> zur Übersicht Forum
02.03.2006, 08:45 von Pet123Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Untervermietung
Hallo, ich hoffe es wird mir hier in diesem Forum jemand kompetent Auskunft geben.

Ich bin selbst Mieterin in einer Eigentumswohnung meiner Eltern. Da meine Kinder nun ausgezogen sind und für mich selbst die Mietkosten zu hoch sind, möchte ich gerne ein Zimmer an eine(n) Studenten untervermieten.
Es handelt sich um eine sehr schicke Pult-Dachwohnung im 4. Stock eines modernen Mehrfamilienhauses mit Aufzug. Die Ausstattung ist gehoben. Das Zimmer ist 15qm groß, möbliert, mit riesigem Südfenster und wunderschönem Weitblick über die ganze Region, Balkonzugang. Bad mit Dusche und Wanne, Waschmaschine und Trockner. WLAN-Nutzung inklusive. Die Wohnung liegt am Stadtrand 100 m zur Universität, 500 m zum Sportpark/Stadion. Bushaltestelle knapp vor der Tür. Einkaufszentrum ca. 200 m.
Ich habe einen sehr lieben und gut erzogenen Hund, für den ich mir 1x am Tag ein Gassigehen vom Untermieter wünsche.

Meine Frage: Wie berechne ich den Mietpreis, welche vertraglichen Vereinbarungen muss ich regeln, wie sichere ich mich ab (fremde Person in der eigenen Wohnung), wie sichere ich mich auch meinen Eltern als Vermieter und Eigentümer der Wohnung gegenüber ab? Wirken sich diese Einnahmen auch steuerlich bei mir aus?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe
Pet123
Alle 7 Antworten
02.03.2006, 14:41 von Anita
Profil ansehen
Hallo Pet123

Zitat:
Ich glaube jedoch, dass bei einer Untervermietung wie ich sie vorhabe, noch andere Dinge eine Rolle spielen, z.B. wird es in meiner Wohnung sicher nicht so anonym zugehen, wie in einer Appartmentwohnung.


Darüber mußt Dir auf alle Falle im Klaren sein.

Nix mehr mit mal eben im kurzen Hemdchen zur Toilette oder nur mit Handtuch um die Hüften aus dem Bad kommen

Meine letzte Untermieterin war Kellnerin. Kam oft erst gegen 3:00 morgens von der Arbeit und hat dann natürlich bis 12 oder 13 Uhr geschlafen.
Da mußte ich auch meinen ganzen Tagesablauf - wie Staubsaugen, den Göttergatten anschreien - umstellen.

Gruß Anita
02.03.2006, 14:05 von Pet123
Profil ansehen
Liebe(r) RMVH,
da gebe ich Dir vollkommen recht, dass man sich natürlich immer auch über das aktuelle Mietniveau erkundigen sollte.
Ich glaube jedoch, dass bei einer Untervermietung wie ich sie vorhabe, noch andere Dinge eine Rolle spielen, z.B. wird es in meiner Wohnung sicher nicht so anonym zugehen, wie in einer Appartmentwohnung.

Aber ich bin mit Dir nicht eins, dass gemeinschaftlich genutzte Räume nur zu Lasten des Vermieters gehen sollen. In welchem Grad natürlich dies in die Berechnung einfließt, ist eine andere Frage. Jedoch scheint mir das Berechnugnsmodell von Anita sehr praktikabel zu sein, warum also sollte ich höhere Mathematik anwenden (zu der ich durchaus in der Lage wäre)?

Vielen Dank für die Antwort!
Pet123
02.03.2006, 14:03 von Anita
Profil ansehen
@RMHV

Zitat:
Da man aber mit allen Berechnungsmodellen den Markt nicht ändern kann, sollte man sich sinnvollerweise erst mal über die Miethöhen informieren, die üblicherweise gezahlt werden.


Da stimme ich Dir zu. Ich hatte mich vor der ersten Zimmervermietung auch schlau gemacht was - hier in der Gegend - so an Miete für möbl. Zimmer üblich ist. Na ja und die Ausstattung spielt natürlich auch eine große Rolle. Für Omas alte Schlafzimmermöbel kann ich nicht so viel verlangen wie für neue Möbel

@Pet123

Schau doch mal in die div. örtlichen Anzeigenblätter

Gruß Anita
02.03.2006, 13:42 von RMHV
Profil ansehen
Zitat:
Pet123 » 02.03.06 13:01 «

... Insbesondere Dein Berechnungsmodell der Miete kommt meinen bisherigen Vorstellungen ganz nah. Weil mir die ganze Situation neu ist, bin ich für mögliche Argumente dankber. Toll!


Was nützt das schönste Berechnungsmodell, wenn die Ergebnisse nicht zu den Verhältnissen vor Ort passen? Entweder verschenkt man Geld, weil der Markt vielleicht auch eine höhere Miete hergeben würde oder man liegt mit seinen Mietforderungen vielleicht zu hoch und findet keinen Mieter.
Selbst wenn man sich an der eigenen Miete orientieren will, sollte man für die Untervermietung die Miete berechnen aus dem Verhältnis der Flächen des vermieteten Zimmers zu den Flächen der Räume, die ausschließlich durch den Hauptmieter genutzt werden. Anders formuliert: gemeinschaftlich genutzte Räume wie Flur, Küche oder Bad sollten bei der Berechnung vielleicht ausgenommen werden. Welchen Zuschlag man für die Möblierung haben will, wird sicher wesentlich vom Wert der Möblierung abhängen.
Da man aber mit allen Berechnungsmodellen den Markt nicht ändern kann, sollte man sich sinnvollerweise erst mal über die Miethöhen informieren, die üblicherweise gezahlt werden.
02.03.2006, 13:23 von Anita
Profil ansehen
Auch dazu schicke ich Dir gern ein Muster.

Gruß Anita
02.03.2006, 13:01 von Pet123
Profil ansehen
Danke Anita,
das hilft mir doch sehr weiter!

Insbesondere Dein Berechnungsmodell der Miete kommt meinen bisherigen Vorstellungen ganz nah. Weil mir die ganze Situation neu ist, bin ich für mögliche Argumente dankber. Toll!

Aber, was ist eine Selbstauskunft?

Gruß
Pet123
02.03.2006, 12:52 von Anita
Profil ansehen
Hallo pet123,

1. Unbedingt schriftliche Erlaubnis zur Untervermietung vom Vermieter (auch wenn es die eigenen Eltern sind) geben lassen.

2. Mit dem Untermieter einen schriftlichen Vertrag machen.
Darin unter anderem genau die Ausstattung des Zimmers angeben UND welche Räume (Küche, Bad/WC – falls nicht separat) und Gegenstände (z. B. Küchengeräte evtl. Waschmaschine o. ä.) Mitbenutzt werden dürfen. Unbedingt eine sog. Selbstauskunft geben lassen UND eine Kaution (z. B. 2 Monatsmieten) verlangen

1. Berechnung Miete
Ich habe das so gemacht:
Gesamtmiete der Wohnung umgerechnet auf den zu vermietenden Raum.
Und noch mal genau soviel dazugerechnt für Möblierung, Wasser, Strom etc.

Ansonsten sind die Verträge über "möblierten Wohnram" im Haus/der Wohnung des Vermieters/Hauptmieters nicht ganz so streng geregelt wie das bei Wohnraum ist.

Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.

Gruß Anita
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter