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19.08.2007, 10:50 von cavalierProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wasserbett
Hallo,

ein Mieter von mir möchte ein Wasserbett im 1. OG (mit Fußbodenheizung) aufstellen.

Hat von Euch jemand Erfahrung was ich als Vermieter beachten muß?

Muß ich zustimmen?

Muß der Mieter das Aufstellen seiner Versicherung melden (evtl. höherer Beitrag)?

Unter googel und Vermieterlexikon jabe ich nichts gefunden.

usw.
Alle 12 Antworten
19.08.2007, 22:06 von JollyJumper
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Zitat:
Seit dem Jahr 1900 werden Zimmerdecken für ein Gewicht von mindestens 250 kN pro Quadratmeter ausgelegt.
Ach ja!
Ich weiss ja nicht wo dieder Absatz her ist!

also 250 kN/m2
1 kN = 100 kg
250 kN/m² = 25000 kg/m² stimmt nicht!


Decken im Hochbau mit konstruktivem Querlastabrtrag, also Stahlbetondecken werden im Wohnungsbau auf eine Flächenlast (ohne Eigengewicht) von 1.5 kN/m² ausgelgt, also 150 kg/m².
Decken im Hochbau ohne konstruktivem Querlastabrtrag, z.B. Holzbalkendecken oder Stahlträgerdecken werden im Wohnungsbau auf eine Flächenlast (ohne Eigengewicht) von 2.0 kN/m² ausgelgt, also 200 kg/m².

Gehen wirmal davon aus dass Dein 200 kg/m² wiegt.

1) Stahlbetondecken kein Problem.

2) Holzbalkendecke, Stahlträgerdecken etc. (also Albbau) auch kein Problem!
Dabei sind 2,3, 4, 5 Personen im Bett sicher kein Problem!
Ab 8 hätte ich Bedenken. Aber nicht wegen der Decke.
Hierbei ist lediglich zu beachten dass z.B. Holzbalkendecken sich unter dem Gewicht u.U. mehr als sonst durchbiegen!
Erst recht, wenn neben dem Bett vielleicht noch ein Klavier und ein 3 Meter hohes Bücherregal steht.
Bei einer Aufstellung im Altbau sollte man das aber durchaus mal kritisch betreachten.

Wasserbetten sid heutzutage ja durchaus weit verbreitet!
Habe allerdings noch nie etwas von einer eingebrochenen Decke deswegen gelesen.

JJ
19.08.2007, 21:43 von Coba
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hi zusammen,

mal weg von der statik (auch ich hätte da meine bedenken wegen der kombi mit fussbodenheizung), ich weiss aber, dass es da irgendwelche "sonderregeln" gibt wegen potentiellem wasserschaden.

aber die sonderregelb betreffen den mieter ... falls er mal ins bett beisst und nachbar drunter geht schwimmen.

weil der mieter braucht dich nicht zu fragen, wie er seine wohnung ausstattet.

grüssle coba
19.08.2007, 20:54 von dunkelROOT
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Also ich bin mir da auch nicht so im klaren, was wenn z.B. alle Mieter im Haus ein Wasserbett auf die Stahlbetonböden stellen? Ich finde schon, da muss VM mal über die Statik nachdenken oder?

dR
19.08.2007, 17:24 von zaunkoenig
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Hallo,

Zitat:
Seit dem Jahr 1900 werden Zimmerdecken für ein Gewicht von mindestens 250 kN pro Quadratmeter ausgelegt. Das Gewicht von Wasserbetten liegt weit darunter. Die Statik von Decken ist durch Wasserbetten damit nicht im mindestens gefährdet. Das Gewicht von Wasserbetten ist zwar abhängig von Größe, Höhe der Wassermatratze und Breite des Schaumrahmens. Ein Wasserbett wiegt als Doppelbett der Größen 180/200 cm bis 200/220 cm mit Normalhöhe des Wasserstandes von 18 bis 22 cm cm zwischen 600 und 800 kg. Diese Last wird durch Boden- und Estrichbelag auf eine Fläche von etwa 10 Quadratmeter verteilt - was einer durchschnittlichen Belastung von maximal 80 kg pro Quadratmeter entspricht. Also wie bei einem erwachsenen Mann.


Ich habe keine Ahnung, woher immer wieder diese Märchen mit der Statik des Hauses kommen und den ach so schweren Wasserbetten.

Wäre dem so, würden keine Wasserbetten verkauft, weil die so treue DIN-Gesellschaft Deutschland und inzwischen die normierte EU-Kontrollbehörde in Brüssel niemals eine Verkaufsfreigabe erteilen würden.

Auch die Fußbodenheizung ist kein Problem, müsste nur gegebenenfalls eine Isoliermatte unter das Bett, wenn dieses mit dem Boden bündig abschließt.

