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29.05.2008, 12:52 von Melanie1Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vorgehen bei Mieterhöhung....
Hallo,
ich bekam ne Frage von nem Bekannten wo ich im Moment nicht 100 pro weiter weiß!
Er wohnt in nem großem Block, und bekam ne Mieterhöhung von knapp unter 20% unter Anführung von 3 Vergleichswohnungen die im selben Block sind!
O.K., es wurde geschrieben das die Wohnung A, B und C, X Miete kosten (mehr als seine Erhöhung ausmachen würde)
1. sind die angeführten Wohnungen umfangreich modernisiert
2. Ergab eine Nachfrage bei den betreffenden Mietern das sie tatsächlich weniger Miete zahlen als mein Bekannter jetzt ohne die Erhöhung zahlt!
Er bezahlt also jetzt schon mehr als die Mieter der modernisierten Wohnungen, und soll nun noch mal fast 20% mehr zahlen.
Nun soll er die Zustimmung zur Mieterhöhung geben.
Da die Tatsachen im Mieterhöhungsverlangen ja falsch sind ist das Schreiben wertlos.
Nun fragt er sich ob er reagieren muss oder nicht?
Wenn er einfach nicht reagiert, gilt das dann als Zustimmung?
Nein, oder?!
Der VM muß nach Ablauf der Frist dann klagen, oder?
Nachteile hat der Mieter dadurch nicht, oder?!
LG Melanie
Alle 5 Antworten
05.06.2008, 11:45 von CMAX_65
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Zitat:
Original geschrieben von morthingale
Zitat:

Aber mal was anderes. Wenn der VM versucht zu tricksen, wenn das so ist, kann man ihn ja auch direkt darauf ansprechen und ihn nicht "auflaufen" lassen.

Falls man noch an einem längeren Mietverhältnis interessiert ist, wäre das die strategisch günstigere Variante !!!


Wenn Du so argumentierst, dann hat aber bereits der Vermieter mit seinem Mieterhöhungschreiben das Vertrauensverhältnis zerstört. Ich sehe das so: Ein Mieter ist zurecht sauer, wenn er ohne Vorwarnung ein rechtlich falsches Mieterhöhungsschreiben bekommt.

Ich als (kleiner) Privatvermieter suche bei einem guten Mietverhältnis erstmal das persönliche Gespräch mit dem Mieter und erläutere nachvollziehbar, warum ich die Miete erhöhen möchte. Da bleibt das Verhältnis auch nach der Mieterhöhung gut und ich hab langfristig mehr davon.

Wenn Du so argumentierst, dann hat aber bereits der Vermieter mit seinem Mieterhöhungschreiben das Vertrauensverhältnis zerstört.

....ich würde nicht sagen zerstört, aber erheblich angekratzt. Nicht besonders schlau und letztlich auch nicht erfolgreich !

Den VM, wenn er wirklich so dumm oder frech ist, klagen lassen und er geht baden, bringt natürlich die Sache zur Eskalation !

Ich bleibe dabei: Wenn insgesamt die Wohnung und der Preis bzw. die Miete stimmt, unbedingt mit dem VM sprechen, ihm sachlich seine Fehler darlegen und die Mieterhöhung ablehnen.

Wenn er einigermassen einen IQ oberhalb einer Kaffeetasse hat, versteht er dies, ansonsten ist eh`Hopfen und Malz verloren.
Dann kann man/Mieter ihn immer noch "auflaufen lassen", dann hat er / der VM es nicht anders verdient !

MFG
05.06.2008, 11:02 von morthingale
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Zitat:

Aber mal was anderes. Wenn der VM versucht zu tricksen, wenn das so ist, kann man ihn ja auch direkt darauf ansprechen und ihn nicht "auflaufen" lassen.

Falls man noch an einem längeren Mietverhältnis interessiert ist, wäre das die strategisch günstigere Variante !!!


