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08.02.2008, 12:04 von OperatorProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Umlageschlüssel
Hallo,

gerade habe ich mit einer Bekannten gesprochen. Sie hat ihre BK Abrechnung v Vermieter erhalten. Es handelt sich dabei um ein Grundstück, auf welchem 2 Mehrfamilienhäuser stehen.

Der Eigentümer hat die Gesamtkosten durch die Fläche des Grundstückes geteilt und mit den qm der Wohnungen ausmultipliziert?

Ist das überhaupt statthaft, so etwas habe ich noch nie gesehen!?

OP
Alle 9 Antworten
08.02.2008, 13:51 von Mortinghale
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Zitat:
Da beide Häuser optisch fast gleich groß sind und die Anzahl der Klingeln die Wohnungen im Haus verrät, muss man davon ausgehen, dass diese 508,32m2 das Grundstück sind.


Wieso Grundstück ?

Wie Johanni schon schrieb, das ist die Gesamtwohnfläche beider Häuser zusammen.

08.02.2008, 13:39 von johanni
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Zitat:
Wohnraummietrecht: Betriebkostenabrechnung
Die Hürden der ordnungsgemäßen Betriebkostenabrechnung. Eine formell ordnungsgemäße Betriebkostenabrechnung setzt voraus, dass dem Mieter die Gesamtkosten der einzelnen Kostenarten mitgeteilt werden. Dies umfasst auch etwaige nichtumlagefähige Anteile, die vorab abgesetzt werden, so der BGH in seinem Urteil vom 14. Februar 2007. Es genüge nicht, die bereits bereinigten Kosten mitzuteilen. Für den Mieter müsse ersichtlich sein, ob und in welcher Höhe nicht umlagefähige Kosten vorab abgesetzt worden sind. Sollte dies dem Mieter nicht möglich sein, so ist die Abrechnung nicht nur inhaltlich, sondern sogar formell fehlerhaft mit der Folge, dass eine Korrektur nur innerhalb der Abrechnungsfrist des § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB möglich ist, so das Gericht


Johanni
08.02.2008, 13:13 von Operator
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Hallo Johanni,

welche BGH Urteil?

OP
08.02.2008, 13:11 von johanni
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Zitat:
5500.-EUR / 508,32m2 =10,81EUR


Bei zwei Häusern würde ich meinen, dass die 508,32 m² die Gesamtwohnflächenangabe ist.

Lese Dir mal das BHG-Urteil durch, da wirst Du die Begründung
für den Einspruch gegen die Abrechnung finden.

Johanni
08.02.2008, 13:05 von Operator
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Zitat:
Also ich würde diese Abrechnung gern mal lesen


Nein kein Schreibfehler, da steht wörtlich:

5500.-EUR / 508,32m2 =10,81EUR

Größe der Whg 52m2 x 10,81 = 562,12EUR.

Da beide Häuser optisch fast gleich groß sind und die Anzahl der Klingeln die Wohnungen im Haus verrät, muss man davon ausgehen, dass diese 508,32m2 das Grundstück sind.

OP
08.02.2008, 12:55 von johanni
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Zitat:
Aber das man die Größe vom Grundstück mit den Gesamtkosten verrechnet habe ich wie schon erwähnt noch nie gesehen.


Also ich würde diese Abrechnung gern mal lesen


Kann sich vielleicht nur um einen Schreibfehler handeln

Johanni
08.02.2008, 12:52 von Operator
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Zitat:
Was ist denn Mietvertrag zu den Betriebskosten vereinbart, welcher Umlageshclüssel?


Das sind alles Verträge von H&G die grünen im DINA4 Format. Alles Vermieterfreundlich -eigentlich. Aber das man die Größe vom Grundstück mit den Gesamtkosten verrechnet habe ich wie schon erwähnt noch nie gesehen.

OP
08.02.2008, 12:30 von johanni
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Zitat:
Der Eigentümer hat die Gesamtkosten durch die Fläche des Grundstückes geteilt und mit den qm der Wohnungen ausmultipliziert?


???????????????

Was ist denn Mietvertrag zu den Betriebskosten vereinbart, welcher Umlageshclüssel?

Stelle doch bitte mal den Text hier rein!

Zitat:
Wohnraummietrecht: Betriebkostenabrechnung
Die Hürden der ordnungsgemäßen Betriebkostenabrechnung. Eine formell ordnungsgemäße Betriebkostenabrechnung setzt voraus, dass dem Mieter die Gesamtkosten der einzelnen Kostenarten mitgeteilt werden. Dies umfasst auch etwaige nichtumlagefähige Anteile, die vorab abgesetzt werden, so der BGH in seinem Urteil vom 14. Februar 2007. Es genüge nicht, die bereits bereinigten Kosten mitzuteilen. Für den Mieter müsse ersichtlich sein, ob und in welcher Höhe nicht umlagefähige Kosten vorab abgesetzt worden sind. Sollte dies dem Mieter nicht möglich sein, so ist die Abrechnung nicht nur inhaltlich, sondern sogar formell fehlerhaft mit der Folge, dass eine Korrektur nur innerhalb der Abrechnungsfrist des § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB möglich ist, so das Gericht


Johanni
08.02.2008, 12:15 von JollyJumper
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Zitat:
Der Eigentümer hat die Gesamtkosten durch die Fläche des Grundstückes geteilt und mit den qm der Wohnungen ausmultipliziert?
Solange das ein Grundstück ist, wären die Gesamtkosten durch die Gesamtwohnfläche des Grundstückes (aller Mietshäuser) zu teilen und dann mit den qm der Wohnungen zu multiplizieren!

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