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13.08.2007, 03:56 von DummerchenProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vollstreckungsbescheid
Hallo!

Zwischenzeitlich habe ich gegen meine "Traummieter" einen gerichtlichen Vollstreckungsbeschied erwirkt. Die Kündigung habe ich zum 31.08.2007 ausgesprochen.

1. Wie gehe ich mit meinem Vollstreckungsbescheid weiter vor? Meine Mieter sind Hartz IV Empfänger. Kann mich erinnern, dass früher nur Zahlungen für den laufenden Lebensunterhalt pfändungsfrei waren und besondere Einmalzahlungen sehr wohl als pfändbar gewertet wurden.

2. Kann ich mich mit dem Vollstreckungsbescheid direkt an die Bank vom Mieter wenden?

3. Am Samstag sind die Mieter wahrscheinlich ausgezogen (lt. Nachbarin wurden die Matratzen weggetragen). Muss ich bis zum 31.08.2007 warten, oder kann ich mir eher den ultimativen Wohnungsschock abholen?

Schon mal Danke für euer Hilfe, auch wenn meine Fragen vielleicht ein bischen unqualifiziert sind (1.Problemmieter; mit den anderen hat es wesentliche besser geklappt.)
Alle 4 Antworten
13.08.2007, 10:34 von frischebrise
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Hallo,

Zitat:
3. Am Samstag sind die Mieter wahrscheinlich ausgezogen (lt. Nachbarin wurden die Matratzen weggetragen). Muss ich bis zum 31.08.2007 warten, oder kann ich mir eher den ultimativen Wohnungsschock abholen?


gegen vorsichtiges Reinschauen kann niemand was haben.
(Nur kein Hausfriedensbruch)
Sofern die Wohnung konkludent als aufgegeben gilt, auch hereingehen.
Unter Aufgabe ist zu verstehen, dass alle Sachen bis auf Gerümpel entfernt wurden und eine Schlüsselübergabe nicht zu erwarten ist.
Evtl. muß VM. zwingend nach Gefahrenstellen, wie Wasserabsperrungen, Gasanschlüssen schauen um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
13.08.2007, 07:46 von Bilbo
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"Meines Wissens kann der Vollstreckungsbescheid zu einem Gerichtsvollzieher am neuen Wohnsitz des Mieters gefaxt werden. Kostet dann nicht mehr viel, so um die 75,- €."

Nein. Ein GV läuft immer nur mit dem Original-Titel los. Also kein Fax! Neue Adresse der Schuldner herausfinden und dann den GV vor Ort mit dem Titel beauftragen.

"Völlig daneben ist jedoch das Gesetz, dass ein Gerichtsvollzieher innerhalb von 3 Monaten das Geld eintreiben muss."

Welches Gesetz soll das bitte schön sein ???? Der GV kann auch Ratenzahlungsvereinbarungen mit dem Schuldner treffen, z.B. wenn dieser gem. § 900 Abs. 3 ZPO glaubhaft macht, die Forderungen in 6 Monaten zu begleichen.
13.08.2007, 05:17 von Dummerchen
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Danke!

Was ist wenn der GV die Schulden nicht innerhalb von 3 Monaten eintreiben kann?
13.08.2007, 04:21 von vollprofi
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zu 1.) Meines Wissens kann der Vollstreckungsbescheid zu einem Gerichtsvollzieher am neuen Wohnsitz des Mieters gefaxt werden. Kostet dann nicht mehr viel, so um die 75,- €.
Der bittet den Schuldner dann um Geld oder Vermögen in Höhe lt. Vollstreckungsbescheid.
Völlig daneben ist jedoch das Gesetz, dass ein Gerichtsvollzieher innerhalb von 3 Monaten das Geld eintreiben muss. Die geforderten Summen sind ja nicht mal von Steuerzahlern aufzubringen.

2.) Der GV kümmert sich um das Geldeintreiben.

3.) Sofortigen Termin zur Schlüsselübergabe vereinbaren (noch heute!).
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