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05.12.2007, 22:54 von verzweifelterProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Von Vermieter zu Vermieter ...
Hallo,

wie waren Eure Erfahrungen nach Auszug eines "Wunschmieters"? Gab es schon mal bei jemanden die Erfahrung, dass der neue Vermieter des "Wunschmieters" sich bei Euch über diesen informieren wollte, nachdem der neue Vermieter merkte, wen er sich da ausgesucht hatte? Auch sonstige Dinge, mit denen man ihm Nachhinein noch rechnen muss, würden mich interessieren.

verzweifelter
Alle 23 Antworten
07.12.2007, 14:40 von Cora
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Da muss es aber Möglicheiten geben, denn die Mieterdatenbank gibt ja auch Daten an, Schufa-Einträge, EV etc.

Vielleicht ist ja einer der User mit einem RA befreundet und fragt mal nach.
07.12.2007, 13:55 von nass01
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Solche Listen zu führen ist Strafbar und die Weitergabe erst recht, DATENSCHUTZ.

Ich finde Datenschutz ist was für Verbrecher die ehrlichen Menschen haben nichts zu verbergen.
Es müsste ein Verfahren geben in Art einer einstweiligen Verfügung wo Wohnungen nach 2 oder 3 nicht gezahlten Mieten geräumt werden können.

07.12.2007, 09:56 von Lilibeth
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Zitat:
deshalb muss es doch auch möglich sein, eine Datenbank mit privaten Auskünftigen zu erstellen.



SUUUUUUUUUUPER IDEE

ich würde mit machen
07.12.2007, 09:54 von Lilibeth
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Wir wurden vom Vorvermieter unserer jetzigen Mieter ( Nomaden ) 6 Tage nach dem sie bei uns eingezogen waren angerufen .

Nur durch Information der Nachbarn hatte der ehemalige VM ( er wohnt weiter weg ) erfahren das die Mieter ausgezogen sind. Ein wachsamer Nachbar ist den Mietern nachgefahren und bekam so raus wo sie Unterschlupf gefunden hatten. Der VM hat sich dann im Ort erkundigt wem das Haus gehört und so uns ausfindig gemacht .
Die Vermieterin rief uns an und hat uns erzählt was mit unseren neuen Mietern los ist. Sie wollte uns warnen damit wir rechtzeitig handeln können und uns nicht ein so hoher Schaden entsteht .
Mit über 8000 € Mietschulden jede Menge Müll und Schrott haben sie das Haus verlassen.

Es hat sich schon nach einem Monat bei uns bewahrheitet das sie keine Miete zahlen wollen. Mietzahlungen kommen nur unter Zwang . Um nicht alles zahlen zu müssen wurde jetzt die Miete gemindert für einen Schaden den es nachweislich nicht gibt .

Jetzt müssen wir erst wieder mal die Mietminderung einklagen .

Ich habe noch immer Kontakt zu der ehemaligen VM die noch heute nach einem Jahr darauf wartet das es mal eine Gerichtsverhandlung gibt , damit sie wenigstens etwas Geld bekommt. Die Mieter sind ja berufstätig .
Die Mieterin ( Nomade ) ist Versicherungsagentin .

Wo sie arbeitet weiss ich
07.12.2007, 09:43 von cavalier
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Hallo Lilibeth,

Zitat:
Nur wie sollen wir VM uns wehren bei dieser tollen Gesetzeslage ?? Wir werden doch eigentlich gezwungen Mietnomaden auf unsere Kosten zu beherbergen

Richtig!

Der Gesetzgeber wird sich hüten, die Gesetze zu ändern. Solange der nichtzahlende Mieter bei dir wohnt, braucht der Staat für die Unterkunftskosten nicht zahlen.
07.12.2007, 09:30 von Lilibeth
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Zitat:
Mit dieser Einstellung - dem Vermieter nichts zu sagen - kommen wir nie auf einen grünen Zweig, tut mir Leid.



Da magst Du Recht haben.

Nur wie sollen wir VM uns wehren bei dieser tollen Gesetzeslage ?? Wir werden doch eigentlich gezwungen Mietnomaden auf unsere Kosten zu beherbergen bis das sie vielleicht ein anderes Vermieteropfer gefunden haben .
Eine Räumung dauert ewig lange und kostet und kostet......unser Geld was wir niemals wieder bekommen.

Nach 3 x nachweislich keine Miete gezahlt sollte es dem VM gesetzlich ermöglicht werden notfalls unter polizeilicher Aufsicht die Zwangsräumung zu vollziehen.

Sonst plädiere ich dafür das der Gesetzesgeber dem VM die Mietausfälle und andere entstandene Schäden durch den Nomaden ersetzt !!
07.12.2007, 08:29 von Jutetuetchen
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Hallo,

in einigen Städten gibt es bereits privat Vermieterschutz"vereine" -d.h. da haben sich viele VM zusammengetan, einen Verein gegründet und auch eintragen lassen da kommen schons uper viele Infos zusammen

Vielleicht hat ja der ein oder ander auch Lust sowas ins einem städtchen auf die Beine zu stellen ...... nur da muss man dann aktiv werden

Grüsse
07.12.2007, 00:38 von verzweifelter
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Hallo,

die Problematik ist klar: Sagt man einem eventuell zukünftigen Vermieter die Wahrheit, dann besteht die Gefahr, dass der Mieter die neue Wohnung nicht bekommt.
Sagt man die Unwahrheit, so kann man später womöglich vom neuen Vermieter belangt werden.

Nun, bei mir ("Wunschmieter" ist inzwischen eeeeeeeeendlich ausgezogen) fragte kein zukünftiger Vermieter nach, doch ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann mal doch noch Fragen kommen, wie der Mieter sich bei mir benommen hätte ... Ich würde die Wahrheit sagen und auf Wunsch auch als Zeuge im nächsten Mietprozess aussagen, sofern gewünscht.

Ich wollte halt nur mal wissen, wie oft so etwas passiert, dass ein Vermieter erst NACH Einzug des neuen Mieters sich beim vorigen Vermieter erkundigt und welche Erfahrungen Ihr dabei gemacht habt.

verzweifelter
06.12.2007, 18:45 von Cora
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Ja, aber vielleicht besteht ja die Möglichkeit eine private Datenbank aufzuziehen. Ich bin z.B.Mitglied in der Deutschen Mieterdatenbank, da gibt es auch Auskünfte, deshalb muss es doch auch möglich sein, eine Datenbank mit privaten Auskünftigen zu erstellen.
06.12.2007, 17:56 von nass01
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Sollte ein solcher Anruf kommen ist es meist zu spät so war es auf jeden Fall bei mir.
Dem Vermieter habe ich nur gesagt, dass ich ein Problem weniger habe und Er eines mehr.
Ich würde einem zukünftigen Vermieter auch nicht sagen das meine Mieter die Miete nicht zahlen und ich auf den Nomaden sitzen bleiben könnte.
Was mich nur ärgert ist, sich mit den geschädigten Vermietern zusammenschließt und das man solche Mieter im Wiederholungsfall nicht strafrechtlich belangen kann.
Da kommt immer der bescheuerte Einwand DATENSCHUTZ.
06.12.2007, 17:10 von Cora
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Mit dieser Einstellung - dem Vermieter nichts zu sagen - kommen wir nie auf einen grünen Zweig, tut mir Leid.

In der Regel ist es doch so, dass der Mieter schon gekündigt hat wenn er sich nach einer neuen Wohnung umsieht, manche natürlich auch noch nicht.

Und alle Nachvermieter erkundigen sich ja auch nicht.

Ich würde jedenfalls - sofern es sich um gravierende Sachen handelt, wie: schleppende Mietzahlungen, notorische Nörgler etc. die Wahrheit sagen, auch auf die Gefahr hin, dass der eine oder andere länger bei mir bliebe.

