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10.03.2008, 21:35 von hotopProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|wann wird ein "Besucher" zum Mitbewohner
Hallo allerseits,

ich habe meine Wohnung an eine Einzelperson vermietet. Dies ist im Mietvertrag auch so vereinbart. Die Mieterin fragte Ende letzten Jahres an, ob ihr Freund mitsamt seinem Hund für eine Woche bei Ihr wohnen könne. Selbstverständlich habe ich dem zugestimmt, weil ich da nichts gegen habe. Wegen dem Hund hatte ich ein paar kleine Bedenken. Aber egal. Das war Ende letzten Jahres. Ein paar Wochen vorher hat ihr Onkel bereits zwei Wochen bei ihr gewohnt. Alles mit mir abgestimmt und von mir abgesegnet.

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Freund und Hund immer öfters "zu Besuch" sind und wollte mal fragen, ab wann ein "Besuch" zum "Mitbewohner" wird.

Gibt es da irgendeine allgemeingültige Regelung ? Z.B., dass bei mehr als vier Übernachtungen jede Woche ein Besucher zum Mitbewhoner wird und der Mieter dies dann beim Vermieter anzeigen und genehmigen lassen muss (z.B. wegen Nebenkosten-/Mieterhöhung ?)

Bin -wie immer- für jeden Hinweis/Tip/Rat dankbar.

Alle 7 Antworten
13.03.2008, 00:23 von kathi2007
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Hallo hotop,
meines Erachtens nach ist das ne ganz knifflige Frage, denn was ist denn der Unterschied zwischen Wohnen und Dauerbesuch und wie will man das nachweisen? Das geht fast nur mit Schnüffelei.
Als Beispiel:
hatte mal ne ca 8 Jahre dauernde Beziehung. Wir hatten beide unsere eigenen Wohnungen und wollten die zwecks gewisser Unabhängigkeit nicht aufgeben. Faktisch wars aber auf Dauer so, dass ich meist ab abends bei ihm war und dort übernachtet hab und morgens dann Schule bzw. arbeiten und danach zu mir nach Hause und gegen später wieder zu ihm. Und das sicher an 6 von 7 Tagen in der Woche. Ich hab in meinem eigenen Zuhause geduscht, Wäsche gewaschen und Müll produziert, d.h. ich hab dem Vermieter meines damaligen Freundes sicher keine Kosten verursacht. NUR: hätte der Vermieter im selben Haus gewohnt, hätte er sicher denken können ich wohne dort, was nicht Fakt war, denn ich war nur fast immer dort, aber GEWOHNT hab ich da nicht. Schwierige Sache, kann man vielleicht nur über offenes Gespräch regeln oder wenn das Klingelschild plötzlich zwei Namen hat, ein grosser Umzugswagen vor der Tür steht etc.
11.03.2008, 19:10 von Cora
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Hallo

ehrlich gesagt: wenn die Mieterin, der Freund und der Hund in Ordnung sind, wäre mir egal ob er 1 Tag in der Woche, regelmäßig am Wochenende oder 3 Tage da ist.

Ich würde jedoch - sofern dies von Dauer ist und eine Regelmäßigkeit erkennen lässt - die Mieterin freundlich darauf ansprechen und zwar hinsichtlich der Nebenkosten, falls welche pro Person abgerechnet werden.

Sollte das z.B. bei Wasser so sein, könnte ich mir vorstellen, statt 1 z.B. 1,5 Personen abzurechnen. Geht es über Wasseruhr wäre mir das ziemlich egal.

Nette Mieter, die pünktlich zahlen, nichts zu bemängeln haben sind nämlich relativ selten
11.03.2008, 14:18 von Sledge_Hammer
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es gehen 4 personen auf 1 qm.

Denk mal an einen Fahrstuhl oder BUS :-)
11.03.2008, 14:14 von Susanne
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Ich glaube das Problem tritt dann auf, wenn die Dame den Herrn als ihren Lebensgefährten deklariert. Dann kann sie ihn in die Wohnung aufnehmen und Du kannst Dein Einverständnis nicht verweigern.
Ich denke nicht, dass es sich dabei um Überbelegung handelt. Ich habe schon 2 Erwachsene mit Kind auf 38 qm erlebt...
Also die Wohnung ist eigentlich nur für eine Person ausgelegt (43 qm). Und deshalb möchte ich auch nicht, dass da zwei Leute und ein Hund drin leben

Meine Frage war ja, ob es irgendeine Art Bemessungsgrundlage gibt , ab wann ein "Besucher" zum Mitbewhoher wird und man diesen in die Nebenkostenabrechnung mit aufnehmen kann.

Die vier Tage waren ein Beispiel. Was ist, wenn der Besuch im Schnitt pro Woche zwei oder drei da ist. Oder jedes Wochenende von Freitags bis Sonntags. Oder jeden Monat eine Woche am Stück. Was muss man tolerieren und was nicht ?

Ich möchte auf keinen Fall, dass die Mieterin denkt, dass ich in Ihrer Privatsphäre herumschnüffel. Nun wohne ich direkt neben ihr und kriege mit, wenn Herrchen und Hund da sind. Also ist die Frage, wie man nun damit umgeht, ohne die Mieterin zu vergraulen. Gegen sie ist nämlich sonst nichts einzuwenden.

Also. Wieviel Besuch und Übernachtung ist im Rahmen des Möglichen und was geht darüber hinaus. Bin gespannt, wie Eure Meinungen dazu sind. Danke für jede Antwort.
10.03.2008, 22:48 von Cora
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Wenn die Wohnung groß genug ist, dich Mitbewohner und Hund nicht sonderlich stören, teil deiner Mieterin schriftlich mit, dass du ab dem nächsten Ersten die Abrechnung der NK auf 2 Personen erhöhst, da ihr Freund ja eigentlich "bei ihr wohnt".

Und wenn dies regelmäßig 4 Tage in der Woche sind, zählt das in den NK mit.
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