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18.03.2008, 09:47 von IchProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vollstreckungsschutz
Jaja, da haben wir nach 1,5 Jahren wenigstens erstmal ein Teilurteil erwirken können und nun, da der Zwangvollstreckungstermin näher rückt, beantragen die Schuldner nun Vollstreckungsschutz...
Am 1.Februar erging das Urteil, dass unsere fristlose Kündigung vom 02.11.06 rechtmäßig ist. Am 15.Februar bekamen wir dann Post vom Gerichtsvollzieher mit dem Termin der zwangsräumung: 28.03.08
So, und nun flatterte uns am Samstag Post von einem neuen Schuldneranwalt (ohhho - der andere Anwalt hatte wohl sein Geld nicht bekommen????). Er beantragt Vollstreckungsschutz für die Schuldner (nichteheliche Lebensgemeinschaft mit 3 Kindern 3,5 und 7 Jahre). Angeblich gäbe es keine Wohnungen hier im Ort und ausserdem sei das mittlere Kind stark entwicklungsverzögert. Das große Kind ist seit September Schulkind. Der Kleine geht ab Juni in den Kindergarten. Frau Schuldner ist arbeitslos, Herr Schuldner ist Fernkraftfahrer (Firmensitz ist aber nicht hier im Ort)und nur am Wochenende zuhause.
Sie beanspruchen unbedingt eine Wohnung mit mind. 4 Räumen und über 90m². Tja, und sowas ist hier wirklich Mangelware...
Aber wer will schon einen Mieter, der keine positive Vorvermieterbescheinung´bringen kann????

Nun bin ich mal gespannt, was der Herr Anwalt zu meinen 23 Seiten Wohnungsangeboten sagt - alle in der näheren Umgebung und teilweise auch im Ort
Alle 10 Antworten
18.03.2008, 15:44 von stefan_nuernberg
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Wenn die Wohnung nach Ende der Mietzeit (= Kündigungstermin) nicht zurückgegeben wird, hast Du einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung in Höhe der vereinbarten Miete oder - wenn Du z.B. anderweitig höher hättest vermieten können - einen Schadensersatzanspruch in Höhe der entgangenen Einnahmen.

Die Frage ist natürlich, ob Du das Geld - selbst nach einem erfolgreichen Gerichtsverfahren - je bekommst? Ich würde mir überlegen, ob ich hier noch Geld investiere.

Gruß

Stefan
18.03.2008, 12:32 von Ich
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@Irm
Au ja, das wäre lieb, wenn Du mir das Schreiben mal geben könntest.
Na ich hoffe doch mal, dass die Richterin inzwischen die Machenschaften von unseren Maden erkannt hat. Zumindest hat sich ihre Meinung im Laufe der Verhandlungen grundlegend geändert.

Sagt mal, wie ist das eigentlich - nach der fristlosen Kündigung im November 2006 sind die Maden ja wohnen geblieben. Gleichzeitig haben sie die Miete wegen Schimmel gemindert.
Das Gericht hat die fristlose Kündigung ja nun für rechtens erklärt. Offen ist nun noch die Frage, ob die Maden hätten mindern können. Wenn sie aber nach der Kündigung weiter wohnen bleiben, müssen die Maden doch aber den vollen Mietzins zahlen, oder seh ich das falsch?
18.03.2008, 11:25 von Irm
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Da bin ich mir aber trotz Verdrängung sehr sicher.
Meinem Mieter wurde damals eine 6-monatige Räumungsfrist eingeräumt,mit dem Argument dass die Miete gewährleistet war.
Beim Vollstreckungsschutz der ja eine Stufe weiter ist,hatte ich ein langes Gespräch mit dem Gericht und da kam auch immer wieder
das Argument, wegen der Miete.
Leider hab ich grad die Unterlagen nicht hier.
Irm
18.03.2008, 11:13 von cavalier
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Hallo Irm,

Vollstreckungsschutz nur dann gewährt wird ,wenn die Mietzahlungen gewährleistet sind.
Ist das wirklich so?
18.03.2008, 11:12 von Irm
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Da fällt mir noch ein , dass Vollstreckungsschutz nur dann gewährt wird ,wenn die Mietzahlungen gewährleistet sind.
Ehrlich gesagt habe ich das Thema schon sehr verdrängt.
Irm
18.03.2008, 11:08 von Irm
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Das siehst Du vollkommen richtig.
Sie muß zudem für sämtliche Schäden während der Beschlagnahme
aufkommen und die vollständige Räumung am Ende der Beschlagnahme
übernehmen.
Bei mir mußten Sie noch zudem einen Ordnungshüter vorbeischicken
der kontrolliert hat ob die Made auch ihrer Schneeräumpflicht
nachgekommen ist.
Irm
18.03.2008, 11:00 von stefan_nuernberg
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@irm

Wenn die Wohnung von der Gemeinde beschlagnahmt wird, dann muss die Gemeinde dann aber doch die Miete bezahlen, oder sehe ich das falsch?

Grüße

Stefan
18.03.2008, 10:51 von Irm
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Du kannst dem Vollstreckungsschutz widersprechen.
Ich habe das auch gemacht und dem Vollstreckungsschutz wurde
nicht stattgegeben.
Wenn Du willst schick ich Dir mein Schreiben ans Amtsgericht.
Wenn Du mit der Verhinderung des Vollstreckungsschutzes erfolgreich warst, kann dann nur noch passieren, dass dir die Wohnung von der Gemeinde beschlagnahmt wird.
Das ist mir passiert.
Widerspreche aber zuerst dem Vollstreckungsschutz !!!
Irm
18.03.2008, 10:44 von JollyJumper
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Das ist nur die übliche Mitleidstur!
Als nächstes kommt dann noch, dass der Kanarienvogel Verlustängste hat und sich beim Umzug immer so schlecht wieder einlebt und die Geranie Schildläuse, so dass ihr ein Umzug derzeit auch nicht zuzumuten ist.
Bleib mit dem RA am Ball und lass Dich auf keine Kompromisse ein!

Gruß JJ

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18.03.2008, 10:26 von tommytulpe
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Was soll man dazu noch sagen? Ich würde immer weiter gerichtlich vorgehen. Die Maden haben sich halt werpuppt.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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