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05.03.2008, 10:47 von hotopProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|vermieteter E-Herd kaputt.Wer zahlt das ?
Hallo zusammen,

ich muss mich mal wieder mit einer Frage an mein Lieblingsforum bzw. seine Nutzer wenden und hoffe, dass Ihr mir erneut helfen könnt.

In meiner vermieteten Wohnung ist eine Einbauküche, die ich quasi mitvermiete. Nun hat sich die Mieterin gemeldet und uns mitgeteilt, dass eine der vier Herdplatten nicht mehr funktioniert und der Backofen nicht richtig heizt, da die Backzeiten für Ihre Kuchen wohl nicht hinhauen :-)

Im Mietvertrag wird die Vermietung der Küche nicht explizit aufgeführt. Lediglich im Übergabeprotokoll, welches wir bei der Wohnungsübergabe mit der Mieterin gemacht haben, ist vermerkt, dass der E-Herd in einwandfreiem Zustand ist. Wir haben die Funktionalität bei der Wohnungsübergabe geprüft und die Mieterin hat das Protokoll unterschrieben.

Die Frage ist nun, wer den Elektriker und/oder die Instandsetzung bezahlen muss. Ich (als Vermieter) oder die Mieterin.

Ich weiss, dass bei Kleinstreparaturen die Mieterin zahlen muss. Steht zumindest im Mietvertrag. Aber ich gehe mal davon aus, dass so eine Reperatur nicht unter 100 Eur läuft und die Frage dann wieder auftaucht, wer zahlen muss.

Bin gespannt auf Eure Antworten. Aus Kulanz möchte ich diesmal nicht zahlen. Das habe ich nämlich Ende letzten Jahres bereits wegen einer anderen Sache gemacht, als ich Reparaturkosten übernommen habe, die ich evtl. gar nicht hätte übernehmen müssen.

viele Grüße

Alle 25 Antworten
07.03.2008, 17:09 von Cora
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also, Dernie ist ja noch bescheiden. Aber apfelkuchen: das ist ja schon unverschämt es sei denn, augentroll wird Präsident (?) und legt die Miethöhe fest
07.03.2008, 15:44 von ADele
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Selbstverständlich ist eine Vereinbarung über die kostenlose Überlassung irgendwelcher Gegenstände möglich. Es muss sich dabei lediglich um eine Individualvereinbarung handeln.


dafür gibt es doch den § 13 im Mietvertrag "Übernommene Einrichtungen und Gegenstände"

Bei dieser Vereinbarung nehme ich die Sachen nur zurück wenn sie sich in einwandfreiem Zustand befinden und für Reparaturen bin ich auch nicht zuständig.

Viele Grüße
Adele
07.03.2008, 15:25 von Apfelkuchen
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Darf es noch ein bisschen mehr sein? Vielleicht ein paar Einbauschränke - ein tolles Wasserbett? Unentgeldliche Putzfrau, 1 x die Woche ein Koch

Ja das ganze bitte, dann 100 m² Wohnfläche, direkt in Berlin, natürlich ohne Verkehrslärm und ohne Nachbarn die stören könnten.

Das Ganze kostet dann 2 € pro m² ( Diese Verhältnisse haben wir ja lt. einem "ImmoExperten" bald in Deutschland"

07.03.2008, 14:56 von Dernie
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Ich nehm dann die Putzfrau!

*fg*
07.03.2008, 13:51 von Cora
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Da nehmen manche bestimmt lieber mit EBK!

ja, sicher. Und weil dem einen die weiße Front nicht gefällt, kauft der VM Eichetüren, der nächste möchte gern Buche - ist auch kein Problem... der Mieter soll sich ja wohlfühlen.

Der nächste Mieter bringt seine eigene Küche mit, der nette VM baut seine aus, lagert sie ein paar Jährchen, baut sie dann wieder ein

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Vielleicht ein paar Einbauschränke - ein tolles Wasserbett? Unentgeldliche Putzfrau, 1 x die Woche ein Koch - auch kostenlos?

Denn dafür zahlt ja ein Mieter
07.03.2008, 09:23 von Augenroll
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Kein Problem - die Küche ist ja da; man ist eben nur für die Instandhaltung verantwortlich...

Und um ua. die Instandahltung zu bezahlen, erhält man ja die Miete!
06.03.2008, 20:06 von Sommer
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Viele Wohnungen sind heutztage ohne EBK gar nicht mehr vermietbar, denn der Mieter hat ja die Auswahl zwischen den Angeboten!

Kein Problem - die Küche ist ja da; man ist eben nur für die Instandhaltung verantwortlich...

S.
06.03.2008, 15:15 von Lise
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Hallo,

andere Länder-andere Sitten.

In Dubai ist es z.B. üblich, dass die mitgemietete Einbauküche ohne Elektrogeräte wie Backofen, Kochfeld und Kühlschrank ist.

Das fand ich im ersten augenblick etwas merkwürdig, dann aber eine tolle Idee.
Nun kann der Mieter entscheiden:
4 Platten/Ceranfeld
Ober-Unterhitze/Heißluft+Pyrolyse
alter, gammeliger Kühlschrank/neuer mit A++

Aber glücklicherweise habe ich meine Wohnungen ohne EBK vermietet.

Viele Grüße

Lise
06.03.2008, 13:35 von Augenroll
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Viele Wohnungen sind heutztage ohne EBK gar nicht mehr vermietbar, denn der Mieter hat ja die Auswahl zwischen den Angeboten!

Da nehmen manche bestimmt lieber mit EBK!
06.03.2008, 11:44 von CMAX_65
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Hi,

@ cavalier

Ich meine, dass es den Mieter ein wenig dizipliniert im Umgang mit der Küche.

einverstanden, es ist ein Argument, das wirken kann !

MFG
06.03.2008, 11:30 von cavalier
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nichts - die Frage ist halt letztlich nur, ob es gerichtlich durchsetzbar ist. Vor Gericht und auf hoher See,.............
Richtig.

Auf einen Prozess würde ich es nicht ankommen lassen.

Ich meine, dass es den Mieter ein wenig dizipliniert im Umgang mit der Küche.

Bis jetzt war es bei mir so.
06.03.2008, 11:18 von CMAX_65
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Hi,

Noch einmal, was spricht dagegen es zu vereinbaren?

nichts - die Frage ist halt letztlich nur, ob es gerichtlich durchsetzbar ist. Vor Gericht und auf hoher See,.............

06.03.2008, 11:12 von cavalier
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Als Formularklausel würde ich trotz Empfehlung von Haus und Grund

Ich habe geschrieben:
Die von mir genannte Vereinbarung wird im MV von H & G als Zusatzvereinbarung empfohlen und sol juristisch geprüft sein.

D.h. es ist individuelle Zusatzvereinbarung.

Noch einmal, was spricht dagegen es zu vereinbaren?

06.03.2008, 11:07 von CMAX_65
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Hi,

Letzlich wird die Instandsetzungspflicht des Vermieters nur durch Entfernung einer EBK bei Neuvermietung zu vermeiden sein.

schätze ich genauso ein !

Entweder - Oder !

MFG
06.03.2008, 10:48 von RMHV
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cavalier » 06.03.08 09:57 «
Leider ist es m.E. auch nicht rechtlich möglich, eine Einbauküche durch einen mietvertraglichen Passus als "unentgeltliche Überlassung" in die Verantwortung des Mieters zu übergeben.

Die von mir genannte Vereinbarung wird im MV von H & G als Zusatzvereinbarung empfohlen und sol juristisch geprüft sein.

Selbstverständlich ist eine Vereinbarung über die kostenlose Überlassung irgendwelcher Gegenstände möglich. Es muss sich dabei lediglich um eine Individualvereinbarung handeln.

Als Formularklausel würde ich trotz Empfehlung von Haus und Grund eher von einer Unwirksamkeit ausgehen.
Die juristische Prüfung von Haus und Grund konnte über die Jahre die Unwirksamkeit vieler Formularklauseln in Mietvertragsformularen von Haus und Grund nicht vorhersehen. Warum also diesmal?
Der Versuch ist allerdings nicht strafbar. Letzlich wird die Instandsetzungspflicht des Vermieters nur durch Entfernung einer EBK bei Neuvermietung zu vermeiden sein.


06.03.2008, 09:57 von cavalier
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Leider ist es m.E. auch nicht rechtlich möglich, eine Einbauküche durch einen mietvertraglichen Passus als "unentgeltliche Überlassung" in die Verantwortung des Mieters zu übergeben.
Die von mir genannte Vereinbarung wird im MV von H & G als Zusatzvereinbarung empfohlen und sol juristisch geprüft sein.

bei einer Küche würde ich damit nie vor Gericht ziehen.
Würde ich auch nicht.

Aber was spricht dagegen es zu vereinbaren?
05.03.2008, 20:23 von Sommer
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Sofern es keine Sachbeschädigung ist oder ein Schaden, der durch "häufigen Gebrauch" unter die Kleinstreparaturklausel fällt (z.B. Ceranplatte zerkratzt, Drehgriffe abgerissen oder sowas) obliegt es dem Vermieter diese Sachen instand zu halten.

Leider ist es m.E. auch nicht rechtlich möglich, eine Einbauküche durch einen mietvertraglichen Passus als "unentgeltliche Überlassung" in die Verantwortung des Mieters zu übergeben.
Schließlich kann der Mieter eine solche Küche kaum sicher abbauen und einlagern um sich dann eine eigene hinzustellen.
So ein Passus ist vielleicht bei fakultativ nutzbaren Kleinteilen möglich aber bei einer Küche würde ich damit nie vor Gericht ziehen.

S.
05.03.2008, 20:19 von hotop
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@augenroll : Jetzt habe ich es verstanden und sehe es ein, dass ich die Reparatur bezahlen muss. Das Beispiel mit dem Mietauto hat mir die Augen geöffnet.

Danke für Eure Antworten. Ich muss halt noch viel dazulernen und begreifen, dass das Vermieten nicht immer so einfach ist. Ich bin heilfroh, dass es dieses Forum mit all seinen kompetenten und hilfsbereiten Usern gibt.

Viele Dank an Euch alle.

viele Grüße und einen schönen Abend
05.03.2008, 16:55 von Augenroll
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Die Antworten drücken ja aus, dass der Vermieter die Kosten übernehmen muss. Wieso denn eigentlich ?

Dann haben Sie aber den Sinn des "Mietens" nicht ganz verstanden.

Ich erklär Ihnen das mal ganz langsam:

1: Sie besitzen etwas, was Sie selbst nicht nutzen wollen oder brauchen. z.B. eine Wohnung und eine EBK

2: Sie wollen es nicht verkaufen, aber damit vielleicht Geld verdienen.

3: Sie vermieten es. Dafür überlassen Sie die Wohnung und die EBK einem anderen Menschen, der Ihnen im Gegenzug Geld (Miete) dafür gibt.

Nun geht etwas kaputt (vorausgesetzt es ist durch normalen Gebrauch kaputt gegangen). Warum meinen Sie nun, der Mieter müsste das bezahlen? Das verstehe ich nicht!

Meinen Sie nicht auch, der Mieter hat das ja gemietet und bezahlt dafür Miete?

Können Sie mir folgen?????

Ich glaube nicht, denn Ihre bisherigen Beiträge lassen das eigentlich nicht zu.

Ein ähnliches Beispiel, dass Ihnen aber einige Fantasie abfordern dürfte:

Sie mieten ein Auto, mit Sonderausstattung, z.B. Klimaanlage. sie bezahlen einen marktüblichen Mietpreis für das Auto.

Nun geht die Klimaanlage kaputt. Die Autovermietung möchte von Ihnen die Klimaanlage repariert haben.

Werden Sie die Reparatur der Klimaanlage bezahlen???

Es wäre sehr nett, wenn Sie mir diese Frage beantworten würden!