Wenn Du so argumentierst, dann hat aber bereits der Vermieter mit seinem Mieterhöhungschreiben das Vertrauensverhältnis zerstört. Ich sehe das so: Ein Mieter ist zurecht sauer, wenn er ohne Vorwarnung ein rechtlich falsches Mieterhöhungsschreiben bekommt.

Ich als (kleiner) Privatvermieter suche bei einem guten Mietverhältnis erstmal das persönliche Gespräch mit dem Mieter und erläutere nachvollziehbar, warum ich die Miete erhöhen möchte. Da bleibt das Verhältnis auch nach der Mieterhöhung gut und ich hab langfristig mehr davon.
29.05.2008, 17:21 von CMAX_65
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Zitat:
Original geschrieben von morthingale
Hallo Mel,

das siehst Du genau richtig. Der Vermieter muss dann innerhalb 2 Monate Klage auf Zustimmung einreichen.

Der Mieter sollte sich absolut bedeckt halten, bis die Klage eintrudelt.

Kleine Korrektur @ morthingale
inzwischen sind es 3 Monate !

Aber mal was anderes. Wenn der VM versucht zu tricksen, wenn das so ist, kann man ihn ja auch direkt darauf ansprechen und ihn nicht "auflaufen" lassen.

Falls man noch an einem längeren Mietverhältnis interessiert ist, wäre das die strategisch günstigere Variante !!!

MFG
29.05.2008, 17:09 von CMAX_65
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Zitat:
Original geschrieben von Melanie1
Hallo,
ich bekam ne Frage von nem Bekannten wo ich im Moment nicht 100 pro weiter weiß!
Er wohnt in nem großem Block, und bekam ne Mieterhöhung von knapp unter 20% unter Anführung von 3 Vergleichswohnungen die im selben Block sind!
O.K., es wurde geschrieben das die Wohnung A, B und C, X Miete kosten (mehr als seine Erhöhung ausmachen würde)
1. sind die angeführten Wohnungen umfangreich modernisiert
2. Ergab eine Nachfrage bei den betreffenden Mietern das sie tatsächlich weniger Miete zahlen als mein Bekannter jetzt ohne die Erhöhung zahlt!
Er bezahlt also jetzt schon mehr als die Mieter der modernisierten Wohnungen, und soll nun noch mal fast 20% mehr zahlen.
Nun soll er die Zustimmung zur Mieterhöhung geben.
Da die Tatsachen im Mieterhöhungsverlangen ja falsch sind ist das Schreiben wertlos.
Nun fragt er sich ob er reagieren muss oder nicht?
Wenn er einfach nicht reagiert, gilt das dann als Zustimmung?
Nein, oder?!
Der VM muß nach Ablauf der Frist dann klagen, oder?
Nachteile hat der Mieter dadurch nicht, oder?!
LG Melanie

Grundsätzlich kann der VM die Mieterhöhung, wenn der M nicht zustimmt, nur per Klage erzwingen/erreichen.

Wenn das so ist wie sie beschreiben, dass die Angaben falsch sind, dann kann der M tatsächlich die Klage abwarten und den VM handeln lassen.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1. VM zieht die Klage durch und geht "baden", das würde nur ein sag ich mal dummer VM tun.......

2. Weiss er, dass er im Unrecht ist und stellt diesmal ein neues, korrektes Erhöhungsverlangen, falls es echte Vergleichswohnungen gibt.

Wenn 1) kann das den VM problemlos bis zu 2.500 Euronen an Erfahrung kosten (Prozess ca. € 600,00 - € 1.000,00 zuzüglich ein eventuelles Gutachten ca. 1.500,00.

Wie gesagt wenn 1) dies macht er nur einmal !
ansonsten gilt 2)

MFG
29.05.2008, 14:20 von morthingale
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Hallo Mel,

das siehst Du genau richtig. Der Vermieter muss dann innerhalb 2 Monate Klage auf Zustimmung einreichen.

Der Mieter sollte sich absolut bedeckt halten, bis die Klage eintrudelt.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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