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18.01.2008, 15:38 von maralenaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wasserklau und Grenzübertretung?
Hallo zusammen,

ich hab da was ganz kompliziertes: eine langjährige Mieterin hat kürzlich den Verdacht geäussert, dass der direkte Nachbar ihre Wasserleitung anzapft, weil der Verbrauch der letzten Jahre nicht stimmen kann (1 Person > 100 m3).

Und da hat sie mE nach vollkommen recht - das kann auch trotz Garten bei heißestem Sommer kaum sein. Unsere Hoffnung ist eine kaputte Leitung, aber ich befürchte, dass unsere Mieterin richtig liegt:

Ein uraltes Haus, welches vor vielen Jahrzenten getrennt wurde und einen gemeinsamen Keller hatte, durch den eine Mauer gezogen wurde. Der Keller unter dem Haus unserer Mieterin ist nicht mehr zugänglich - wir könnten uns Zugang durch die Mauer eines Anbaus verschaffen (indem wir diese einschlagen).

Der Verdacht unserer Mieterin: die alte Mauer, welche beide Haushäften trennt wurde eingeschlagen und unser Keller wird bereits seit Jahren als Keller vom Eigentümer des Nachbarhauses genutzt. (Da gab es schonmal in der Vergangenheit verschiedenste Gerüchte, denen wir aber nicht nachgegangen sind.)

Das wär schonmal der 1. Hammer.

Verdacht Nr. 2: Die durch unseren nicht mehr zugänglichen Keller verlaufenden Wasserleitungen werden vom neuen Besitzer der anderen Haushälfte angezapft.

Das wäre Diebstahl!!

Was tun - einfach die Mauer einschlagen und dann sehen, ob wir plötzlich im "ausgebauten Keller" des Nachbarn stehen oder in unserer hoffentlich noch zugemauerten Tropfsteinhöhle?

Oder einfach hingehen und die Nachbarn direkt ansprechen und fragen, ob wir den Keller mal sehen dürfen??

Das ist eine ganz üble Sache finde ich - wenn der Verdacht haltlos ist, ist es eine grobe Unterstellung und wenn nicht, dann ist das auch der Hammer und wird vermutlich in einem handfesten Nachbarschaftsstreit eskalieren und das ist so ziemlich das übelste, was ich mir vorstellen kann.

Aber einfach alle Augen zudrücken geht ja auch nicht... meine Idee war, erstmal lieber die Mauer unter Zeugen einschlagen und dann sehen, was wirklich los ist und wenn der Verdacht sich bestätigt, folgenden Vorschlag machen:

Ihr macht den Keller sofort wieder zu, wie es im Grundbuch steht und gebt der Frau anteilig das Wassergeld zurück (Verbrauch lt. Rechnung abzgl Durchschnittsverbrauch für eine Person - also ca. die Hälfte der Rechnungsbeträge der letzten Jahre) und dann gibt es keine Anzeige.

Ansonsten gehen wir vor Gericht.

Oder einfach alle Augen zudrücken, Wasserleitung ins Nachbarhaus abklemmen, Mauer selbst wieder aufbauen und Kellerloch zuschütten und der Mieterin das Geld anteilig zurückgeben, damit es keinen Nachbarschaftsstreit gibt?

Was ist die beste Lösung?????? Irgendwas dazwischen?????

Ratlos

Mara
Alle 11 Antworten
19.01.2008, 12:46 von scientia
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Hier immer die ganz einfache Frage

Rinnt die Klospülung?

Oft bemerken Mieter das gar nicht, aber der Wasserverbrauch ist immens.
Hatte ich auch bei einer älteren Mieterin und da kamen dann auch ne schöne Menge zusammen.
Viele Gruesse
scientia
19.01.2008, 10:57 von johanni
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Hallo Maralena,

wäre für mich ganz einfach:

Hauptwasserhahn abdrehen und warten, wann sich die Nachbarn melden, warum kein Wasser kommt!!

Johanni
18.01.2008, 22:14 von lumbirot
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1. Es gibt Frauen die 3 mal am Tag duschen! = 240 Liter/Tag
WC = 30
Blumen = 10
Kochen u. Spülen = 10
Putzen usw. = 10
0,3 cbm x 365 = 110 cbm/a Stimmt doch fast!!!

2. Wasserzähler beobachten wenn Mieter kein Wasser verbraucht.
zb. im Urlaub. Zählerstände vor und nach... aufschreiben.

Gruß
lumbirot
18.01.2008, 21:25 von nass01
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Wir Deutschen haben in der Geschichte schon einmal eine Mauer überwinden müssen.
18.01.2008, 19:58 von Sommer
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Ja, warum denn nicht - ist doch Dein Keller und Du hast eben kurzerhand beschlossen, ihn wieder zugänglich zu machen. Zeugen nicht vergessen...

Allerdings wäre es wohl weniger schadensträchtig wenn man wirklich erst mal ein Loch bohrt und durchguckt...nicht daß dann noch Eure Mieterin die Miete mindert!

S.
18.01.2008, 19:28 von Cora
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Hallo

wenn du die Mauer, die du einschlagen willst, unter deinem Haus ist, würde ich das ohne zögern tun. Schließlich würde mich, nicht nur aus "Wasserklau-Gründen" interessieren, ob der Nachbar einen Teil meines Kellers nutzt.

Also, ran an die Spitzhacke.
18.01.2008, 18:04 von CMAX_65
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Hi,

ok so langsam verstehe ich.

Ein ehemals gemeinsamer Keller wurde geteilt durch eine Mauer und Ihr Keller (unterhalb der Mieterin) wurde ebenfalls zugemauert von Ihrer Seite aus ? Verstehe zwar nicht was das brachte aber ok.....

Zitat:
Natürlich dürfte der Nachbar gar nicht an die Leitung kommen, aber unsere Mieterin hat gehört, dass beim letzten Eigentümerwechsel vor ca 2-3 Jahren die Wand eingeschlagen wurde und unter ihrem Wohnzimmer gearbeitet wurde, hat uns aber nix gesagt.

und jetzt wo der Wasserverbrauch seitdem erheblich gestiegen ist, kommt sie darauf, dass da unter ihrem Wohnzimmer vielleicht fröhlich ne Waschmaschine von den Nachbarn rumsteht...


wenn diese Vermutung besteht, dann gibt es wirklich nur die Möglichkeit dem auf den Grund zu gehen.....

Ich würde den Nachbarn konkret und direkt ansprechen, ob er seinen Keller "erweitert" hat. Ihr Mieterin hätte gesagt......bla bla......

Aus der Reaktion merken Sie schon was Sache ist und dann können Sie, wenn er auf stur macht, immernoch die Wand einschlagen zu "Ihrem Keller" ???

Mal von der Wassergeschichte abgesehen, falls das Haus mal verkauft wird, wird spätestens der neue potentielle Eigentümer fragen was da los ist. Besser sie klären das jetzt !

Viel Glück !

MFG
18.01.2008, 17:45 von maralena
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@ CMAX:

na wenn ich einfach eine Mauer einschlage, um auch den Keller meines nachbarn mitzunutzen (weil ich weiß, dass dieser den Keller nicht mehr einsehen kann) und finde dort eine Wasserleitung an der Decke und diese anzapfe, dann ist doch wurscht, wo der Zähler ist.

Dann klaue ich das Wasser doch mittendrin im kreislauf des anderen Hauses. Ich kann doch einfach eine Abzweigung machen, so wie man das für eine Waschmaschine macht.

Und das ist die Vermutung: dass unsere Leitung angezapft wird.

Natürlich dürfte der Nachbar gar nicht an die Leitung kommen, aber unsere Mieterin hat gehört, dass beim letzten Eigentümerwechsel vor ca 2-3 Jahren die Wand eingeschlagen wurde und unter ihrem Wohnzimmer gearbeitet wurde, hat uns aber nix gesagt.

und jetzt wo der Wasserverbrauch seitdem erheblich gestiegen ist, kommt sie darauf, dass da unter ihrem Wohnzimmer vielleicht fröhlich ne Waschmaschine von den Nachbarn rumsteht...

Und das ist nicht ganz abwegig... wie gesagt gab es schonmal gerüchte, dass einer der vorbesitzer einfach unseren Keller nutze und "die gar nix davon wissen"....

Es ist kompliziert - eigentlich müsste ich eine Zeichnung machen, damit man das richtig versteht...

gruß
Mara
18.01.2008, 17:39 von maralena
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Hallo Jobo,

nein da ist kein Zähler - die Leitungen sind getrennt, aber es besteht der Verdacht, dass die nachbarn sich Zugang zu unserem Keller und damit zu unserer Wasserleitung verschafft haben.

Da wir den Keller im Rahmen eines Umbaus zugemauert haben, ist dieser für uns nicht mehr einsehbar - entweder ist dort eine "Tropfsteinhöhle" oder ein erweiterter keller des Nachbarn.

Aber wir haben keine Möglichkeit, da rein zu schauen ohne irgendwo ein Loch reinzuschlagen - bei einer beschädigten leitung müssten wir das natürlich ohnehin.

Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass wir da morgen nachmittag mal kurz mit der Spitzhacke reinhauen, dann stehen wir womöglich im Hobbyraum der Nachbarn...

Desto mehr ich mir das überlege - das ist das beste. Dann haben wir's und sehen, was mit der Wasserleitung ist - die werden schon runtergelaufen kommen, wenn wir Ihnen den Hobbyraum oder was auch immer einschlagen und dann müssen sie ja Stellung beziehen....

Er hat ja auch nicht das Recht, einfach unser Haus zu unterkellern, selbst wenn die Wasserleitung bloß kaputt ist - die darf ja nicht in seinem Keller sein!!!

Das wird unangenehm....
Gruß
Mara
18.01.2008, 17:29 von CMAX_65
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Hi,

verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Die Wasserrechnnung wird ja 1 x jährlich an der Wasseruhr, die als Hausanschluss in den Keller reinkommt, abgelesen.

Wie soll nach dieser Uhr dies vom Nachbar angezapft werden ?

und... vor dieser Uhr wäre es ja nicht euer Problem ???

Oder ist dies technisch ganz anders geregelt ? Gibt es eine gemeinsame Wasseruhr ?

MFG
18.01.2008, 17:09 von Jobo
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also wenn ich das richtig verstehe, ist der Zähler vor dem nicht zugänglichen Keller !
Dann müßten dort ja wohl zwei Zähler sein, auf dem anderen Zähler mach nachschauen, ob der sich verändert.

Oder Loch in die einzuschlagende Wand bohren und mit Minikamera reinschauen.

Oder mit dem Fachmenschen des Wasserlieferanten reden, ob er mal die Leitung vom Zähler bis in den von Dir aus zugänglichen Keller (also bei Nachbars) inspizieren könnte.

Falls Du den Nachbarn direkt ansprichst und er bedrügt Dich, läßt er dich nicht nachschauen, es sei denn, er hat den Abzweig sehr gut getarnt (in der Wand oder so).

Jobo
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