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04.02.2007, 17:18 von gilowynProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Was beinhaltet die Zwangsverwaltung?
Moin,

Vielleicht kennt Ihr ja die rechtliche Lage.... Situation ist wie folgt: Hinter meiner Wohnung liegt ein Garten, ich bin gerade dabei, mit dem Eigentümer die Übertragung von Sondernutzungsrechte für einen Teil des Gartens zu verhandeln.

Aber - ich habe gerade erfahren, dass sich die andere Wohnung in der Zwangsverwaltung befindet. Der Eigentümer bewohnt die Wohnung nicht selbst, die Mieter zahlen seit 1 1/2 Jahren keine Miete, Räumungsklage läuft.

Nur... darf ich mit dem Eigentümer überhaupt über die Sondernutzungsrechte verhandeln, wenn die Wohnung in der Zwangsverwaltung ist? Wäre ein Verkauf der Sondernutzungsrechte dann überhaupt rechtens? Oder muss ich mich an den Zwangsverwalter wenden? Ich habe keine Lust, unnütze Gespräche zu führen.

Danke im Voraus,
Gila
Alle 2 Antworten
05.02.2007, 07:18 von gilowyn
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Zwangsverwaltung besteht wegen Hausgeldschulden, also gegen den Eigentümer. Entstanden durch 1 1/2 Jahre keine Miete vom Mieter, der steckt in der Räumungsklage. Es gibt entsprechende Teilungsakten, die das Sondernutzungsrecht am Garten regeln - ich will nur eine neue Teilungsakte erstellen lassen, in der ein Teil des Sondernutzungsrechts an mich übergeht.

Bin gespannt, was die Hausverwaltung mir am Mittwoch erzählt. Des Zwangsverwalter hat ja ggf auch Interesse daran, einen Teil der Hausgeldschulden wieder reinzuholen, so lange der Eigentümer damit einverstanden ist, und das ist er.

Eigentlich ist es eine Win-Win-Situation.

Der Wert der anderen Wohnung wird durch einen etwas kleineren Garten nicht gemindert - Wohnung in Hamburg mit Garten ist immer viel Wert, es ist relativ egal, ob der Garten 60m2 kleiner ist. Die Hausverwaltung will partout, dass der völlig verwilderte Garten bestellt wird... das kann ich garantieren. Also hoffe ich mal, dass die Hausverwaltung Einfluss auf den Zwangsverwalter hat.

Ich würde im Notfall selbst den gesamten Garten übernehmen, wobei das echt Arbeit ist und Geld kosten wird - der besteht nur aus Moos, 3 alten Tannen und Gestrüpp. Aber ja - ich brauche ein Stück Garten, egal wie. Recht auf große Terrasse habe ich bereits, das war damals mit beschlossen - außerdem habe ich eine Terrassentür.

We shall see...
04.02.2007, 23:13 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Vielleicht kennt Ihr ja die rechtliche Lage.... Situation ist wie folgt: Hinter meiner Wohnung liegt ein Garten, ich bin gerade dabei, mit dem Eigentümer die Übertragung von Sondernutzungsrechte für einen Teil des Gartens zu verhandeln.




Eigentumswohnung?

Zitat:
Aber - ich habe gerade erfahren, dass sich die andere Wohnung in der Zwangsverwaltung befindet. Der Eigentümer bewohnt die Wohnung nicht selbst, die Mieter zahlen seit 1 1/2 Jahren keine Miete, Räumungsklage läuft.


Die Klage richtet sich gegen den Mieter - oder?
Die Zwangsverwaltung der Wohnunseigetümer - richtig?

Sind evtl. Hausgeldschulden da?
Ist das Sondernutzungsrecht als dingliches Recht eingetragen?

Zitat:
Nur... darf ich mit dem Eigentümer überhaupt über die Sondernutzungsrechte verhandeln, wenn die Wohnung in der Zwangsverwaltung ist? Wäre ein Verkauf der Sondernutzungsrechte dann überhaupt rechtens? Oder muss ich mich an den Zwangsverwalter wenden? Ich habe keine Lust, unnütze Gespräche zu führen.




Eigentümer hat bei einer Zwangsverwaltung grds nichts mehr zu sagen. Er darf aber die Immobilie verkaufen.
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