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24.12.2007, 13:05 von IlkaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Unterschlagung
Hallo

Wir haben im Juni 2006 zum 1. mal unser EFH mit Küche vermietet.
Die Mieter sind mittlerweile ausgezogen und die mitvermietete Küche (Massiv Holz) ist weg.
Die Mieter behaupten dass die Küche total schmutzig gewesen sei, was aber nicht stimmt.
Wir haben die Mieter nun auf Schadenersatz verklagt.
Meine Fragen ist: Hatten die Mieter das Recht dazu die Küche, ohne unser wissen auszubauen und zu verkaufen oder zu verwerten?
Wie sind die Aussichten diesen Prozess zu gewinnen?
Alle 19 Antworten
27.12.2007, 16:16 von stefan_nuernberg
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@cavalier

Stimmt so definitiv nicht! Durch die Restschuldbefreiung erlöschen alle - auch und gerade eben titulierte - Forderungen, es sei den, diese resultieren aus einer unerlaubten Handlung!

Wenn ILKA hier einen Titel begründet mit der Unterschlagung von Gegenständen erwirkt (und das auch so im Mahnbescheid reinschreibt "Forderung aufgrund Unterschlagung einer Küche ...") dann fällt diese Forderung nicht unter die Restschuldbefreiung. Eigentlich könnte sie dann über ein Insolvenzverfahren froh sein, die anderen Forderungen fallen unter den Tisch und sie bleibt eventuell alleine übrig!
27.12.2007, 11:40 von frankyboy
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@Cavalier
Du sagtest:
Zitat:
Hierbei gilt jedoch: wenn die Gläubiger vor Anmeldung des Insolvenzverfahrens einen vollstreckbaren Titel erwirkt haben, dann gilt die 7-Jahres Frist für diese Forderung nicht und sie können weiterhin bis zu 30 Jahre gegen dich vollstrecken (über Kontopfändung, Gerichtsvollzieher usw

Glaube ich nicht.
Damit wäre das gesamte Insolvenzrecht mit der Restschuldbefreihung restlos ausgehebelt und hinfällig.
kann man das irgendwo nachlesen?
Gruss Frankyboy
27.12.2007, 09:59 von cavalier
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Zitat:
Der Titel ist ein herrlicher Wandschmuck für das WC, da habe ich auch noch genügend von den Dingern.


Hierbei gilt jedoch: wenn die Gläubiger vor Anmeldung des Insolvenzverfahrens einen vollstreckbaren Titel erwirkt haben, dann gilt die 7-Jahres Frist für diese Forderung nicht und sie können weiterhin bis zu 30 Jahre gegen dich vollstrecken (über Kontopfändung, Gerichtsvollzieher usw
26.12.2007, 21:58 von nass01
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Der Titel ist ein herrlicher Wandschmuck für das WC, da habe ich auch noch genügend von den Dingern.
Die Verfolgung muss noch richtig Geld ausgegeben werden um einen Erfolg auf Beitreibung zu haben.
Der böse Schuldner mach dann einfach, ohne uns zu fragen eine Restschuldbefreiung und schon dürfen wir uns mit dem Titel den Allerwertesten abwischen.
Ich würde dem schlechen Geld kein gutes Geld hinterher werfen und es unter bittere Erfahrungen abhaken,leider auch unter Sache Dunckelziffer.
26.12.2007, 19:18 von Erich
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HALLO ILKA

bei meinem total überschuldeten Mieter, der mit dem 500 er Mercedes erstattete ich Diebstahlsanzeige weil er alles aber wirklich alles abgeschraubt und mitgenommen hatte, sogar Licht-
schalter und Steckdosen, im Bad auch alles ausser Toilette weil
dreckig und und und. Die Staatsanwaltschaft hat eingestellt, mangels öffentlichen Interesses und Geringfügigkeit, alles nachzu-
lesen im Vermieternetz. Schließlich war ich froh, als dieser freundliche Mitbürger
mit freundlicher Unterstützung des Gerichtsvollziehers ausgezogen wurde. Bekommen habe ich nichts mehr, auch die Kaution hatte der
Typ verpfändet und jetzt streite ich mich mit denen rum. Und jetzt wohnt er in einer 4 Zi-Wohnung der Stadt auf Deine und meine Kosten und kriegt auch noch Geld, obwohl er eine gut-
gehende Firma auf seine Ehefrau übertragen hatte -Gütertrennung-
Irgendwie machen wir eben alles verkehrt.
Vergiß am Besten alles, Titel ha be ich mehrere, aber der Typ müßte schon im Lotto hoch gewinnen, soviele Gläubiger sind hinter dem her.
Gruß Erich