05.03.2008, 15:45 von cavalier
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Ich nehme bei meinen Wohnungen die eine EBK haben nachstehende Vereinbarung

Die Einbauküche wurde bei der Festsetzung des Mietzinses nicht berücksichtigt. Die komplett eingerichtete Küche (Gerätebeschreibung + Typ, Schrankbeschreibung) wird dem Mieter während der Mietzeit – unentgeltlich überlassen. Der Vermieter hat deshalb keine Verpflichtung, die eventuellen Reparaturkosten für die vorhandenen Elektrogeräte zu tragen, sowie für deren Neuanschaffung zu sorgen. Kostenbegrenzung für evtl. Reparaturen an der Küche (inkl. Elektrogeräte, Schränke, Sanitären Kücheneinrichtungen, weiteres Küchenmobiliar) gem. § 8 Kleinreparaturen, gilt nicht für die Küche. Die Küche ist vollständig und betriebsbereit und wurde von dem Mieter vor Einzug besichtigt bzw. geprüft. Gleiches gilt für die überlassenen Schränke. Sämtliche Betriebsanleitungen für die Elektrogeräte wurde dem Mieter übergeben.
"
05.03.2008, 15:21 von pbsenn
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Denn was mache ich denn als Vermieter, wenn die Elektrogeräte z.B. unsachgemäß behandelt werden (was ich wohl niemals beweisen kann) ? Was mache ich, wenn morgen der Kühlschrank, übermorgen die Dunstabzugshaube und in der nächsten Woche die Tiefkühltruhe kaputt geht ? Muss ich dann jedesmal dafür aufkommen ?

Ja, sofern kein Verschulden des Mieters vorliegt bzw. bewiesen werden kann, musst du dafür aufkommen.

Was du machen kannst?

Ganz einfach... die Miete entsprechend anpassen, dass dieses Risiko abgedeckt ist.

Gruß

Torsten
05.03.2008, 15:07 von hotop
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Hallo,

also es ist schon richtig, dass die Küche mir (also dem Vermieter) gehört und diese mitvermietet wird.

Die Antworten drücken ja aus, dass der Vermieter die Kosten übernehmen muss. Wieso denn eigentlich ? Ich stehe eher auf dem Standpunkt, dass die Mieterin bzw. Nutzerin der Küche für eventuelle Schäden selbst aufkommen muss und die Küche bei Auszug in einwandfreiem Zustand (wie bei Einzug) wieder abgeben muss. Denn was mache ich denn als Vermieter, wenn die Elektrogeräte z.B. unsachgemäß behandelt werden (was ich wohl niemals beweisen kann) ? Was mache ich, wenn morgen der Kühlschrank, übermorgen die Dunstabzugshaube und in der nächsten Woche die Tiefkühltruhe kaputt geht ? Muss ich dann jedesmal dafür aufkommen ?

Nun gut. Der Herd ist sicherlich schon 5-6 Jahre alt. Also kann das Teil schon mal kaputt gehen. Ist mir auch klar. Aber wenn dem wirklich so ist, dass ich alle Schäden auf meine Kosten reparieren muss, dann muss ich mir wirklich überlegen, ob ich überhaupt noch einmal eine Küche mitvermiete.

Wäre nett, wenn mir jemand das mit der Verpflichtung des Vermieters noch mal genauer erklären oder anhand irgendwelcher Gesetze belegen könnte.

Wenn ich mit der Mieterin spreche, um Ihr einen 50/50-Deal vorzuschlagen, möchte ich schon gerne wissen, ob sie sich darauf überhaupt einlassen muss. Wenn nämlich nicht, dann lasse ich das gleich bleiben und zahle die Reparatur. Vllt. beläuft diese sich ja dann doch auf unter 100 Eur.

Danke im Vorraus für jede weitere Antwort

05.03.2008, 11:22 von Augenroll
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Ich würde versuchen unter normalen Menschen eine Einigung (vielleicht 50/50) herbeizuführen.

Warum?

Wenn die Küche mitvermietet ist, ist der Vermieter 100% veranwtortlich. Das sehe ich hier! (es sei denn Klienraparaturklausel greift)

Jetzt muss erstmal geklärt werden, wem die Küche gehört!
05.03.2008, 11:19 von tommytulpe
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Wie alt ist denn der Herd? Eine Kochplatte und die dritte Heizspirale der Backröhre kosten wirklich nicht die Welt. Ich würde versuchen unter normalen Menschen eine Einigung (vielleicht 50/50) herbeizuführen.
05.03.2008, 11:15 von Dernie
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Da die Küche (funktionsfähig) mitvermietet wurde, muß wohl der Vermieter dafür gerade stehen.

Gruß,
Dernie
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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