Mit einer solchen Einstellung nutzt uns auch keine Datenbank, worüber wir uns ja auch mal unterhalten hatten, in denen die schwarzen Schafe eingetragen werden sollten.

Und wenn das rechtlich machbar wäre, ich würde eine aufmachen!
Vielleicht kennt sich ja jemand aus (rechtlich gesehen).
06.12.2007, 15:41 von Jobo
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Zitat:
Nach dem Fiasko mit unseren Nomaden würde ich wenn der neue Vermieter mich fragt, keine negative Auskunft geben. Bin ja sooooooo froh, wenn ich diese los bin.


genau das ist es doch. Das Fiasko (AM und AUGENROLL weghören) besteht ja nicht nur aus finanziellen Verlusten, man hat ja auch Ärger und somit Stress (ich weiß das ist alles in der Grundmiete abgedeckt). Aber wenn die Kleinvermieter immer mehr aussterben, werden eben die Vermietgesellschaften immer mehr boomen. Was sich dann in den Mietpreisen (nach oben) wieder niederschlägt.
Jobo
06.12.2007, 15:01 von Lilibeth
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Zitat:
dass der vorige Vermieter nichts aussagen will über das, was gelaufen ist.



meistens sind die Vermieter froh , wenn ihre Nomaden oder Dauermietminderer die Platte putzen.Die sagen vorher nichts aus. Vor Angst das die Mieter die neue Bleibe nicht bekommen, schweigen sie !!!

Es hört sich hart an und wirkt äusserst gemein und einige hier werden vielleicht jetzt eine schlechte Meinung von mir haben .
Nach dem Fiasko mit unseren Nomaden würde ich wenn der neue Vermieter mich fragt, keine negative Auskunft geben. Bin ja sooooooo froh, wenn ich diese los bin.

06.12.2007, 14:28 von Cora
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Hallo

ich habe mich leider zu spät beim Vorvermieter meiner "Lieblingsmieterin" erkundigt, der gute Mann hätte mir auch vor Abschluss des MV gesagt was er alles so erlebt hat. Wir stehen noch heute in regem Gedankenaustausch und voraussichtlich wird er auch als Zeuge in dem kommenden Prozess benannt.

Da ja in der Selbstauskunft meiner zukünftigen Mieter die alte Adresse steht, bin ich einfach dort hingefahren und habe an verschiedenen Türen geklingelt und nach dem Eigentümer gefragt, der praktischerweise im gleichen Haus wohnt.

Den Vermieter kann man also - hat man denn die derzeitige Adresse des Interessenten - auf jeden Fall herausbekommen.
06.12.2007, 13:15 von Jutetuetchen
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Hallo,

bei uns hat auch noch kein Vermieter angerufen und sich nach einem ehemaligen Mieter erkundigt (lediglich die Kripo zeigte bei 2 ehem. Mietern Interesse) und für einen habe ich eine Referenz ausgestellt ( hab ich bald schon vergessen ;-))) ist nach Irland ausgewandert und brauchte für den neuen VM dort eben Referenzen der letzten evtl. VM. Aber gab nur gutes zu berichten fein übersetzt in Engelisch übersetzt

Ich hätte allerdings kein problem einem VM Kollegen zu berichten was gut war und was schlecht gelaufen ist und wie ich den betroffenen kennengelernt habe etc. - da sollte man untereinander auch fair sein schliesslich kann mans elbst ja auch mal in die Situation kommen und fragt beim VorVM nach bevor man sich einen Mieter in die Wophnung setzt wo man doch noch usnicher ist und das würde ich tun (nachfragen) wenn ich mir nicht ganz sicher wäre (z.B. Schufa Auskunft etc. o.K. aber eben noch ein ungutes Gefühl im Bauch was sich nicht wirkliche erklären lässt)

LG
06.12.2007, 10:25 von Jobo
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deshalb läßt man sich den Namen und Telefonnummer nicht vom Vorvermieter, sondern vom Vorvorvermieter geben. Der hat kein Interessenskonflikt.
Jobo
06.12.2007, 09:10 von hecke
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hallo,

da muß ich augenroll zustimmen.

