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28.11.2007, 08:24 von rodimaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vollwärmeschutz = bauliche Maßnahme?
Hallo Forenfreunde,

wir sind eine WEG (9 Eigentümer)und unser Haus befindet sich in einem Sanierungsgebiet der Stadt. Hier soll in den nächsten Jahren der Stadtteil verschönert werden. Für bestimmte Sanierungen an Eigentum werden bis zu 25 % bezuschusst.
Wir haben schon länger vor die Fassade incl. Betonsanierung renovieren zu lassen. Für diese Maßnahme wird nichts bezuschusst. Der Zuschuss gilt z.B. für Vollwärmeschutz anbringen usw.
Grob geschätzt würde so eine Sanierung ungefähr 100.000 € kosten. Das ist ein Patzen Geld. 3 Wohnungen sind vermietet und die Eigentümer pochen wegen des Wärmeschutz-Passes auf eine Sanierung dieser Art.
Frage:
1. Ist das Anbringen von Vollwärmeschutz eine bauliche Veränderung?
2. Wenn ich richtig informiert bin dann bedarf es bei einer baulichen Veränderung 2/3 Mehrheit der Eigentümer, d.h.: bei einem Stimmenverhälnis von 4 dagegen und 5 dafür würde einer solchen Maßnahme nicht zugestimmt werden.
Liege ich da richtig?
Würde mich über zahlreiche Hinweise und Tips freuen.
Alle 4 Antworten
28.11.2007, 21:21 von rodima
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Hallo RMHV,

..und keinen Wohnungseigentümer gegenüber anderen unbillig beeinträchtigen".

Was ist darunter zu verstehen???

Wenn nun 5 dafür und 4 dagegen stimmen, weil die 4 die finanziellen Mittel nicht aufbringen können, ist dies dann der Fall??
28.11.2007, 15:25 von Augenroll
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Zitat:
Für bestimmte Sanierungen an Eigentum werden bis zu 25 % bezuschusst.


Vergessen Sie bitte nicht, bei der Modernisierungsmieterhöhung diese Zuschüsse und den Instandsetzungsanteil herauszurechnen!
28.11.2007, 11:38 von RMHV
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Zitat:
rodima » 28.11.07 08:24 «

1. Ist das Anbringen von Vollwärmeschutz eine bauliche Veränderung?
2. Wenn ich richtig informiert bin dann bedarf es bei einer baulichen Veränderung 2/3 Mehrheit der Eigentümer, d.h.: bei einem Stimmenverhälnis von 4 dagegen und 5 dafür würde einer solchen Maßnahme nicht zugestimmt werden.


Das wird keine bauliche Veränderung sein, sondern eine Modernisierung oder eine modernisierende Instandsetzung.
Das wesentlich Kriterium ist der Instandsetzungsbedarf.

Auch eine modernisierende Instandsetzung ist eine Instandsetzung. Besteht ein Instandsetzungsbedarf, ist zur Beschlussfassung nur die einfache Mehrheit erforderlich.

Besteht kein Instandsetzungsbedarf, kann nach § 22 Abs. 2 WEG eine Modernisierung im mietrechtlichen Sinn oder eine "Anpassung des gemeinschaftlichen Eigentums an den Stand der Technik" mit einer Mehrheit von 3/4 der Eigentümer und gleichzeitig 50% der Miteigentumsantele beschlossen werden. Die Maßnahmen dürfen "die Eigenart der Wohnanlage nicht ändern und keinen Wohnungseigentümer gegenüber anderen unbillig beeinträchtigen".

Für eine bauliche Veränderung wäre es nach § 22 Abs. 1 WEG erforderlich, dass "jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden". Bei einer Wärmedämmung dürfte dies also jeder Eigentümer sein.
28.11.2007, 11:37 von Bernd
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Ähm, euch ist schon bekannt das es günstige Kredite der KFW Bank für Energiesparmaßnahmen gibt?
Und dann bekommt Ihr noch 25% von der Stadt geschenkt???

Worauf wartet ihr noch?

Alleine von den gesparten Geld der Heizkosten könnt ihr dann die Kredite zurückzahlen.
Und wenn die Brennstoffe so weiter im Preis steigen wird es noch billiger!!

Ob Ihr das Geld den EVUs schenkt damit die noch mehr Gewinne scheffeln, oder ihr es besser in die Zukunft euerer Wohnumgebung steckt, ist zwar eure Sache.
Aber ein erneuertes Haus hat für euren zukünftigen Geldbeutel viele Vorteile.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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