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04.01.2008, 12:17 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|VM "bricht" in eigene Wohnung ein
Hi,

zur Info:

Freitag, 04. Januar 2008

Vermieter bricht eigene Wohnung auf
Ex-Mieter antwortet mit Anzeige


Von Tanja Wessendorf

Harburg. Auf handfeste Art hat sich jetzt ein Vermieter in Harburg gegen die "Besetzung" seiner Wohnung gewehrt. Im Beisein der Polizei bohrte der Meckelfelder Claus Neugebauer das Türschloss im dritten Obergeschoss seines Mietshauses an der Marienstraße auf und brach sozusagen in seine eigene Wohnung ein. Neugebauer ist kein Einzelfall. Nach Angaben der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund gibt es bundesweit mehr als 10 000 Fälle, in denen systematischer Mietbetrug vorliegt.
Der Grund für Neugebauers Bohraktion: Die Wohnung wird seit Monaten von einem ehemaligen Mieter "besetzt". Bereits am 13. August hatte Neugebauer ihm wegen rund 1200 Euro Mietschulden fristlos gekündigt. Die Wohnung sollte neu vermietet werden. Doch der Mann kam zurück, sei in seine ehemalige Wohnung eingebrochen, habe das Schloss ausgebaut und sei geblieben. Zwischenzeitlich sei er ausgezogen und habe die Wohnungsschlüssel für 180 Euro an eine dritte Person "verkauft". Als eine Nachbarin den Ex-Mieter wieder an der Tür sah, hatte Neugebauer endgültig genug.
Um nicht selbst als Einbrecher verhaftet zu werden, setzte der Meckelfelder die Polizei von seiner Aktion in Kenntnis. Zwei Beamte und ein Zeuge schauten zu, wie der Vermieter fast eine Stunde lang versuchte, mit der Bohrmaschine das Türschloss zu seiner Wohnung aufzubohren. "So ein hart- näckiges Schloss habe ich noch nicht erlebt", meinte Neugebauer. Offenbar habe sein Ex-Mieter alles versucht, um die Wohnung "sicher zu machen". Nach dem Durchbruch die Enttäuschung: Der "Besetzer" war nicht zu Hause. In der Zwei-Zimmer-Wohnung fanden sich lediglich ein Klappbett, ein Fernseher, zwei Telefone und ein halbvolles Cola-Glas, in dem Zigarettenkippen schwam-men. In beiden Räumen liefen die Heizungen auf höchster Stufe. "Kost' ja nix", kommentierte Neugebauer diese Verschwendung. Er räumte die Sachen in den Keller und tauschte das Schloss aus. Neugebauer erstattete dann Anzeige wegen Einbruchs und Hausfriedensbruchs. Sein Ex-Mieter sei nicht untätig geblieben: Er habe die Tür am selben Abend wieder aufgebrochen und ebenfalls Anzeige erstattet. Seite 3 Kommentar Seite 2 Lokal

Quelle:http://www.han-online.de/HANArticlePool/00000116abaf25af0057006a000a005232554d35

Wer weiss, vielleicht bekommt der feine Herr auch noch Prozesskostenhilfe, würde mich nicht wundern bei "unserer" Gesetzgebung !!!

MFG
Alle 4 Antworten
10.01.2008, 10:55 von CMAX_65
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Hi,

das ist das Tolle am Internet, Infos können schnell ausgetauscht werden und so mancher gewarnt werden.

Leider sind viele VM immer noch zu "vertrauensselig" und "unprofessionell".

Erst wenn allen klar ist, was der potentielle Schaden sein kann wacht der eine oder andere auf.

Den wenigen Mietnomaden, die allerdings den den Ruf fast aller vertragstreuen Mieter ruinieren, wird hoffentlich zukünftig das Leben schwerer gemacht.

Heisst, das eben irgendwann auch die Gerichte kein "Verständnis" mehr für solche Mieter haben.

Aber die Mühlen, insbesondere die Gerichtsmühlen laufen langsam............

MFG
04.01.2008, 14:35 von dedl
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Zitat:
Jetzt frage ich mich natürlich: kann man den "Mieter" nicht mit Polizeigewalt aus der Wohnung bekommen?

Nein, warum?

Zitat:
Keinen Mietvertrag mehr haben,

Hat er doch, wenn auch einen gekündigten.

Zitat:
keine Miete zahlen,

Das ist per se nicht verboten.

Zitat:
Schloss austauschen und dann das vom VM getauschte wieder aufbrechen - dumm gefragt: was ist das für ein Strafdelikt?
Oder ist es im Grunde genommen gar keines?

Nein, er hat sich lediglich wieder Zugang zu "seiner" Wohnung verschafft.

Zitat:
Ich glaube, ich würde ausrasten.

Wer nicht? Das ist mal wieder ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen Rechtsempfinden und "Recht".
04.01.2008, 14:30 von andreasM
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Also ob diese Geschichte wirklich wahr sein soll???
Ich mein, so etwas macht doch keiner!

AM
04.01.2008, 14:06 von Cora
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Sein Ex-Mieter sei nicht untätig geblieben: Er habe die Tür am selben Abend wieder aufgebrochen und ebenfalls Anzeige erstattet. Seite 3 Kommentar Seite 2 Lokal

da kriegt man ja die Krise. Hätte er mal auch das Haustürschloss ausgewechselt.

Jetzt frage ich mich natürlich: kann man den "Mieter" nicht mit Polizeigewalt aus der Wohnung bekommen?
Keinen Mietvertrag mehr haben, keine Miete zahlen, Schloss austauschen und dann das vom VM getauschte wieder aufbrechen - dumm gefragt: was ist das für ein Strafdelikt?

Oder ist es im Grunde genommen gar keines?

Ich glaube, ich würde ausrasten.
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