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28.09.2008, 12:26 von MrTeufelProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Vermieter rappelt sich nicht
Hallo Zusammen,

habe folgendes Problem mit meinem Mieter.

Nachdem er bereits einige Zahlungsprobleme hatte und die Miete immer unpünktlich kam, habe ich mit Ihm einen Miet-Aufhebungsvertrag abgeschlossen. Jetzt ist er zu dem Termin zur Wohnungsübergabe nicht erschien und die Wohnung ist auch noch nicht geräumt wurden. Laut den Nachbarn wurde er auch schon über einem Monat nicht mehr gesehnen. Die Fenster (EG & OG) stehen auf kippe. Das andere Problem was auf mich zukommt, die Wohnung ist ab dem 1.10.2008 neu vermietet.

Meine Frage ist jetzt, was habe ich für eine Rechtliche Handhabung gegen den Mieter um kurzfristig die Wohnung wieder zu übernehmen?

Wie lange würde eine Räumungsaktion vom Amtsgericht dauern?
Es ist ja auch "Gefahr in Verzug", da:

1. die Fenster offen stehen ( Einbrecher usw.)
2. das Wetter ( die Wohnung wird nicht geheizt, da dem Mieter auch der Gas/Wasser/Strom abklemmt wurde

Was kann ich am besten unternehmen, um so schnell wie möglich die Räumung der Wohnung zu erzielen und das ich die Wohnung weiter vermieten kann?

Vielen Dank für die Antworten im Voraus.

Gruß
MrTeufel
Alle 4 Antworten
08.10.2008, 21:36 von MrTeufel
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Zitat:
Original geschrieben von Frau Schlau
Gratuliere Mr.Teufel!



Danke

Zitat:
Original geschrieben von Frau Schlau

Klar könnte man das als Nötigung bewerten - aber als erfolgreiche ;-)

Das ist doch keine Nötigung, was kann denn der arme Vermieter dafür, dass sein Auto grad an der Stelle nicht mehr anspringt. ;) :D
07.10.2008, 10:07 von Frau Schlau
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Gratuliere Mr.Teufel!

Ähnliches hatte mir ein anderer Vermieter erzählt. Auch dem wurde gesagt: "Herr ... ist heute leider nicht da!". Dumm nur, dass sein Auto unten in der Tiefgarage stand.

Das parkte der Vermieter kurzerhand einfach zu. Er stellte sein Auto in der Tiefgarage einfach quer dahinter und wartete dort auf den Mieter. Und wartete, und warte - und seine Geduld zahlte sich ebenfalls aus.

Klar könnte man das als Nötigung bewerten - aber als erfolgreiche ;-)
03.10.2008, 07:46 von MrTeufel
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Hallo Frau Schlau,

danke für die Antwort. Beim Gericht war ich schon, die könnten mehr oder weniger nicht´s kurzfristiges machen.

Zitat:
Original geschrieben von Frau Schlau

Wichtig ist, dass Sie nicht vor Ablauf des im Aufhebungsvertrags vereinbarten Räumungstermins die Wohnung betreten, sonst begehen Sie Hausfriedensbruch!

Ist laut aussage vom Gericht, dann auch noch Hausfriedensbruch,auch nach Ablauf des genannten Termins, da noch keine Wohnungsübergabe stattfand. Denn die findet erst mit der Schlüsselübergabe statt.

Aber das Beste zum Schluss.

Ich hab den SACK (Mieter) draußen.

Nachdem er nicht mehr ans Handy ging, bin ich am Montag 29.09. zu seiner Arbeitsstelle (liegt in einer anderen Stadt) gefahren. Eine Kollegin von ihm meinte er wäre nicht zu Sprechen. Da habe ich nur gesagt. Das ist jedenfalls Schön das er da ist, dann hole ich jetzt die Polizei und lasse ihn verhaftet wegen Hausbesetzung, Mietprellerei, Betrug usw.. Und siehe da, sie griff wieder zum Telefonhörer und rief ihn an und er war zu Sprechen. Kurze Ansprache an den Sack mit letzter Frist für den Dienstag den 30.09., ansonsten wird es unangenehm für ihn. Den Termin hat er eingehalten und er ist jetzt raus.

Jetzt heißt es erstmal aufräumen,renovieren usw..

Gruß
MrTeufel
30.09.2008, 11:20 von Frau Schlau
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Hallo,

ein Mietaufhebungsvertrag ist insofern schon einmal gut, weil es das Mietverhältnis formal beendet. Es ist aber insofern schlechter als ein Urteil oder Mahnbescheid, weil Sie den Gerichtsvollzieher nicht mit der Räumung beauftragen können.

Der Formal richtige Weg wäre jetzt der übers Gericht: Einstweilige Verfügung und räumen lassen.

Der andere - wohlgemerkt nicht rechtlich einwandfreie Weg - selbst in die Wohnung gehen,
- Fotos machen (Zustand der Möbel festhalten),
- Zeugen mitnehmen (nicht dass hinterher ein wertvoller Perser in der Wohnung lag, der später weg ist),
- Bestandsaufnahme der verräumten Gegenstände machen (schriftlich),
- Möbel und sonstige persönliche Gegenstände einlagern,
- Zustand der Wohnung nach der Räumung festhalten (ev. wegen Schadenersatz für unrenovierte Wohnung, falls Renovierung laut Aufhebungsvertrag geschuldet).
- Schlösser austauschen nicht vergessen!

Eine Räumungsaktion per Gericht würde - sofern Sie mit einer einstweiligen Verfügung nicht weiterkommen, was je nach Gericht recht wahrscheinlich ist - so ca. 3-8 Monate dauern. Auch das hängt vom Gericht ab: Manche sind da schneller, manche langsamer...

Wichtig ist, dass Sie nicht vor Ablauf des im Aufhebungsvertrags vereinbarten Räumungstermins die Wohnung betreten, sonst begehen Sie Hausfriedensbruch!

Gefahr in Verzug klingt schön, hilft aber meist wenig. Der richtige Ort dafür ist in der Begründung ihrer einstweiligen Verfügung.

Gehen Sie mit Ihrem Aufhebungsvertrag am besten einmal zum Amtsgericht und fragen Sie dort beim Rechtspfleger nach - das ist der günstigste Weg, wenn Sie auf dem formal richtigen Weg bleiben wollen.

Viel Erfolg dabei wünscht

Frau Schlau
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