> zur Übersicht Forum
04.05.2007, 18:46 von wasserhugoProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Verwalter-Verwalterbeirat
Hallo und guten Abend,

ich bin Eigentümer in einer Wohnanlage mit 24 Einheiten. Da ich dies noch nicht lange bin und daher erst in der "Lernphase" bin, habe ich mal einige Fragen an alte erfahrene Hasen:

1. Unser Verwalterbeirat besteht nur aus zwei Personen. Sind nicht drei Personen zwingend erforderlich?

2. Der Vertrag unseres Verwalters läuft zum 1. Juli 2007 aus. Eine Verlängerung ist sehr unwahrscheinlich. Wann spätestens muss die Eigentümerversammlung stattfinden um alle evtl. Einspruchsfristen zu wahren.

Ich wäre sehr dankbar, wenn ich hier einiges erfahren könnte.

Herzlichen Dank und einen schönen Abend

Wasserhugo
Alle 13 Antworten
22.05.2007, 12:49 von wasserhugo
Profil ansehen
Hallo,

die Gewährleistung von 5 Jahren wurde einmal verlängert und läuft nun ab. Aus diesem Grund muss nun schnell ein Beweissicherungsverfahren her (Aussage der Verwaltung und des Rechtsanwaltes).

Gruß
18.05.2007, 22:39 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

hmmm, schön, diese Hürde genommen.

Dennoch: Aus Kosten/Nutzen-Überlegungen ist höchste Vorsicht angesagt. Und deine Schilderung gibt Anlass für Bedenken:

Ich lese den bisherigen Beitrag so, dass eine Beweissicherung bislang noch nicht eigeleitet wurde(?!?)

Zitat:
... ist Beschlußfassung einer Beweisssicherungsverfahren gegen den Bauträger einzuleiten. Seit nunmehr 10 Jahre!!!! leben wir mit nicht unerheblichen Mängel, ohne das eine Beseitigung oder auch nur der Versuch unternommen wurde.


Eine Beweissicherung dient u.A. der Unterbrechung des Ablaufes einer Gewährleistung. Achtung: Gewährleistungsfristen von 10 Jahren sind sehr selten. Prüfe daher unbedingt, ob es ggf. noch Sinn macht gutes Geld zu investieren (möglicher Ablauf) und wie eure Chancen in der Hauptsache wirklich und nicht nur im Beweisverfahren stehen.

Mit einem Erfolg bei der Beweissicherung habt ihr nur den Beweis und das Verfahren ist damit erst mal abgeschlossen. Euer Anwalt kann also auf ein erfolgreiches Verfahren verweisen und abrechnen.

Die Forderung selbst muss aber dann gegen den Kontrahenten erst mal noch durchgesetzt werden.

Ist die Gewährleistung abgelaufen, muss er nicht mehr dafür gerade stehen. Muss er es noch (längere Frist, andere Gründe), gilt: Hoffentlich gibt es ihn am Ende noch!?!

Gruß
18.05.2007, 11:27 von wasserhugo
Profil ansehen
Hallo,

vielen Dank für die Auskünfte.
Wir hatten unsere Versammlung (nicht kostenpflichtig) und haben ab 1.7.07 einen neuen Verwalter und auch drei Verwalterbeiräte.

Wasserhugo
14.05.2007, 08:45 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

für die Abrechnung ist derjenig zuständig der im Amt ist wenn die Abrechnung fällig ist. So ist es auch mit der Eigentümerversammlng. Wer nicht mehr im Amt ist, wenn die reguläre Versammlung ansteht, kann auch keine Versammlung einberufen.

Letzlich ist aber immer zu prüfen was in der Teilungserklärung und im Verwaltervertrag dazu ausgeführt ist. Außerdem kann eine Sondergebühr umstritten sein, wenn in dieser Amtsperiode noch gar keine Versammlung stattgefunden hätte (diejenige zum letzten Abrechnungsjahr).

Gib acht, dass du nicht auf einem Nebenkriegsschauplatz deine ursprüngliche Zielsetzung aus den Augen verlierst.

Gruß
13.05.2007, 21:22 von wasserhugo
Profil ansehen
Nein, das wurde nicht mitgeteilt.
Ich frage mich, warum eine außerordentliche und keine ordentliche Versammlung.
Vielleicht habe ich mich etwas umständlich ausgedrückt, aber eigentlich will ich nur wissen, ob denn nicht innerhalb der "Verwalterzeit" eine odentliche Eigentümerversammlung einberufen werden muß. Jetzt endet die Tätigkeit des Verwalters und was ist mit der gesamten Jahresabrechnung für das vergangene Jahr???

Gruß
Wasserhugo
13.05.2007, 17:05 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

findest du das nicht ein wenig ... na sagen wir mal vorsichtig unrund???

Zitat:
Ich habe mehrere Versuche unternommen, von dem Verwalter zu erfahren, ob und wann (vor dem 1.7.) eine Eigentümerversammlung stattfindet.

Zitat:
Nun bin ich über diese außerordentliche Eigentümerversammlung doch sehr verwundert...Ausser dem vorgenannten Top steht noch die Wiederwahl des Verwalters auf der TO


Bitte wo, wenn nicht in einer Eigentümerversammlung, willst du denn den Verwalter abwählen? Was ist verwerflich, wenn der Verwalter andere, wichtige und anstehende Themen dort aufnimmt? Du wolltest doch eine außerordentliche Versammlung. Wurde denn mitgeteilt, dass es sich um eine außerordentliche Versammlung handelt die extra Geld kostet?

Gruß
13.05.2007, 15:15 von wasserhugo
Profil ansehen
Hallo und guten Tag,

ich brauche einfach nochmal Hilfe.
Es ist so, wie ich bisher geschrieben habe, der Verwaltervertrag und die Bestellung endet tatsächlich am 1.7.07

Ich habe mehrere Versuche unternommen, von dem Verwalter zu erfahren, ob und wann (vor dem 1.7.) eine Eigentümerversammlung stattfindet. Zudem wollte ich Einsicht in die Belege. Leider blieben meine schriftlichen Anfragen alle unbeantwortet und telefonisch kam ich auch nicht durch.

Nun komme ich von einem verlängerten Wochenende zurück und finde eine Einladung (datiert vom 9.5.07) zu einer außerordentlichen Eigentümerversammlung am 15.5.07 vor.

TO ist Beschlußfassung einer Beweisssicherungsverfahren gegen den Bauträger einzuleiten. Seit nunmehr 10 Jahren!!!! leben wir mit nicht unerheblichen Mängel, ohne das eine Beseitigung oder auch nur der Versuch unternommen wurde. Im Laufe der Jahre wurde die Gewährleistungsfrist mal verlängert (ist evtl. jetzt auch wieder ein Thema) ein Rechtsanwalt (auch Eigentümer) wurde beauftragt, die Eigentümergemeinschaft zu vertreten und ein Gutachten wurde eingeholt. Das Gutachten ist alles andere als aussagefähig und schlummerte zudem fast 1 Jahr bei unserem Anwalt. Was der Anwalt überhaupt getan hat, ist auch nicht nachvollziehbar. Bisher sind nur unendliche Kosten entstanden und eine konkrete Aufstellung wird mir auch verweigert.
Zudem ist der beauftragte Anwalt auch unser Verwaltungsratvorsitzender. Ich versuche seit nunmehr zwei Monaten ein Gespräch mit ihm zu führen. Er geht mir aus dem Weg und beantwortet meine schriftlichen Anfragen auch nicht.

Nun bin ich über diese außerordentliche Eigentümerversammlung doch sehr verwundert. Beide (Hausverwalter und RA (Verwaltungsratvorsitzender) wollen nun Stellung zu unseren Mängeln nehmen. So plötzlich??!!

Ausser dem vorgenannten Top steht noch die Wiederwahl des Verwalters auf der TO.

Ist es den überhaupt zulässig eine außerordentliche Versammlung (bringt zusätzl. 250.--) einzuberufen, wenn doch -bedingt durch das Ende des Vertrages- eine ordentliche Versammlung ansteht? Muss denn vor Ablauf des Verwaltervertrages keine Jahresabrechnung erfolgen? Es wird sicher so sein, dass der Vertrag auf keinen Fall verlängert wird.

Ich bitte vielmals um Rückmeldung.

Vielen Dank und einen schönen Sonntag

Wasserhugo
05.05.2007, 14:05 von Fixfeier
Profil ansehen
Hallo,

es muss eine Eigentümerversammlung durchgeführt werden.

§ 24, 2 WEG
Zitat:
Die Versammlung der Wohnungseigentümer muß von dem Verwalter in den durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer bestimmten Fällen, im übrigen dann einberufen werden, wenn dies schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe von mehr als einem Viertel der Wohnungseigentümer verlangt wird.


Beachten: Die Teilungserklärung kann etwas anderes bestimmen.

Gruß
04.05.2007, 22:03 von MarieP
Profil ansehen
04.05.2007, 21:25 von Jobo
Profil ansehen
also wir haben unseren alten Verwalter wenige Tage vor der Versammlung mit dem Tagesordnungspunkt "Verlängerung des Verwaltervertrages" darüber informiert, dass wir den Vertrag nicht verlängern und dass sich ein neue Verwalter vorstellen wird.
Das ging aber nur deshalb, weil sich zum einen der Beirat sich einig war und zum anderen die Eigentümer vom Beirat vorher befragt wurden, ob sie mit ziehen.
Ist jemand in der WEGemeinschaft der dem bisherigen VW die Stange hält, ist vorsicht geboten. Denn dann muß in der Einladung auch die Vorstellung und der mögliche Wechsel als Tagesordnungspunkt drin stehen.
Also wichtig, wenn der VW mit dem Beirat den Termin bespricht (meistens bei der Rechnungsprüfung) müssen die Karten auf den Tisch.
Jobo
04.05.2007, 20:52 von wasserhugo
Profil ansehen
Erst einmal danke für die schnelle Reaktion.

Der Vertrag läuft zu diesem Termin (1.7.07) tatsächlich aus.
Er wurde vor einem Jahr durch Beschluss der Eigentümer um ein Jahr verlängert und endet nun tatsächlich. Ein neuer Verwalter ist startbereit. Ich gehe aber davon aus, das der alte Verwalter evtl. sogar mit einer nochmaligen Verlängerung rechnet. Dies wird aber definitiv nicht passieren.

Nun ist doch vor diesem Termin noch eine Eigentümerversammlung vom derzeitigen Verwalter durchzuführen???!!!.
Ich habe ihn letzt getroffen und nach dem Termin gefragt und er antwortete mir, dass noch kein Termin in Sicht ist, da die Abrechnungen noch nicht fertig sind.

Wie geht denn dass sonst wg. Entlastung und alles was do dran hängt??

Gruß
Wasserhugo

04.05.2007, 19:54 von Kasperkopf
Profil ansehen
Hallo Wasserhugo,

Zitat:
2. Der Vertrag unseres Verwalters läuft zum 1. Juli 2007 aus. Eine Verlängerung ist sehr unwahrscheinlich. Wann spätestens muss die Eigentümerversammlung stattfinden um alle evtl. Einspruchsfristen zu wahren.

Das verstehe ich nicht ganz. Läuft der Vertrag wirklich aus oder ist er zu diesem Termin kündbar? Was genau ist zur Laufzeit und Kündigung im Verwaltervertrag vereinbart?

Der 01. Juli 2007 ist bereits in acht Wochen! Einen neuen Verwalter auszuwählen, nimmt einige Zeit in Anspruch.

Gruss Kasperkopf
04.05.2007, 19:12 von Steff
Profil ansehen
Schön Abend noch Wasserhugo,

habe gerade eine WEG-Versammlung hinter mir und noch etwas Zeit.
1. Der nach h.M. abänderbare § 29 WEG spricht von drei Wohnungseigentümern als Beirat (1 Vorsitzender, 2 Beisitzer). Die Zahl kann durch Vereinbarung erhöht, wohl aber auch verringert werden (vgl. hierzu OLG Düsseldorf, Beschluss v. 31.8.1990, 3 Wx 257/90).
2.Zeitlich unbefristeter Vertrag
Ein auf unbestimmte Zeit abgeschlossener Verwaltervertrag kann unter Wahrung der gesetzlichen Kündigungsfristen ordentlich (§§ 621, 622, 624 BGB), bei Vorliegen eines wichtigen Grundes auch außerordentlich (§ 626 BGB) gekündigt werden.

Fazit:
Wenn die WEG keine Verlängerung zulässt, läuft der befristete Vertrag zum 1.7.2007 (30.6.2007) automatisch aus und schluss.
Wichtig für euch ist nur, einen vernünftigen Anschlussverwalter zu bekommen - dass ist eher das Zeitproblem, denn es ist eine WEG-Versammlung mit Mehrheitsbeschluss für die Neubestellung notwendig.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter