossenen Abwasserleitung der Waschmaschine der drüber liegenden Wohnung verursacht wird (dies weiss sie, da der Schaden schon seit über 1 Jahr besteht --gut dass man als Vermieter so schnell informiert wird).

Das die Waschmaschine nicht fachgerecht angeschlossen ist, weiss sie da sie mal einen Handwerker da hatte, der sich die Anschlüsse oben angeschaut hat (und der uns natürlich trotz jahrelanger Zusammenarbeit auch nicht informiert hat)und auch der obige Mieter wurde informiert, was ihn aber nicht interessiert hat, da seine Wohnung ja trocken ist.
Was da oben mit der Waschmaschine passiert ist ist folgendes: Die Waschmaschine steht im Nebenraum der Toilette, der Abwasserschlauch geht in die Toilette und wird bei Bedarf in dieselbige eingehängt (seltsame Konstruktion, da auch die Möglichkeit bestanden hätte die WaMa in die Küche ganz normal mit zu integrieren).
Was hier passieren kann -- und passiert ist-- wenn man mal aufs Klo muss, die laufende WaMa vielleicht gerade Programmpause hat und leise ist und man dann vergisst den Schlauch nach Klobesuch wieder einzuhängen........... von zwei kleinen Kindern, die ja meist auch sehr von Wasserschläuchen fasziniert sind aus denen es sprudelt mal ganz zu schweigen.
Na auf jeden Fall sieht die Toilette im EG katastrophal aus, habs auch fotografiert.
Bin daraufhin auch hoch zum Verursacher (wir stehn schon ne Weile nicht wirklich gut miteinander) und hab ihn gebeten den Schaden zu beheben und die Waschmaschine ordnungsgemäss zu installieren (er hätte sicherlich dazu die Möglichkeit, denn er hat eine sehr umfangreiche Verwandtschaft, die es auch geschafft hat die Dreizimmerwohnung innerhalb von nur zwei Wochen absolut top zu renovieren) worauf von ihm nur kam, dass er zum einen nicht die Möglichkeit hat die WaMa in der Küche zu installieren, da er den Platz benötigt und zum anderen meinte er, dass wir fürs Beheben des von ihm verursachten Schadens zuständig wären, da es ja unser haus ist.
Dass das völliger Blödsinn ist weiss ich natürlich auch, denn für derartig grobe Fahrlässigkeit haftet ein Vermieter nicht (die Haftplichtversicherung des Mieters sicher auch nicht).
Das Ganze geht jetzt erstmal zu RA bzw. am Montag zu Haus und Grund, denn sonst hat das keinen Sinn mehr. Mich würde nur interessieren, ob da jemand schonmal Erfahrungen gemacht hat mit sowas, wielang sich sowas hinziehen kann etc. etc. Andere Frage ist natürlich auch, wie das aussieht mit der Kündigung, denn nach nem Rechtsstreit will ich die sicher nicht mehr im Haus haben.
Zum Glück hat der Mann ne Arbeit, da ist also schon etwas Geld da, aber das können schon relativ hohe Kosten sein inklusive RA , und wenn er seine eigene Schuld gar nicht einsieht kommen noch Gutachterkosten dazu, evtl Laborkosten (um Waschmittelrückstände in der Decke nachweisen zu können) und unter Umständen muss auch am Boden im EG noch was gemacht werden, da das Wasser scheinbar so massiv floss, dass es auch im EG am Boden stand.
Ich bedank mich schon jetztmal für Lesen des Beitrags und noch mehr für hoffentlich einige (positive???) Antworten. Mich regt das immer noch extrem auf obwohls gestern war, denn ich find das eine absolute Unverschämtheit seitens des Mieters.
Liebe Grüsse Kathi
Alle 18 Antworten
24.07.2007, 15:58 von Augenroll
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Zitat:
Meine weitgehend sachlichen Beiträge...


Das ist Ihre Meinung über Ihre eigenen Beiträge.

Ich sehe das anders.
24.07.2007, 15:38 von Vermieterheini1
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Meine weitgehend sachlichen Beiträge mussten wegen Verschmutzungsgefahr durch Augenroll und Konsorten gelöscht werden!
24.07.2007, 15:03 von Cora
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24.07.2007, 15:02 von Augenroll
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Wer möchte, kann sich ja mal die Beiträge von Vermieterheini anzeigen lassen.

Dieser User schreibt nur noch über mich, nichts über Mietrecht! das ist echt schon pathologisch.
24.07.2007, 14:07 von Mortinghale
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Und ?

Das sind immerhin mehr als sechs Monate.

24.07.2007, 13:23 von Vermieterheini1
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Augenroll
Fast 3.000 Schmutz-Beiträge <- SEIT 10.01.2007 !!!
24.07.2007, 12:25 von cavalier
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Statistik Augenroll

aktuell
Beiträge: 2819
Views: 37488
24.07.2007, 12:06 von Cora
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Zitat:
Dafür ist dieses Forum aber nicht gedacht, hier geht es um Mietrecht. Es wird sonst zu unübersichtlich.

Ich empfehle zum "Ausheulen" daher ein Psychologieforum.



"unübersichtlich" ist gar trefflich formuliert, mein lieber augentroll, solltest du vielleicht mal darüber nachdenken, wer hier aus einer einfachen Anfrage einen ellenlangen Thread macht und statt sachliche Hinweise zu geben, mit Rechtschreibehinweisen und sonstigen doofen Kommentaren die Leute nervt.
24.07.2007, 10:48 von Augenroll
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hallo dunkelROOT,

Zitat:
...der gehört zur dummen Seite im Internet...


Seeehhhhhrr schlecht formuliert, wie wäre es mit: "...der gehört zur dummen Seite des Internets..." ???

Beflissene Grüße , löblich Ihr AR

24.07.2007, 09:09 von dunkelROOT
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hallo kathi,

den augenTroll mußt Du konsequent ignorieren, der gehört zur dummen Seite im Internet

dR
24.07.2007, 08:39 von Augenroll
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Zitat:
zuerst einmal haben Sie sich den Frust einmal von der Seele geredet. Dieses muß auch sein.

Dafür ist dieses Forum aber nicht gedacht, hier geht es um Mietrecht. Es wird sonst zu unübersichtlich.

Ich empfehle zum "Ausheulen" daher ein Psychologieforum.
24.07.2007, 08:25 von frischebrise
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Hallo, kathi

eines mußt du wissen:

Du mußt dem M. nachweisen, dass der Schaden in SEINEM Verantwortungsbereich liegt.

Hierzu mußt du dich zunächst entlasten und in deinem Pflichtbereich prüfen ( Zuleitung von Wasser/Abwasser ) dass kein Leck vorliegt.

Also der Nachweis ist wichtig, da der M. sich offenbar dumm stellt und nichts aus sich heraus machen wird.

2. Möglichkeit:

Deine Versicherung anrufen, Leitungswasserschaden melden.
Leckortungsfirma anfordern und kommen lassen.

Diese wird i.d.R. dann keine Mängel feststellen und auch eine Abwasserendokopie durchführen lassen.

Mit dem Protokoll bist du auf der sicheren Seite und entlastet.
Die Kosten trägt dann die Versicherung nicht, nur wenn ein Schaden vorliegt.

Die Kosten sind dann voll dem M. zuzuordnen, da VM seine Mietsache in Ordnung hat.

Ob - bei einem evtl. weiteren Gerichtsverfahren, das Protokoll ausreicht, kann nur der Richter entscheiden.
Wobei ein Beweissicherungsverfahren dann nicht mehr in FRage käme.
Dieses jedoch schützt dich gerichtsfest und eindeutig da es den Istzustand beim M. festhält.

23.07.2007, 22:58 von Cora
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Hallo

zeige deiner Versicherung den Schaden an, du wirst den Schaden ja schildern müssen und dann wird dir die Versicherung schon mitteilen ob sie sich zuständig befindet oder die deines Mieters.

Die Ursache, so wie geschildert, befinde ich als grob fahrlässig und so wird das ggf. die Versicherung auch sehen.

Dann kannst du immer noch entscheiden wie du vor gehst.
Gutachter würde ich erst einmal außen vor lassen, kostet nur Geld. Hingegen würde ich ggf. durch entsprechende Handwerker ein Angebot für die Arbeiten machen lassen, damit du ungefähr eine Schadenhöhe hast.

Aber das wird die Versicherung - falls sie sich zuständig fühlt - selbst veranlassen.

Gruß
23.07.2007, 22:06 von kathi2007
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Hallo,
eine Kündigung der Versicherung will ich natürlich auch nicht und daran, dass der M haftpflichtversichert ist zweifel ich mittlerweile auch (und wenn würd es ihm nichts bringen, da in meinen Augen grobe Fahrlässigkeit vorliegt und die dann nicht zahlen). Aber was ist besser: erst selber Anwalt einschalten und mit Sachverständigen etc. in finanzielle Vorleistung zu gehen oder das die Versicherung machen zu lassen. Sollte je der Schaden doch durch eine defekte Rohrleitung unsererseits entstanden sein (was ich für fast unmöglich halte) so kommt immer noch unsere Versicherung auf und wir hatten keine Kosten für Anwalt etc. Im anderen Fall müssten wir für die Kosten aufkommen. Wie gesagt ich glaub das nicht und wenn ich die Versicherung einschalte, dann ist das ne Sache zwischen meiner Versicherung und dem Mieter. Ist mir lieber als ein von mir ausgelöster Rechtsstreit (und besser abgesichert) oder seh ich das falsch?
Liebe Grüße
23.07.2007, 20:34 von Gicoba
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Den Schaden von meiner Versicherung bezahlen lassen würde ich auch nicht wollen, da diese dann auch ein Kündigungsrecht hat und je höher der Schadensbetrag ist, je eher besteht diese Möglichkeit. Ob der M. allerdings eine Haftpflichtversicherung hat, ist auch nicht sicher. Ich hatte Mieter, die nur ihre Autoversicherungen hatte, sonst nichts, weil das ja nur Geldverschwendung wäre.

Lass Dich insoweit von dem H&G-RA erst mal beraten.
23.07.2007, 17:05 von kathi2007
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Hallo,
vielen Dank schonmal für die Antworten. Scheinbar kann das aber auch etwas anders ablaufen. Nach einem Gespräch mit H+G wurde ein Termin mit denen vereinbart und mir der Name eines Architekten genannt, der den Schaden begutachten soll. Dieser sagte mir, dass ich den Schaden ebenfalls unserer Leitungswasserversicherung melden könne (hätten die von H+G mir eigentlich auch sagen können) Die sagten mir dann, dass sie den Namen der Haftpflicht des M benötigen (mal sehen ob ich die bekomme) und dann den Schaden entweder mit seiner Haftpflicht oder mit ihm abwickeln würden bzw. den Schaden evtl. sogar selber zahlen würden (?????)
D.h. eigentlich kann ich mich aus der ganzen Schadensregulierung völlig raushalten denn alles weitere machen die. Ganz passt mir das ja eigentlich auch nicht, dass unsere Versicherung den Schaden übernehmen würde, denn es ist ja der Mieter verantwortlich.
Den Termin beim H+G Anwalt werde ich trotzdem wahrnehmen, da die Waschmaschine definitiv woanders hingestellt werden muss und blosses Zureden da nicht hilft.
Viele Grüße Kathi
22.07.2007, 11:18 von Cora
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Hallo

frischebrise hat die Möglichkeiten ja schon aufgezählt.
Trotzdem bleibt natürlich der finanzielle Aufwand bei einer solchen Angelegenheit und der ungewisse Ausgang bei einem Rechtsstreit.

Der Mieter kann einen Gegengutachter beauftragen, der zu einem anderen Schluß kommt, möglich ist ja alles.

Wichtig würde ich z.B. finden, dass man Fotos von der "Konstruktion des Wasserschlauches" gemacht hätte, nur zur Sicherheit.

Will dich ja nicht beunruhigen, aber aus einem ganz klaren Sachverhalt (jedenfalls für uns Laien) kann vor Gericht ein unklarer werden.

Gefallen lassen würde ich mir das jedoch auch nicht und mit allen gegebenen Möglichkeiten dagegen vor gehen.

Schönen Sonntag noch
22.07.2007, 09:26 von frischebrise
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Hallo,

zuerst einmal haben Sie sich den Frust einmal von der Seele geredet. Dieses muß auch sein.

Jetzt gilt es aber auch zielgerichtet darauf zu reagieren.

Ein fristloser Kündigungsgrund ist durch das Fehlverhalten des M. jedoch nicht gegeben.

Der M. verstößt klar gegen seine Sorgfaltspflicht, damit kann er abgemahnt werden.

Da er uneinsichtig zu sein scheint und für den Schaden offenbar nicht einstehen will, schlage ich folgende Vorgehensweise vor.

H&G Anwalt mahnt den M. ab und stellt Antrag beim Gericht auf Beweissicherungsverfahren. Das muß schnell gehen und in einem zeitlichen Zusammenhang stehen.
Das Gericht schickt einen zugelassenen SV zur Begutachtung des Schadens.

Die Kosten trägt der Verursacher.
Nach Feststellung durch Gericht anständig Frist einräumen zur Zahlung des Schadens, wenn der M. uneinsichtig bleibt - klagen -

Mehrere Abmahnungen rechtfertigen eine außerordentliche oder hilfsweise ordentliche Kündigung.

Auf diese Klientel kann sicherlich jeder VM gerne verzichten
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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