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10.03.2007, 21:17 von SommerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Titel "verkaufen"
Lieber Vermieterkollegen,
dank unseres tollen Mietrechtssystemes wo ja vornehmlich der Vermieter die A...karte hat und für teures Geld klagen muß (ja, anders bekommt man in diesem Land nicht zu seinem Recht, Geld einzufordern...leider heisst das aber noch lange nicht, daß man das Geld auch bekommt) sammelt jeder Vermieter zwangsläufig einen Stapel Titel über die Zeit. Jemand schrieb mal, daraus könne man ne teure Tapete machen - Frage: kann man nicht mehr draus machen?

Habe gelesen, daß Inkassobüros solche Titel - wenn auch gegen kräftig Nachlaß - kaufen. Weiß jemand mehr wie sowas läuft? Kennt jemand gute Adressen?

Danke!

S.
Alle 8 Antworten
11.03.2007, 21:01 von Mieterliebe
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vom förster, der die bäume fällen lässt, mal ganz abgesehen
11.03.2007, 20:25 von prinzregent
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... ich habe mal im Fernsehen eine Firma aus Schweden gesehen, die Titel aufkauft.

Zitat:
Es bringt so wenig, dieser ganze Schwachsinn...


... nein, das schafft Arbeitsplätze in der Justizverwaltung.

11.03.2007, 19:38 von Sommer
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Tja, das ist eben auch mein Eindruck...schwer, solche Titel noch zu Geld zu machen.

@rrutz
Stimme Dir zu, mache ich auch so - nur wenn die Person eben schon vor einem Jahre ne EV abgegeben hat, dann muß ich eben zwei Jahre warten für die nächste...kostet dann 60 € und das war es dann auch. Es bringt so wenig, dieser ganze Schwachsinn...

S.
11.03.2007, 10:15 von Winni
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Ich habe vor fast 10 Jahren meine ausgeklagte Forderung an die Firma BÜRGEL GmbH übergeben. Das nennt sich genau:
"Überwachungsauftrag zur nachgerichtlichen Bearbeitung titulierter Forderungen". Für deren Dienste stehen ihnen die Hälfte der Forderungen zu. Außerdem eine einmalige Gebühr in Höhe von 51,62 €. Die ersten Jahre habe ich nichts mehr gehört, aber seit Anfang 2005 gehen monatlich kleinere Beträge auf meinem Konto ein, von der Inkassofirma überwiesen. Auf Nachfrage erfuhr ich, daß der Schuldner schon "seit einiger Zeit" an sie zahlt, aber ich erst meinen "Anteil" bekomme, wenn die Firma ihre Hälfte erhalten hat. Das war mir bei Vertragsabschluß nicht klar, in den Vertragsunterlagen ist die genaue Abwicklung nicht beschrieben und ich finde diese Regelung natürlich nicht so gut, was ist wenn der Schuldner es sich anders überlegt und seine Zahlungen jetzt einstellt ? Aber ich glaube, ich wäre auf meine Weise nicht an mein Geld gekommen, was die Firma so viel anders macht, weiß ich auch nicht. Sie behaupten, alles laufe völlig seriös ab.
11.03.2007, 10:11 von rrutz
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Zitat:
bei den meisten mietforderungen fülle ich nicht einmal einen mahnbescheid aus - würde eh nichts bringen und warum dann noch gutes geld hinterherwerfen. ich bin kein lehrer und versuche auch nicht schlechte leute zu erziehen - wäre schade um die zeit und die nerven. bringt doch eh nix,


Das Problem ist dann nur, das Deine Mietschuldner eine weisse Weste behalten - ein nachfolgender Vermieter, der eine Abfrage bei der Schufa, oder wo auch immer, startet, hat dann die Leute im Haus und wundert sich, da bisher ja alles in Ordnung war, das sie plötzlich nicht zahlen.

Bei mir wird jeder Mieter, der nicht zahlt mit einem Mahnbescheid belegt - auch wenn ich vorher schon weiss, das nichts zu holen ist.

Und in der Regel treibe ich es dann auch bis zur Eidesstattlichen Versicherung!

Zitat:
gibt bestimmt auch andere truppen

Team Moskau Inkasso... http://www.moskau-inkasso.com/

rrutz
an creditreform kannst du die titel verkaufen - kostet 25 euro wenn du mitglied bist. gibt bestimmt auch andere truppen.

50% an dich 50% an creditreform - alle anfallenden kosten gehen zu lasten von creditreform.

ich persönlich würde nur die "verkaufen" die wenigstens ein kleines bisschen erfolgsaussicht haben - die titel die erfolgsaussicht haben, laß ich selber eintreiben.

mit den anderen tapeziere ich - nein nicht wirklich - aber so habe ich mal in einem thread beschrieben, dass es eine sehr teure tapete sein kann - man muss sich das vielleicht einmal bildlich vorstellen - und wenn das ein mieter sieht - die zahlen nie wieder.

bei den meisten mietforderungen fülle ich nicht einmal einen mahnbescheid aus - würde eh nichts bringen und warum dann noch gutes geld hinterherwerfen. ich bin kein lehrer und versuche auch nicht schlechte leute zu erziehen - wäre schade um die zeit und die nerven. bringt doch eh nix,

wie sagt man so schön - ein bisschen schwund ist immer. das gehört eben zum geschäft. wirkt ja auch gwinnschmälernd - man muss sich das nur etwas schön reden - dann scheint auch wieder die sonne
11.03.2007, 10:06 von rrutz
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Bisher habe ich leider. trotz intensiver Suche, noch niemanden gefunden, der praktisch uneinbringbare Titel, zu welchem Prozentsatz auch immer (10% / 20% -mehr wird es sowieso nicht sein), aufkauft.

Allerdings liegt mir ein Angebot eines Rechtsanwalts vor, der, gegen eine äußerst geringe Gebühr (ca. 20 Euro pro Titel) versuchen will, das Geld einzutreiben.

Seine Gebühren und Kosten sind dann vom Schuldner zu zahlen.

Was aber heisst, das er von eventuell eingetriebenen Forderungen erst seine Kosten begleicht und den vielleicht darüber hinaus gehenden Betrag weiterleitet.

Noch überlege ich...

rrutz
11.03.2007, 09:13 von frischebrise
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Hallo,

der Gedankenansatz ist ja nicht neu und sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden, wenn sich die Titel häufen.
Ehe Gläubiger anfängt sich ein Archiv einzurichten, mit der Folge von Nachfolgekosten, ist es durchaus einer Überlegung wert.

Meines Wissens gibt es diese Inkassobüro's schon, die gegen eine hohe Eintreibungsgebühr für den Gläubiger versuchen, vom Schuldner Geld zu erhalten.

An den vermeintlich etwas anrüchigen faden Beigeschmack dieser Branche kann man sich gewöhnen, wobei es in anderen Länder ja schon gang und gäbe und zudem durchaus legitim ist.

Wie dies im Einzelnen geht, muß ich mir auch noch ergooglen.

Jedoch, ehe unter uneinbringlich Abbuchen, könnte ich mir einen Abschlag von fifty, fifty auch vorstellen.

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