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22.02.2007, 17:30 von johanniProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wärmemessgeräteablesung über Fernabfrage
Hallo Wissende,

Wie ist es rechtlich zu sehen, wenn die Ablesewerte von Wärmemengenzählern über Fernabfrage erfolgt. Bei dieser Ableseform zeichnet der Mieter dann ja nicht gegen.
Zählt der elektronische Beleg ohne Unterschrift des Mieters?

LG Johanni
Alle 14 Antworten
23.02.2007, 11:02 von ChristophL
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Wo Menschen arbeiten, passieren auch fehler!

Gruß Christoph
23.02.2007, 09:48 von Augenroll
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Zitat:
Rechtlich ist der Zähler abrechungsgeeicht, das heißt auch ohne Unterschrift des Mieters werden die Zahlen als richtig anerkannt, da der Zähler manipulationssicher ausgelegt ist.
Also weder der Kunde, Vermieter oder die Abrechnungsfirma können an die in diesem Speicher abgelegten Datensätze ohne den Zähler zu verstören. Das ist so vom Eichamt bestätigt und daher soweit ich weiß Gerichtsfest.


Das ist bei diesem System korrekt so. Es können jedoch Ablesefehler und Bedienfehler bei der Ablesung auftreten. Diese könnten aber im Zweifelsfalle (dank Speicherung) zurückverfolgt werden.

Für alle anderen Fehler (und das kann immer mal vorkommen) würde die Herstellerfirma des WMZ haften.
23.02.2007, 09:36 von Bernd
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Es gibt mehere Arten WMZ.
Funk, teuer und du musst diese im Flur hängenden Empfänger haben.
M-Bus, es muss ein 2-adriges Kabel(Telefondraht) gelegt werden, oder es wird auf ein vorhandenes Telefonleitungkabel augeklemmt, da die meisten Kabel mehr Adernn haben als zum Telfonieren benötigt werden.

Kostenträchtig sind aber dann immer die Hauszentralen, die Hardware gibt es meistens auch günstig auf dem freien Markt, aber sobald da das Logo der Abrechnungsfirma drauf ist, kosten die leicht das 10-fache....

Die geeichten Zähler sind verblombt, unter der Blombe und dem Eichsiegel liegt ein nichtflüchtiger Speicher der je nach Gerät und Einstellung seine Messwerte in diesen Speicher schreibt.
Selbst demontieren und Batterie ausbauen hilft nicht zum Löschen.
Falls da mal ein Mieter dran denken sollte.
Ferner meldet die Hausstation sofort einen Fehler an die Zentrale falls sich ein Zähler innerhalb eines definierten Zeitraumes nicht mehr melden sollte.
Von da her dann auch Vandalensschutz.

Rechtlich ist der Zähler abrechungsgeeicht, das heißt auch ohne Unterschrift des Mieters werden die Zahlen als richtig anerkannt, da der Zähler manipulationssicher ausgelegt ist.
Also weder der Kunde, Vermieter oder die Abrechnungsfirma können an die in diesem Speicher abgelegten Datensätze ohne den Zähler zu verstören. Das ist so vom Eichamt bestätigt und daher soweit ich weiß Gerichtsfest.

Ferner hat man ja auch den Vorteil einer besseren da feineren Verbrauchshistorie, Beschwerden zu Verbräuchen lassen sich so viel besser durch das gespeicherte Verbrauchsprofil nachweisen.

Ich habe in den Häuser die bereits komplett umgestellt wurden nur positive Erfahrungen, wobei keines mehr als 6 Parteien hat.
Von Kollegen habe ich auch nichts negatives gehört.

Auf die Spitze treibt es die Gartenstadt Hüttenau aus Hattingen, die stellen ihre Wohnungen jetzt nach und nach auf komplett online um. Da werden die Wohnungen komplett verkabelt mit allen möglichen Sensoren versorgt.
Die versprechen sich dadurch ein besseres Wohnfeeling und einsparungen an Energie.
Darin sehe ich auch die Zukunft, bin halt ein Technikfreak.
22.02.2007, 19:20 von ChristophL
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Nein, das herkömmliche WMZ. Ich lese die Werte bei meinen Mietern persönlich in der ersten Januar Woche ab.

