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03.05.2007, 01:09 von AnnaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vorsicht
Hallo zusammen,

wegen einem Anlaß auf den ich gerne verzichtet hätte, habe ich ein Forum gesucht und Euch hier gefunden. Ich werde Euch meinen Fall einmal schildern. Wir haben von einem ehemaligen Pächter unseres Hauses einen Untermieter geerbt. Dessen Vertrag endete am 30. April auf dessen Wunsch, denn er müßte aus gesundheitlichen Gründen mit seinem Gewerbe aufhören. Der Pächter war sehr darum bemüht, das das Geschäft nicht geschlossen würde. Mißtrauisch geworden über soviel Fürsorge haben wir uns selbst einen Nachfolger gesucht. Wutentbrannt darüber das wir den angeblichen Verwandten nicht akzeptierten, erfolgte erst Telefonterror und dann stand der Pächter mit 2 Leuten Verstärkung, 200 km vom Objekt entfernt in meiner Straße, fand aber unser verstecktes liegendes Haus nicht. Ich wurde angerufen und fuhr hin und schaffte es sie zur Heimfahrt zu bewegen.

Daraufhin verbat ich mir per Fax jede weitere Belästigung und war nicht mehr für sie zu sprechen. Am 30. April fuhr ich zum Objekt und es war geschlossen. Ich bin hineingegangen und stellte fest, das ein Teil der Einrichtung entwendet war. Sogleich habe ich sie auf dem Handy angerufen und eine Frist von einigen Stunden zur Rückgabe gestellt. Zum Fristende kam mein Pächter mit Familie und einem Eimer Farbe in der Hand. Keine Spur von meinen Sachen. Wohlweislich hatte ich die Tür blockiert und sie kamen nicht mehr in die Räume hinein.

Nach dieser Vorstellung sagte ich ihnen, das ich sofort zur Polizei fahren würde um Anzeige zu erstatten. Dort angekommen sollte ich erst mal beweisen das ich der Eigentümer der Sachen wäre. Anstatt eine Anzeige wegen Unterschlagung aufzunehmen, wurde der Pächter auf die Dienstelle gebeten. Zu meinem Glück brachte er auch Unterlagen mit, die meinen Eigentumsanpruch bewiesen. Vor dem Polizisten gab er sogar zu, das er die Gegenstände unterschlagen hat. Daraufhin sagte der Polizist es wäre ihm zuviel Schreibarbeit wir sollten uns gütlich einigen. Natürlich Disput auf der Straße vor dem Revier, den ich mit einer erneuten Frist beendete.

Wie erwartet bekam ich nichts zurück und ich habe die Anzeige anstatt im Saarland, 36 Stunden später durch den 1. Mai in Rheinland-Pfalz gemacht. Die hatten keine Scheu vor der Arbeit und erledigten alles in einem Drittel der Zeit, die ich auf der saarländischen Wache verplempert hatte. Der Schaden an Gegenständen beläuft sich auf etwa 10 000 Euro und ich habe einen Anwalt eingeschaltet. Nun stehe ich da mit einem neuen Pächter der nicht beginnen kann und Verdienstausfall hat. Miete kann ich auch keine verlangen da ein Teil der Einrichtung fehlt.

Inzwischen kenne ich den Grund warum der Pächter so übel drauf war, weil ich seinen Nachfolger nicht genommen hatte. Seit Jahren schleust er Inder nach Deutschland und besorgt ihnen Wohnung und Arbeit. Er macht einen Betrieb nach dem anderen auf und übergibt sie dann an Strohmänner. Diese lassen seine Importe für Hungerlöhne im Geschäft arbeiten. Die Menschen hausen zu mehreren in kleinen Wohnungen wenn sie mal nicht arbeiten müssen.

Wie ich feststellen mußte, ist das Gewerbe in der Region schon stark unterwandert. Das nächste Geschäft habe ich ihnen auch schon verdorben und die Vermieter die nach der Bonität fragten gewarnt. Also Vorsicht wenn ein Pächter einen Laden an einen Verwandten abtreten will. Das einzig Gute daran ist, das sie Grundbesitz haben und ich garantiert an mein Geld komme.

MfG

Anna
Alle 1 Antworten
03.05.2007, 07:33 von pbsenn
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Zitat:
Das einzig Gute daran ist, das sie Grundbesitz haben...


Sofern du nicht ins Grundbuch geguckt hast heisst das erstmal gar nichts

Gruß

Torsten
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