26.12.2007, 11:33 von Ilka
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Danke macht mir ein bisschen Hoffnung
Wir haben die Mieter auch wegen Unterschalgung bei der Polizei angezeigt, die warten auf das Urteil aus dem Zivilprozess.
Der Restwert der entwendeten Sachen beläuft sich auf ca. 5000€ (Massivholz-Küche, Badezimmereinrichtung)
Leider konnten wir nur noch einen Teil mit Rechnung belegen, den Rest mussten wir durch einen Sachverständigen schätzen lassen, da nur noch Fotos von der Küche vorhanden sind.
Bin mal gespannt, in 2 Wochen ist der Prozess

Grüße
26.12.2007, 09:42 von stefan_nuernberg
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Hallo Susanne,

Hehlerei ist, wenn Du geklaute Sachen kaufst - was Du meinst läuft unter Unterschlagung!

25.12.2007, 18:59 von Susanne
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Ich würde mich auch mal bei der Polizei erkundigen. Diebstahl kommt wohl nicht in Frage, da der Mieter zum Zeitpunkt des Verkaufs ja auch Besitzer war.
Verkauf von Sachen, deren Eigentümer man nicht ist, nennt man glaub ich, Hehlerei.(?)
25.12.2007, 17:15 von Cora
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Hallo

ich habe letztes Jahr einen Prozess geführt wegen Gegenständen, die ein Mieter angeblich bezahlt haben wollte, die aber vom damaligen Eigentümer bezahlt wurden.

Es konnte alles mit Rechnung belegt werden, trotzdem hat sich das Ganze fast 2 Jahre hingezogen und letztendlich kam ein Vergleich zustande. Fazit: hat sich zwar halbwegs gelohnt, ist aber nicht befriedigend.

Vielleicht kann man ja mit einer Anzeige wegen Diebstahl mehr erreichen? Ich weiß es nicht.

Aber, mir ginge es auch um das Prinzip und nix würde ich nicht machen.

Wenn ihr alles belegen könnt und noch ein einigermaßen Wert zustande kommt, nicht, dass die Sache wegen Geringfügigkeit eingestellt wird, würde ich ggf. anzeigen und erst mal Mahnbescheid machen.

Schöne Weihnachten noch.
25.12.2007, 14:09 von hecke
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hi ilka,

das war ein falscher fehler



warum räumst du deinen mietern zahlungsaufschub fuer die kaution ein, bist DU eine bank, wer nicht mal die paar muecken fuer die kaution aufbringen kann wuerde ich niemals in mein eigentum lassen.
.....es bestand kaufinteresse, ich lach mich schlapp, ich habe auch kaufinteresse z.b. am brandenburger tor, oder dem koelner dom.....hallo sowas geht doch gar net.

schoene weihanchten noch
25.12.2007, 11:09 von Ilka
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Hallo Leute,

Die Mieter waren anfangs ganz nett, da auch Kaufinteresse bestand. Deshalb haben wir den Mietern eine Frist für die Bezahlung der Kaution eingeräumt.
Allerdings hatten wir das Kaufangebot der Mieter abgelehnt, da es absolut lächerlich war (Mietkauf ohne Zinsen), d.h. die Miete wäre die Tilgung gewesen. Zinsen hätten wir bezahlen müssen.
Leider haben die Mieter dann nicht mehr eingesehen, die Kaution zu bezahlen. Erst als wir einen Anwalt beauftragt hatten, haben die Mieter selber gekündigt. Und wir haben nun den Schaden.
Da noch Fotos vorhanden waren konnten wir die Küche schätzen lassen. Neben der Küche haben die Mieter noch andere sachen mitgehen lassen, z.B. die halbe Badezimmereinrichtung.
Hat jemand von euch auch schon einen ähnlichen Prozess geführt?
Wie sind die Auusichten den Prozess zu gewinnen?


