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25.04.2007, 00:46 von Shadow1977Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Umlegung Kosten
Hallo!

Bin teilweise etwas unsicher, was die Verteilung der Nebenkosten für Reparaturen / Instandhaltungen angeht.

Soweit ich weiss, sind Reparaturen für Lampe / Birne wechseln o.ä. auf die Mieter umzulegen.

Neuanschaffungen sind jedoch nur auf die Eigentümer umzulegen.

Ist dies so korrekt?

Und wenn z.B. in einer WEG in einer Wohnpartei eine Sicherung ersetzt werden muss, weil die "alte" durchgebrannt ist (mal bitte nicht zweideutig lesen ^^ ) ), trägt dies dann die Gemeinschaft, oder ist dies aufgrund des Sondereigentums dann nur Angelegenheit dieser Wohnung? Trägt dies dann der Vermieter, oder der Mieter? Folgerichtig dann der Mieter, weil diese ja nur ersetzt wurde, oder täusche ich mich da?
Alle 8 Antworten
26.04.2007, 11:20 von MarieP
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26.04.2007, 08:16 von Shadow1977
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Hi!

Danke für Eure Antworten.

@ Marie: Dann ist in diesem Beispiel wegen den Sicherungen der Eigentümer der einzelnen Wohnung zu belangen. Entsprechend muß dies auch in der HV-Abrechnung nur dieser Partei zugerechnet werden und zwar als "nicht umlegbar". Wie kann man als HV dies einzeln genau wissen, wie die Verträge tatsächlich abgeschlosen wurden zwischen Vermieter und Mieter, so dass dem Eigentümer entsprechend eventuell dies belastet werden kann?
25.04.2007, 22:54 von MarieP
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25.04.2007, 22:08 von Fixfeier
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Mal noch eine Beschreibung des Normalfalles in der WEG:

Stromlieferant setzt nach der Panzersicherung die Stromzähler. Sie bleiben sein Eigentum. Es gibt Zähler für jede Wohnung und einen oder mehrere für den Gemeinschaftsstrom.

Nach den Zählern folgt die Hausinstallation, bestehend aus Vorsicherungen, Kabel in die Wohnung, Unterverteilung, Sicherungen der Stromkreise in der Wohnung und Stromnetz in der Wohnung. Das alles ist Sondereigentum. Es gibt bei der Wohnungsstromversorgung kein Gemeinschaftseigentum.

Sicherungswechsel in der Unterverteilung ist nicht Sache des WEG Verwalters. Sie ist auch Sache eines Fachmanns. Wenn ein Wohnungsstromnetz die Sicherung zum Fallen bringt stimmt da was nicht. Da kann man nicht einfach mal ne stärkere Sicherung reindrehen. Man muss den Fehler suchen.

Die Kosten von Reparaturen am Sondereigentum zahlt der Wohnungseigentümer. Umlage auf den Mieter hängt vom Vertrag ab.

WEG zahlt nur Reparatruren am Gemeinschaftseigentum.

Und Augenroll: Wo der Verteilerkasten sitzt ist piepegal. Vor dem Zähler gibts die hier beschriebenen Sicherungen nicht.

Gruß
25.04.2007, 21:56 von Fixfeier
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Hallo,

bitte um Erklärung: Die Sicherung sitzt im Verteilerkasten der Wohnung. Überlastungen des Wohnungsstromnetzes führen zum Fallen der Sicherung. So richtig verstanden?

Wieso ist dann Vertragspartner des Stromlieferanten die WEG? Liefert der Stromlieferant etwa auch den Wohnungsstrom an die Gemeinschaft und die rechnet über eigene Unterzähler diesen Strom dann wohnungsweise ab?

Das kenn ich nur ín äußerst seltenen Ausnahmefällen.

Gruß
25.04.2007, 17:48 von Shadow1977
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Danke erstmal für Eure Antwort.

Der Sicherungskasten selbst ist in der Wohnung des Mieters, der Grund für das permanente "Herausspringen" der Leitung eine Überlastung des gesamten Systems dort.
Die Sicherung kommt wohl NACH dem Stromzähler (behaupte ich jetzt mal ^^).

Vertragspartner des Stromlieferers ist die WEG. Die Lampe ist im Hausgang. Von daher wäre dies, wenn ich dies korrekt verstanden habe, den Eigentümern zu belasten. Anteilig nach deren MEA (steht so in der Teilungserklärung drin).

Entsprechend sind die Hausmeisterdienste (Reinigung, Gartenpflege) umlegbar auf die Mieter, das Wechseln der Birnen aber nicht, korrekt?
25.04.2007, 10:03 von Augenroll
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Wer ist Vertragspartner des Stromlieferers?

Liegt der Sicherungskasten inner- oder außerhalb der Wohnung?

Wer hat Zugang zum Sicherungskasten?

Liegt die Sicherung vor oder hinter dem Stromzähler (theoretische Frage, nur der Vollständigkeit halber gestellt)?
25.04.2007, 07:25 von pbsenn
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Hallo shadow1977,

sofern es um das Wechseln von Glühbirnen in Gemeinschaftsräumen, Außenanlagen, etc. geht, sind diese Kosten Instandhaltungskosten und somit nicht umlagefähig.

Sofern es sich um eine Lampe handelt, die der Mieter in die Mietsache eingebracht hat, ist er natürlich selbst für die Kosten des Betriebs verantwortlich.

Auch bezogen auf das Ersetzen der Sicherung handelt es sich streng genommen um eine Instandhaltung, die nicht umlagefähig ist.

Zu prüfen wäre nun noch, ob der Mieter im Rahmen der Auferlegung von Kleinreparaturen die Kosten des Sicherungswechsels zu tragen hätte. Mein Gefühl sagt NEIN. Kann dies jedoch nicht mit Urteil belegen.

Gruß

Torsten
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