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09.08.2007, 14:51 von SCHWERProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Wände streichen beim Auszug - Pflicht des Mieters?
Hallo,
da mein "Problemmieter" ja zum 30.09. ausziehen wird, folgende Problematik:

Der Mieter wohnt seit 2 Jahren in der Wohnung. Diese war im Neuzustand, und sein Einzug war Erstbezug. Neue Holzböden in allen Räumen, alle Wände/Decken komplett neu gemacht, und gestrichen, neue Lichtschalter/Steckdosen, neue Heizkörper, neue Fenster/Türen/Rolos - einfach wie beim komplettem Neubau...
Ich hatte vor ein paar Wochen bei einer "angeblichen" Reklamation zur Duschwanne bemerkt, dass die Wände in fast allen Räumen schwarze Flecken bis ca. Bauchhöhe hatten. Es sah aus, als hätte der Junior der Familie mit seinem schmutzigen Ball gegen diese Wände geworfen...
Ist der Mieter beim Auszug verpflichtet, die Wände komplett neu zu streichen?

Gruss,
Werner
Alle 12 Antworten
14.08.2007, 10:51 von Augenroll
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Zitat:
Warum sind die Klauseln ungültig?


Das wurde bereits erschöpfend von den anderen Usern erläutert.
14.08.2007, 10:29 von SCHWER
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@ Augenroll

Warum sind die Klauseln ungültig?

Gruss,
Werner
14.08.2007, 10:19 von Augenroll
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Da die Klauseln ungültig sind, braucht der Mieter keine Schönheitreparaturen durchführen und ist berechtigt, die Wohnung besenrein zu übergeben!
10.08.2007, 12:46 von SCHWER
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Feuchtigkeit kann zu 100 Prozent ausgeschlossen werden...
Es wurden nur beste Baumaterialien verwendet. Diese wurden nach neuestem technischem Stand verbaut - mein Bruder ist hier Profi, und er hat, genau wie ich und mein Vater, über 3 Jahre seiner Freizeit in die komplette Sanierung des Hauses investiert...

In meiner Wohnung (EG) und in der Wohnung des zweiten Mieters (2OG) gibt es auch keine derartigen Flecken. Meine Wohnung ist vom Grundriss identisch, und die des anderen Mieters wurde exakt mit den gleichen Materialien bestückt...

Gruss,
Werner
10.08.2007, 12:20 von gaby1958
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Hallo,

die Problematik mit den geschilderten Flecken sollte aber auch von einer anderen Seite betrachtet werden.
In einer von mir vermieteten Wohnung gab es ebensolche Flecken, dies stammten allerdings von Feuchtigkeitsschäden. Bei der Erstellung des Hauses wurde Rigips verwendet und die "Klebepunkte" schlugen mit der Zeit durch. Das Phänomen an der Geschichte war, dass sich die Flecken auch nur bis in Bauchhöhe befanden und nicht über die ganze Wand verteilt waren.

In diesem Fall muß der Mieter natürlich nicht streichen.

Gruß und ein schönes Wochenende

Gaby
Zitat:
Ich hatte vor ein paar Wochen bei einer "angeblichen" Reklamation zur Duschwanne bemerkt, dass die Wände in fast allen Räumen schwarze Flecken bis ca. Bauchhöhe hatten. Es sah aus, als hätte der Junior der Familie mit seinem schmutzigen Ball gegen diese Wände geworfen...
Ist der Mieter beim Auszug verpflichtet, die Wände komplett neu zu streichen?

Egal Schönheitsreparaturklausel wirksam oder nicht!
Die von Dir beschriebenen Flecken sind mit Sicherheit nicht mit einem vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache zu begründen und in sofern in jedem Fall bei Auszug zu beseitigen!
Die Frage ist nur das Wie und darüber lässt sich mit Sicherheit dann noch unendlich streiten.

@Schwer
Zu Schönheitsreparaturen steht in dem von Dir angegebenen Link

Zitat:
§ 14 Schönheitsreparaturen
1. Der Mieter verpflichtet sich, während der Mietzeit die Schönheitsreparaturen innerhalb der Mieträume auszuführen. Dazu gehören folgende Arbeiten: Das Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken, das Streichen der Innentüren, Fenster und Außentüren von innen, das Streichen der Heizkörper und Heizrohre sowie das Pflegen und Reinigen des Fußbodens (Teppichbodens).
2. Der Mieter ist verpflichtet, die Schönheitsreparaturen in Küchen, Bädern und Duschräumen alle drei Jahre, in Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen und Toiletten alle fünf Jahre, in sonstigen Räumen alle 7 Jahre fachgerecht auszuführen. Die maßgeblichen Fristen beginnen mit dem Beginn des Mietverhältnisses.


-> starre Fristen damit ist Deine Schönheitsreparaturklausel nicht gültig wenn sie orirginal, so wie da geschrieben verwendet wurde!

Gruß JJ
10.08.2007, 07:00 von pbsenn
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Zumindest die Quotenklausel ist schon mal nicht haltbar, da der Grad der Abnutzung nicht der objektive Maßstab ist, sondern feste Quoten vereinbart sind.

Wenn du dich ein wenig informieren möchtet, Werner, dann klick dies:

http://www.anwalt-im-netz.de/mietrecht/schoenheitsreparaturen.html

Gruß

Torsten
Hallo Schwer

Zitat:
3. Endet das Mietverhältnis vor Ablauf des Fristenplans gemäß Ziff. 2 und gibt der Mieter die Wohnung nicht fachgerecht renoviert zurück, so ist der Mieter verpflichtet, aufgrund des eingeholten Kostenvoranschlags eines vom Vermieter ausgewählten Malerfachbetriebs zur Abgeltung der Renovierungspflicht folgende Zahlungen zu leisten:


Das ist die Quotenklausel nicht die Schönheitsreparaturklausel.

Wenn du einigermaßen korrekte Anworten haben möchtest solltest du die kompletten Vereinbarungen angeben und nicht nur Auszüge.
09.08.2007, 16:24 von SCHWER
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Hier der Link zum verwendetem Mietvertrag:
http://www.mieter-themen.de/downloads/mietvertrag-neues-mietrecht.doc

Und hier ein Auszug aus dem Text:

3. Endet das Mietverhältnis vor Ablauf des Fristenplans gemäß Ziff. 2 und gibt der Mieter die Wohnung nicht fachgerecht renoviert zurück, so ist der Mieter verpflichtet, aufgrund des eingeholten Kostenvoranschlags eines vom Vermieter ausgewählten Malerfachbetriebs zur Abgeltung der Renovierungspflicht folgende Zahlungen zu leisten: Liegen die Schönheitsreparaturen während der Mietzeit länger als 1 Jahr zurück, so zahlt der Mieter 20% der Kosten des Kostenvoranschlags, liegen sie länger als 2 Jahre zurück 40%, liegen sie länger als 3 Jahre zurück 60%, liegen sie länger als 4 Jahre zurück 80%. Der Mieter ist berechtigt, zur Vermeidung der anteiligen Zahlungsverpflichtung die fachgerechte Renovierung selbst vorzunehmen.

§ 18 Beendigung des Mietverhältnisses

1. Bei Beendigung des Mietverhältnisses hat der Mieter die Mieträume vollständig geräumt, besenrein und in einem vertragsgemäßen Zustand zurückzugeben.

2. Der Mieter hat dem Vermieter sämtliche Schlüssel zu übergeben. Das gilt auch für etwaige vom Mieter selbst beschaffte Schlüssel.

3. Der Mieter kann die von ihm in den Mieträumen geschaffenen Einrichtungen wegnehmen. Der Vermieter kann aber verlangen, dass diese Einrichtungen in den Mieträumen verbleiben. In diesem Fall hat der Vermieter an den Mieter einen Geldbetrag zu leisten, der für die Neuanschaffung der jeweiligen Einrichtungen erforderlich wäre, abzüglich eines angemessenen Betrags für die bereits eingetretene Abnutzung der Einrichtungen.

4. Verlangt der Vermieter die Wiederherstellung des früheren Zustands, so hat der Mieter die erforderlichen Arbeiten auf seine Kosten auszuführen.

Gruss,
Werner
09.08.2007, 15:57 von Cora
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Hallo

aus dem Bauch heraus würde ich sagen: wenn die Wohnung nach 2 Jahren total verwohnt ist, Wände schmutzig, muss der Mieter streichen, ansonsten bei normaler Abnutzung nicht.

Gruß
09.08.2007, 15:45 von Gipsy
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Du machst es uns aber nicht LEICHT

Stell mal deine Schönheitsreparaturklausel hier rein.

Gipsy
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