> zur Übersicht Forum
27.05.2007, 18:34 von MichaelBProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Verwaltung durch Eigentümer
Hallo,

bin Miteigentümer einer Wohnanlage von 9 WE und besitze davon 5 WE . In der nächsten Eigentümerversammlung möchte ich die Verwaltung mit meiner Stimmenmehrheit übernehmen. Das dürfte kein Problem sein.
Problematisch ist es aber bei den nachfolgenden Entscheidungen, da meine Stimmenanteile dann aufgrund meiner Verwalteranteile entfallen.

Die Wohnungen gehören mir und meiner Frau jeweils zur Hälfte. Um diese oben beschriebene Situation zu vermeiden reicht es da, meinen Anteil an den Wohnungen an meine Frau zu verschenken?

Herzlichen Dank fürs Mitdenken!!
Alle 2 Antworten
28.05.2007, 21:15 von JollyJumper
Profil ansehen
Zitat:
....meinen Anteil an den Wohnungen an meine Frau zu verschenken?

Das halte ich aber für ein unverhältnismäßig großes Risiko bei der ganzen Sache!!!
28.05.2007, 19:34 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

Frage vorweg: Ist das Stimmrecht der WEigtümer in der Teilungserklärung tatsächlich so geregelt? Würdest du bitte mal feststellen wie die Formulierung dort lautet?

Die Ausnutzung einer Majorisierung zum eigenen Vorteil ist sowieso untersagt. Ob du das Verwalteramt ausübst oder nicht. Nur weil sich ein Mehrheitseigentümer zum Verwalter bestellt wird das nicht unterstellt.

Daher ist es auch nach den normalen gesetzlichen Regeln möglich, dass der Mehrheitseigentümer bei seiner eigenen Bestellung mitstimmt. Auch bei Vertragsverlängerung und normaler Vertragsbeendigung ist / sind Verwalters eigene Stimme(n) nicht beschränkt. Gleiches gilt bei allen normalen Angelegenheiten der Verwaltung. Die Einschränkungen mit normal mache ich, weil es in der Teilungserklärung auch anders geregelt sein kann.

Nicht stimmberechtigt ist V grundsätzlich bei seiner Entlastung oder der Abwahl aus wichtigem Grund. Außerdem in den Fällen nach § 25, 5 WEG.

Bei welcher Art Beschlüssen hättest du konkret Bedenken?

Die Lösung über den Ehepartner halte ich für keine Lösung. Die persönliche und wirtschaftliche Verflechtung ist offensichtlich und wird daher bei einer Auseinandersetzung als Argument, dass ein InsichGeschäft nicht vorliegt auch nicht greifen. Der Verwaltervertrag sollte eine Befreiung von § 181 BGB beinhalten.

Gruß
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter