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11.02.2006, 12:29 von HeikoKoppoProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Umlage
Hallo,
eine Frage. Ich habe eine Eigentumswohnung. Gegen einen Miteigentümer läuft ein Mahnverfahren. Der Miteigentümer ist aber aus seiner Wohnung ausgezogen und nicht mehr auffindbar. Es liegt ein Haftbefehl zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung vor. Der Verwalter sagt, daß der Eigentümer nicht auffinbar ist. Es muß eine Sonderumlage beschlossen werden, damit die laufenden Kosten gedeckt werden. Wer ist für das Wohngeldinkasso verantwortlich? Macht es sich der Verwalter nicht etwas zu einfachß
Alle 4 Antworten
13.02.2006, 10:43 von Kasperkopf
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Zitat:
Macht es sich der Verwalter nicht etwas zu einfachß



Hallo Heiko,

ich verstehe Deinen Ärger. Aber Du musst Dich auch in die Situation des Verwalters versetzen: Durch die fehlenden Hausgeldzahlungen des verschwundenen Eigentümers ist wahrscheinlich ein großes Loch auf dem WEG-Konto entstanden. Die Abbuchungen für Gas, Wasser, Versicherungen etc. gehen aber unvermindert weiter und irgendwie muss der Verwalter die Bezahlung der Forderungen sicher stellen.

Sollte die Zwangsvollstreckung gegen den säumigen Eigentümer erfolgreich sein und die Rückstände ausgeglichen werden, sollte Euch aber die Sonderumlage natürlich auch wieder zurück erstattet werden.

Gruss Kasperkopf
11.02.2006, 14:43 von MarieP
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Hallo Heiko

Dann ist die HV gegen den säumigen WEer tätig geworden, das ist soweit o.k. und muss weiter verfolgt werden.

Die Sonderumlage ist bei einer Kostenunterdeckung auch gerechtfertigt.
Diese ist erstmal von den restlichen Miteigentümer anteilig zu tragen. Dies entspricht auch ordnungsgemäßer Verwaltung

Sonderumlagen sind sachlich Ergänzungen zum Wirtschaftsplan für das betreffende Wirtschaftsjahr und dienen der Deckung von außergewöhnlichen oder nicht vorhergesehenen Finanzierungslücken, die im Laufe des Wirtschaftsjahres auftreten. Eine Sonderumlage kommt in Betracht, wenn die laufenden Einnahmen des HV aus den Wohngeldzahlungen der WEer und die angesammelte Instandhaltungsrücklage nicht ausreichen, um eine unvorhergesehen erforderliche Maßnahme zu finanzieren, aber auch, um einen unerwarteten Einnahmeausfall des HV durch ausbleibende Wohngeldzahlungen eines oder mehrerer säumiger oder gar zahlungsunfähiger Wohnungseigentümer auszugleichen. In diesem Fall wird der erforderliche Sonderbedarf von dem HV konkret ermittelt und festgestellt und der WEGem. eine entsprechende Sonderumlage vorgeschlagen. Die Wohnungseigentümergemeinschaft entscheidet dann auf einer ordentlichen oder wegen der besonderen Dringlichkeit u.U. auch außerordentlichen Eigentümerversammlung durch Versammlungsbeschluss, und zwar grds. durch Mehrheitsbeschluss darüber, ob die von dem HV vorgeschlagene Sonderumlage von den einzelnen WEer erhoben werden soll.
11.02.2006, 14:25 von HeikoKoppo
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Die Hausverwaltung hat wahrscheinlich im Namen der Miteigentümer einen Mahnbescheid erlassen. Es liegt ein rechtskräftiger Titel vor aber der Miteigentümer bewohnt seine Wohnung nicht mehr. Er ist spurlos verschwunden, so der Verwalter.
11.02.2006, 13:02 von MarieP
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Hallo

Wer hat das Mahnverfahren eingeleitet, ein Dritter oder die WEGem.
Was hat die Verwaltung bis jetzt unternommen?
Gibt einen Beschluss zur Sonderumlage?

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