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22.04.2007, 11:04 von UzziProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Überprüfung der NEKO des Verwalters
Hallo,
in einem grösseren Objekt in NRW (55 WHGs - kein Gewerbe, Bj. 1960) habe ich Wohnungen, die Verwalterabrechnung erscheint mir extrem hoch, für ein Objekt ohne Schwimmbad. Alleine das Hausmeisterehepaar verdient ca. 42'000 EURO im Jahr.

Folgendes muss ich dazusagen;
in dem o.a. Objekt und in einem anderen Objekt ist derselbe Verwalter tätig, der z.B. zur Feuerwehr hingelaufen ist und Quasi selbstanzeige erstattet hat, dass die Müllschlucker noch in Betrieb sind und dass das Tiefgaragentor über keinen Notausgang verfügt.
Halt Sachen, die zwar nicht OK sind aber auch niemand (keine Behörde) dran gestört hat.

Auf der anderen Seite hat der Verwalter sich kürzlich ein EFH gekauft; und versucht nun sehr viele Aufträge zu vergeben, da er ja Provisionen auf Handwerker-Rechnungen erhält. Dauernd wird - nach Auftragsvergabe in den o.a. Häusern bei Ihm auch Privat umgebaut, somit kommt das Handeln des Verwalters natürlich sehr komisch vor.

Wo kann ich die Verwalterrechnungen nachprüfen lassen ? Bitte um Info, Danke

P.S.:
Wie in vielen Eigentümerversammlungen schreien natürlich die meisten Eigentümer, Beirat JA-und-AHMEN zu jedem Punkt, und meckern später untereinander wegen der hohen Rechnungen.
Man hat das Gefühl, dass alle vergessen das der Hausverwalter nur der Angestellte des Hauses ist. (Spielen sich ja viele Hausverwalter wie Götter auf)
Alle 3 Antworten
23.04.2007, 11:29 von Jobo
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also deine nächste Anlaufstelle sollte der Beirat sein. Folgende Fragen sollten gestellt werden.
Die Hausmeisterkosten decken welchen Umfang ?
Liegen für Umbaumaßnahmen mehrere vergleichbare Angebote vor ?
Wir der Beirat über Umbauten informiert ?

Zum Thema Feuerwehr meine ich.
Die Feuerwehr hat aufgrund ihrer Erfahrungen genaue Kenntnis über Brandursache und Fluchtweggestalltung. Die Kenntisse nehmen zum Glück mit der Zeit zu, die Materialen ändern sich und da sollte ein Haus auch auf einem aktuellen Stand sein.
Natürlich immer in dem Bewußtsein nie einen Brand zu haben und das Geld glücklicherweise ohne Wirkung verbraucht zu haben.
23.04.2007, 08:56 von Kasperkopf
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Hallo Uzzi,

Zitat:
Folgendes muss ich dazusagen;
in dem o.a. Objekt und in einem anderen Objekt ist derselbe Verwalter tätig, der z.B. zur Feuerwehr hingelaufen ist und Quasi selbstanzeige erstattet hat, dass die Müllschlucker noch in Betrieb sind und dass das Tiefgaragentor über keinen Notausgang verfügt.
Halt Sachen, die zwar nicht OK sind aber auch niemand (keine Behörde) dran gestört hat.


Das Problem ist, dass man als Verwalter für alles Mögliche haftet. Gerade ein fehlender Notausgang kann im Brandfall zu einer tödlichen Falle werden und dann zeigen alle mit dem Finger auf den Verwalter und machen ihn dafür verantwortlich, obwohl es höchstwahrscheinlich die Eigentümer waren, die sich eine teure Schaffung eines Notausgangs sparen wollten.

Das andere, was Du beschrieben hast, kommt leider immer wieder vor, ist aber schwer beweisbar. Bevor Du daher mit scharfer Munition auf den Verwalter feuerst, solltest Du zuerst Beweise sichern.

Vor allem: Was ist bezüglich der Reparaturen geregelt? Gibt es eine Höchstgrenze, bis zu welcher der Verwalter Reparaturaufträge auch ohne Beschlussfassung vergeben darf? Sind die Reparaturen notwendig oder nicht? Wer hat über den Hausmeister entschieden? Gibt es einen Beirat, der die Belege prüft?

Ein bisschen mehr Input wäre sicherlich hilfreich für uns.

Gruss Kasperkopf
22.04.2007, 17:45 von Fixfeier
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Hallo,

Zitat:
da er ja Provisionen auf Handwerker-Rechnungen erhält


Bist du dir damit ganz sicher? Das ist in meinen Augen ein Grund zur Kündigung (s.z.B. s OLG Düsseldorf v. 21.1.1998, 3 Wx 492/97 zu Versicherungsprovisionen) oder ein Verläumdungstatbestand.

Deine Frage nach der Prüfung der Verwalterrechnungen ist mir nicht klar. Meinst du die insgesamt abgerechneten Nebenkosten oder die Rechnungen über die Verwaltergebühr? Was hat die "Verwalterrechnung" mit Schmiergeldannahme zu tun?

Ob und unter welchen Konditionen ein Hausmeister/-ehepaar beschäftigt wird, entscheidet die Eigentümergemeinschaft.

Gruß
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