Gruß Christoph
22.02.2007, 18:49 von johanni
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Hallo,

vielen Dank. Bin jetzt zwar ein wenig schlauer, aber mit den Einzelwerten etc,( stöhn).

Werde mich aber mal nun dank des Hinweises dieses Forums, auf die Suche nach Fachleuten vor Ort machen.

LG Johanni
22.02.2007, 18:41 von MarieP
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Hallo Johanni

Die Stichtagsspeicherung bei WMZ oder EHKV hat nichts mit Funk zu tun. Dies bedeutet, dass das Gerät den Wert am 31.12. abspeichert, mehr nicht.
22.02.2007, 18:39 von johanni
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Hallo Christoph,

rufst Du die Daten denn auch per Fernabfrage ab?

LG Johanni
22.02.2007, 18:38 von MarieP
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Hallo ChristophL

Dies haben nicht nur WMZ sondern auch elektronische Heizkostennverteiler.
Mittlerweile gibt es die Stichtagsspeicherung auch bei Wasserzählern.

Dies hat aber nichts damit zu tun ob die Geräte mit Funk ausgestattet sind oder nicht.
22.02.2007, 18:36 von ChristophL
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Meine Wärmemengenzähler haben einen Speicher, der ein Jahr die Daten zum Monatsende speichert.

Gruß Christoph
22.02.2007, 17:52 von johanni
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Hallo Marie,

Zitat:
Dann kommt noch das Problem, was geschieht, wenn die Technik mal versagt.


Ja Du hast recht, was geschieht dann? Also weiterhin mit Block und Stift, Ablesebeleg von Mietern gegenzeichnen lassen und gut fürn Mieterprozess aufbewahren

LG Johanni
22.02.2007, 17:45 von MarieP
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Hallo Johanni

Du sparts bis jetzt nichts ein im Gegenteil.
Auf den Fluren müssen Stationen eingerichtet werden um an die Ablesewerte zu kommen.
Die Ableser brauch nur einmal anfahren bei der Funkausstattung das mag ein Vorteil sein sowie es ein Vorteil sein kann, dass der Ableser nicht mehr in die Wohnung braucht.
Unter 24 Wohneinheiten würd ich die Geräte erst gar nicht einbauen lassen. Dann kommt noch das Problem, was geschieht, wenn die Technik mal versagt.

Es ist eine schöne Sache bei größeren Wohhnanlagen , wo es jedes Jahr Probleme bei den Ableseterminen gibt und dadurch die Abrechnung verzögert wird.
Aber die Kosten müssen auch getragen werden.
22.02.2007, 17:38 von johanni
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Hallo Marie,

Du sagst also, dass es so gehandhabt wird, dass die Ablesewerte ohne Unterschrift des Mieters gültig sind.

Was aber, wenn ein Mieter die Werte anzweifelt und der Vermieter den Nachweis bringen muss, dass die Werte stimmen?

Bin so begeistert über die neue Technik, dass ich mir überlegen werde, diese einsetzen zu lassen. Müßte auch eine Ersparnis wegen dem Wegfall derAblesungen vor Ort bringen.
Ab wieviel Einheiten lohnt es sich?

LG johanni
22.02.2007, 17:34 von Augenroll
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Zitat:
Bei dieser Ableseform zeichnet der Mieter dann ja nicht gegen.

Also ich zeichne ja auch in der Wohnung nicht gegen.

Im Zweifelsfall ist die Ablesefirma bzw. Sie für die korrekten Werte beweispflichtig!

Zitat:
wird so gehandhabt.

Diese Aussage hat wohl keinerlei rechtliche Relevanz.
22.02.2007, 17:33 von MarieP
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Hallo Johanni

Zitat:
Wie ist es rechtlich zu sehen, wenn die Ablesewerte von Wärmemengenzählern über Fernabfrage erfolgt. Bei dieser Ableseform zeichnet der Mieter dann ja nicht gegen.
Zählt der elektronische Beleg ohne Unterschrift des Mieters?



wird so gehandhabt.

Funk rechnet sich nicht für kleinere Anlagen (da sollte schon ne größere Hausnummer kommen) und die Stichtagsspeicherung ist nicht von der Ablesung über Funk abhängig.
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