Grüße

Ilka

Frohe Weihnachten
24.12.2007, 19:21 von stefan_nuernberg
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Wobei das mit den 30 Jahren auch so ein Märchen ist, die Verjährung kann nämlich durch geeignete Maßnahmen (Gerichtsvollzieher etc.) immer wieder unterbrochen werden, also läuft der Titel eigentlich endlos!

Euch allen frohe Weihnachten
24.12.2007, 16:59 von Gicoba
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Mein Ex-Mieter ist auch erst 29, seine Olle 42. Ich werde mir aber auch für die letzten ausstehenden Mieten sowie die entstandenen Schäden einen Titel besorgen. Vielleicht kommt er ja doch noch mal irgendwann auf einen grünen Zweig und dann hab ich wenigstens meinen Titel. Wie Du schon sagst Musti, ein Mahnbescheid kostet nicht die Welt und vollstrecken kannst Du 30 Jahre lang.
24.12.2007, 16:44 von Musti1000
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Ja, im Grunde habt Ihr eigentlich recht - ein Mahnbescheid kostet nicht die Welt...

Obwohl ich bei glaube, das der auch in 20 Jahren noch vom Staat lebt.
24.12.2007, 16:26 von hecke
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schließe mich der meinung von dunkelroot voll an, bloß nicht davon kommen lassen, es geht auch ums prinzip, ich habe mir mal von jemanden seine rentenanwartschaft pfänden lassen, da macht es spaß alt zu werden
24.12.2007, 15:13 von dunkelROOT
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Zitat:
wenn vom dem Mann (22 Jahre) eh nichts zu holen ist.


Na wieso das denn? Wenn der Übeltäter erst 22 ist, dann ist da ein Titel, welcher ja 30 Jahre läuft, genau richtig. Der wird schon in den nächsten Jahren vermutlich zu Geld kommen, tja und dann ... dann hast Du einen Titel.

dR
24.12.2007, 15:00 von Musti1000
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Bei einer 11 Jahre alten Küche wird der Restwert sehr gering sein - maximal 10 - 20 %

Ob es sich lohnt, dafür eine Klage einzureichen?

Haben die Mieter keine Kaution geleistet?

Wenn ja, einen entsprechenden Betrag daraus einbehalten und abwarten, was die Mieter machen - wollen Sie die Kaution wiederhaben müssen sie dann klagen...

Habe gerade ähnliches in einem vermieteten Apartment erlebt - Mieter hat die Küche ausgebaut und angeblich zum Sperrmüll gebracht, weil sie nichts mehr taugte tatsächlich wurde sie aber aus Geldmangel von ihm verkauft.
Bei der Übergabe hat er aber unterschrieben, das ihm zur kostenlosen Nutzung während der Mietzeit die Küche überlassen wird (... er liest doch nicht alles, was er unterschreibt - war daraufhin seine Aussage)
Da hier aber auch noch Mietrückstände bestehen, der Mieter ständig Post vom Gericht, Inkassounternehmen usw. bekommt, reicht leider die Kaution nicht aus, den entstandenen Schaden zu decken. Aber was soll hier eine Klage bringen, wenn vom dem Mann (22 Jahre) eh nichts zu holen ist...

Fazit - diese Wohnung wird jetzt ab sofort ohne Küche vermietet - wie zukünftig alle anderen meiner Wohnungen auch - spart Ärger und Kosten.

24.12.2007, 14:28 von Ilka
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Hallo

Danke für die Antwort, wir haben Fotos und viele Zeugen die den Zustand der Küche bezeugen könnten.
Eine Rechnung haben wir nicht mehr, da die Küche jetzt 11 Jahre alt wäre. Unser Glück ist wahrscheinlich dass die Mieter zwar behaupten, dass die ganze Küche unbrauchbar war, aber seltsammerweise haben die Mieter die sehr hochwertigen Geräte(inkl. Spüle) in ihre eigene mitgebrachte Küche eingebaut. Wir vermuten, dass die Mieter unsere Küche und die Geräte aus ihrer Küche verkauft haben.

Grüße
ilak
24.12.2007, 14:14 von Taliesin
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Hallo

Das Recht dazu hatten die Mieter sicherlich nicht.

Könnt Ihr denn beweisen, dass und in welchem Umfang/Zustand eine Küche existiert hat?

Gruß
Tali
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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