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09.02.2009, 20:51 von cold-metalProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vertragstrafe bei Abspringen der Mieter vor Bezug ?
Hallo, zu meinem Problem habe ich im Forum nichts passendes gefunden, daher die Frage an Euch Experten..
Am 05.12.08 wurde für eine damals leerstehende Wohnung ein Mietvertrag zum 01.01.09 mit ganz normaler gesetzlicher Kündigungsfrist mit Familie A unterschrieben. Ganze zwei Tage später erhielt ich telefonisch von der Mutter die Nachricht, dass Paar hätte sich getrennt und könnte die Wohnung nicht mehr nehmen. Auf mein Drängen hin erhielt ich dann wenigstens eine gute Woche später eine schriftliche Kündigung.
Ich forderte dann nach telefonischer Absprache schriftlich EINE Monatskaltmiete an, die ich nach Mahnung dann Anfang Februar erhielt.
Zwischendurch ergab sich, dass die Wohnung am 13.12.08 zum 01.01.09 an Famile B vermietet wurde, die die Wohnung Ende 12/08 bezog.
Nun das Problem:
Die Familien kennen sich wohl und nun fordert Familie A die überwiesene Monatskaltmiete wegen Doppelvermietung zurück.
Muss ich die erstatten?
Alle 3 Antworten
16.02.2009, 20:36 von cold-metal
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
16.02.2009, 11:50 von Frau Schlau
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Hallo,

von einem geschlossenen Vertrag kann der Mieter nicht zurücktreten: Er kann ihn

- höchstens anfechten (dafür ist kein Grund ersichtlich: Eine Scheidung oder gescheiterte Beziehung ist jedenfalls kein Anfechtungsgrund) oder aber
- kündigen.

Selbst bei einer Kündigung vor Einzug gilt die "ganz normale" Kündigungsfrist von 3 Monaten.Die Mieter müssten also von Januar bis März die Miete zahlen.

Allerdings: Nutzt der Vermieter die Wohnung vorher wieder selbst z.B. durch eine Weitervermietung an jemand anderem, kommt er damit seiner Schadensminderungspflicht gegenüber seinen nicht eingezogenen Mietern nach. Das bedeutet: Die werden ab diesem Zeitpunkt von ihrer eigentlich bestehenden Mietzahlungspflicht wieder befreit.

Da Sie dadurch unterm Strich keinen Schaden (Mietausfall) hatten, müssten Sie die Miete tatsächlich wieder zurückzahlen. Sie könnten allenfalls Ihre im Vertrauen auf den Vertragsschluss mit der Familie A entstandenen Schaden ersetzt verlangen... ich wüsste aber nicht, worin dieser liegen sollte, außer in dem unnützem Papier. Hätten Sie den Vertrag z.B. für 15 Euro im Internet heruntergeladen, wäre das Ihr ersetzenswerter Schaden.

Viele Grüße von
Frau Schlau
10.02.2009, 21:06 von Ruhrpoettin
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Ich bin keine juristische Expertin, aber ich würde das tun.
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