Und undicht sind diese Wasserbetten nur, wenn man billigen Mist kauft, der nicht einmal die einfachsten Prüfsiegel hat. Die in Europa überwiegend verkauften Wassermatratzen unterliegen Prüfverfahren hinsichtlich Rissfestigkeit und Nahtverschweißung. Matratzen aus Belgien, Dänemark und Deutschland sind somit völlig sicher und unbedenklich.

19.08.2007, 16:06 von frischebrise
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Hallo Cavalier,

wenn die Leitungen in den Mulden der Fertigdecke eingebettet sind und die Umkehrschleifen jeweils an den Zimmerränder verlaufen, dann keep cool. Das geht. Problemfelder sind evtl. die Randzonen zu den Fußleisten. ( Kopfende des Bettes )
19.08.2007, 16:01 von cavalier
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Hallo frischebrise

Zitat:
nun macht mal keinen Streß mit dem Wasserbett und gönnt den M. doch das Vergnügen. (Waren doch auch mal jung )

Genau

Zitat:
Die Statik bei Betondecken ist i.d.R. bei Neubauten ab 1964 für minimum 1000kp/je qm ausgelegt. Dabei ist die Zug und Druckverteilung nach der alten Regel 0,34 zu 0,66

Um die Statik mache ich mir weniger Gedanken (6-Fam.-Haus Bj. 1982).

Bedenken habe ich wegen der Fußbodenheizung die zwischen Fertigdecke und Estrich liegt.
19.08.2007, 15:57 von frischebrise
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Hallo,

nun macht mal keinen Streß mit dem Wasserbett und gönnt den M. doch das Vergnügen. (Waren doch auch mal jung )



Die Statik bei Betondecken ist i.d.R. bei Neubauten ab 1964 für minimum 1000kp/je qm ausgelegt. Dabei ist die Zug und Druckverteilung nach der alten Regel 0,34 zu 0,66

Haben schon die Summerer so gemacht, dann die Hethiter, dann die Ägypter nur wir Deppen - der Neuzeit - fangen es an in Frage zu stellen.
19.08.2007, 15:31 von Cora
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Hallo

ein Wasserbett ist eine "schwere" Angelegenheit, zu den 800 kg kommen ja auch noch die Menschen, die darin schlafen...

Wenn du Hausunterlagen hast siehst du ja was für Decken eingebaut sind, ggf. beim Bauamt anfragen oder bei einem Wasserbetten-Hersteller.

Im Endeffekt hast du ca. 1000 kg auf 4 qm und das hält manche Decke nicht aus.

Oder lass dir vom Mieter eine Bescheinigung/Herstellerbeschreibung geben, da müsste auch drin stehen was zu beachten ist.

Gruß

Und achte darauf, dass dein Mieter eine entsprechende Versicherung abschließt, sollte das Teil mal ein Leck bekommen.
19.08.2007, 13:57 von johanni
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Hallo Benjamin,

Zitat:
Ein Wasserbett wiegt ca. 800 Kg gleichmäßig auf 4m² verteilt. Wenn Du mit 10 Freunden um den Esstisch sitzt, kommst Du auf das gleiche Gewicht, und da fragst Du ja auch nicht vorher einen Statiker.


Also mit den Kilos würde ich erst losgehen, wenn ich diese vom Hersteller bestätigt bekomme, hängt ja auch mit der Größe /Inhalt zusammen

Und Dein o.g. Beispiel hängt etwas, denn was ist, wenn die 10 Personen sich alle auf dem Bett befinden?

Sonntags muss einfach ein bisschen Spaß sein

Johanni
19.08.2007, 13:50 von Benjamin
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Hi,
also mein Wasserbett-Dealer argumentierte wie folgt, weil ich die gleichen Bedenken hatte:

Ein Wasserbett wiegt ca. 800 Kg gleichmäßig auf 4m² verteilt. Wenn Du mit 10 Freunden um den Esstisch sitzt, kommst Du auf das gleiche Gewicht, und da fragst Du ja auch nicht vorher einen Statiker.

Hoffe es hat vielleicht etwas weitergeholfen.

Gruß Benjamin
19.08.2007, 13:50 von vollprofi
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Keine Ahnung. Da bleibt wohl nur die Kontaktaufnahme mit der Versicherung.
19.08.2007, 13:37 von johanni
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Hallo Cavalier,

ein Waserbett, je nach Größe hat ja ein entsprechenes Gewicht.

Hier würde ich mal, auf Grund der Statik und der Fußbodenheizung einen Statiker befragen.

Ausserdem, wenn dann keine Bedenken bestehen, eine Zusatzvereinbarung für einen evtl. Wasseraustritt vereinbaren.

Wegen der Statik komme ich deshalb drauf, weil einmal ein Mieter nach dem Aufstellen eines Kaminofens fragt und mein Statiker erhebliche Bedenken anmeldete.

Johanni
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