vor jahren hatte ich mal einen ähnlichen fall, ich war froh als der patient ausgezogen war, ich haette einen teufel getan, und vorher den neuen vermieter zu informieren, der haette im schlimmsten falle noch die notbremse gezogen, und ich haette dieses subjekt wieder am hals gehabt.

aber....als er endgueltig raus war habe ich tatsaechlich den neuen vm angerufen (der meinete tatsaechlich warum ich ihm das nicht vorher gesteckt habe-HALLO) sowie sicherheitshalber auch seine schuldner damit die gleich weiter eintreiben konnten
06.12.2007, 09:04 von Augenroll
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Der Vorvermieter wird bei einem Problemmieter doch alles tun, um diesen loszuwerden.

Da wäre es für ihn nicht hilfreich, den Nachvermieter oder Auskunfteien mit negativen Auskünften zu versorgen bevor der Mieter nicht umgezogen ist.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
06.12.2007, 08:41 von Bernd
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Ich hab es andersrum gemacht und schon vor der Räumung geschnüffelt wo mein Lieblingsmieter hinzieht.
Den Vermieter über die dortigen Mieter erfragt.
Allerdings hat es wenig gebracht, waren zwar sehr dankbar für die Info, aber gehandelt haben sie nicht.
Daher konnten die ihre Masche noch länger durchziehen.
Ich habe vor längerer Zeit nochmal nachgehakt, da waren die schon 1 Jahr drin und hatten exakt eine Miete bezahlt.

Mit den von mir zugesendeten Unterlagen zu Adressen und Ablauf einer schnellen Entsorgung incl. Berliner Räumung haben die nix gemacht.
Die haben eine Trantüte von Anwalt beauftragt der alles schön langsam und für ihn so umsatzkräftig wie möglich gehändelt hat.

Schade um das schöne Geld.
Inzwischen nach 18 Monaten sind die raus, den neuen Vermiter habe ich wieder rausbekommen (Beziehungen ) , und ich hoffe der ist flinker.

Bernd
06.12.2007, 01:05 von verzweifelter
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Hallo Mortinghale,

Zitat:
Woher soll er den eigentlich kennen ?

Ist manchmal mit nur wenig Aufwand herauszufinden.

verzweifelter
06.12.2007, 00:44 von Mortinghale
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Zitat:
der gerade merkt, was er sich da eingefangen hat, sich evtl. beim vorigen Vermieter erkundigt


Woher soll er den eigentlich kennen ?

06.12.2007, 00:33 von verzweifelter
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Hallo Musti1000,

habe meine Frage wohl missverständlich ausgedrückt: Es geht um "Wunschmieter" (ironisch). Also Dauernörgler, Mietminderer, Mietnomaden waren gemeint. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Vermieter, der gerade merkt, was er sich da eingefangen hat, sich evtl. beim vorigen Vermieter erkundigt, was da so lief.
Und ich wollte wissen, ob sich bei Euch, nachdem Ihr so einen "Wunschmieter" loswurdet, mal der nachfolgende Vermieter gemeldet hat. Wie habt Ihr reagiert?
Manchmal frage ich mich, wie solche Mieter es immer wieder schaffen, eine Wohnung mieten zu können, und wie sie es schaffen, dass der vorige Vermieter nichts aussagen will über das, was gelaufen ist.

verzweifelter
05.12.2007, 23:06 von Musti1000
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In Deutschland ist wohl nicht üblich, bei einem früheren Vermieter anzufragen, um sich Informationen über Mieter zu besorgen...

Bei mir hat bisher noch niemand nachgefragt - allerdings habe ich das bisher auch nicht gemacht, bisher verlasse ich mich auf Auskünfte zB. von Europro (füher supercheck 24), die bisher immer sehr gute Auskünfte erteilt haben, die auch stimmten.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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