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28.10.2006, 18:28 von chrismarieProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|verwalter
Hallo,
meine Frage: der Verwalter meiner vermieteten EW verschiebt von Jahr zu Jahr
die Eigentümerversammlung mit den dann präsentierten Abrechnungen für die NK immer weiter nach hinten.
Wohne nicht in der gleichen Stadt. Habe ihn Ende August angerufen. "NK Abrechnungen für 2005 ! wäre in Arbeit" meinte er. Bis heute habe ich keine Einladung zur Eigentümerversammlung erhalten. Ist so eine späte Abrechnung normal ? Kann ja auch nach dem 31.12. eine event.Nachzahlung für meinen Mieter nicht mehr geltend machen. (Der Verwalter hat in der Stadt keinen schlechten Ruf )
Vielen Dank
Chrismarie
Alle 4 Antworten
30.10.2006, 09:08 von Kasperkopf
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Hallo Chrismarie,

bevor Du gegen den Verwalter vorgehst, erst in die TE reinschauen, ob da eine Frist vereinbart wurde, binnen welcher die Abrechnungsunterlagen vorgelegt werden müssen. Manch einer staunt, was da alles verwalterfreundliches festgehalten ist.

Befindet sich darin keine Frist bzw. ist diese schon überschritten ein Schreiben gerichtsfest an den Verwalter zustellen, in welchem er aufgefordet wird bis xx.xx.xxxx die Abrechnung zu erstellen und die Versammlung einzuberufen. Andernfalls Schadensersatz androhen.

In jedem Falle auch mit den anderen Eigentümern sprechen und sie auf die Probleme aufmerksam machen. Leider gibt es viele Eigentümer, denen alles wurscht ist und die es auch nicht kümmert, wenn sie ihr sauer verdientes Geld einem Verwalter hinterherschmeißen, der eine schlechte Dienstleistung abliefert. Diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen. Da investiert man als Verwaltungsbeirat eine Menge Zeit, arbeitet jeden einzelnen Kontoauszug durch, erstellt eine komplette Gegenabrechnung, entdeckt dabei Abrechnungsfehler der Hausverwaltung, völlig unnötig überzogene Girokonten, die Verzugszinsen produzieren sowie katastrophal kalkulierte Wirtschaftspläne und wie wird es einem gedankt? Nicht, indem die Verwalterin abgesetzt wird sondern indem auf den Beirat losgegeangen wird, mit der Begründung, ich solle nicht so kleinlich sein und außerdem würde ich doch nur an die Verwaltung an mich reißen wollen. Daraufhin habe ich mein Beiratsamt niedergelegt und kümmere mich derzeit mal nicht darum, unserer Verwalterin permanent an die Erledigung Ihrer Pflichten zu erinnern und was soll ich sagen? Ein Schaden ist seit mittlerweile zwei Jahren nicht behoben, obwohl auf zwei Versammlungen beschlossen wurde, dass die Verwalterin den Handwerker xyz beauftragen soll. Weitere Beschlüsse wurden ebenfalls nicht umgesetzt. Das Treppenhauslicht geht auch seit über einer Woche nicht mehr. Bin sehr gespannt, ob die Eigentümer, die noch dieses Jahr so bösartig auf mich los gegangen sind, auf der nächsten Versammlung immer noch meinen, an dieser Verwalterin festhalten zu müssen.

Daher: Gut vorbereiten und auf alles gefasst sein!!

Gruss Kasperkopf
29.10.2006, 11:19 von CMAX_65
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Hi johanni,

ist richtig was Sie sagen.

Dennoch würde ich es besser finden, wenn diese beschriebene Situation nicht eintritt.

Zu einer ordentlichen Verwaltung gehören auch m.E. normale Eigentümerversammlungen in angemessener Zeit. Sonst taugt die Verwaltung nichts.

"chrismarie" sagt ja selbst, es würde jedes Jahr später werden.

Entweder gibt es dafür nachvollziehbare Gründe, oder die/der Verwalter hat es selbst verschlurcht.

Wenn lezteres, kann ich nur sagen, Verwalterabwahl androhen, sonst ändert sich auch in der Zukunft nichts.

MFG
29.10.2006, 10:29 von johanni
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Hallo,

Zitat:
Eventuelle Nachzahlungen können Sie, wie Sie richtig bemerkt haben, nach dem 31.12 nicht mehr geltend machen.


Gilt jedoch nur, wenn Du selbst die Abrechnungen erstellst.
Kannst Du nachweisen, dass Du die Abrechnungen nicht fristgerecht erhalten hast, d.h. der Verwalter oder versorger diese erst verstätet herausgegeben hat, kannst Du sehr wohl Nachzahlungen bei den Mietern geltend machen.

Es sei denn, auch hier hat sich inzwischen die Rechtssprechung geändert

LG Johanni
28.10.2006, 19:10 von CMAX_65
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Hi,

die Eigentümerversammlungen, die ich kenne, sind immer im Frühjahr bzw. spätestens im Sommer des Jahres für das Vorjahr.

Eventuelle Nachzahlungen können Sie, wie Sie richtig bemerkt haben, nach dem 31.12 nicht mehr geltend machen.

Also dem Verwalter unmissverständlich klar machen mit Fristsetzung max. 2 Wochen Versammlung durchzuführen.
Ansonsten würde ich mit Verwalterabbestellung und Schadensersatzforderungen drohen.

Selbst wenn er sofort eine Versammlung einberuft, ist die Meldefrist für eine korrekt einberufene Versammlung glaube ich mindestens 1 Woche???

Konsequent bleiben, sonst ist es Ihr Schaden.

MFG
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