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09.04.2008, 11:22 von LehmannProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Telefonleitung für DSL 6000
Hallo,

einer meiner Mieter hat zu mir gesagt, dass die Telefonleitung zu seiner Whg getauscht werden müsse im Haus. Dies hat wohl ein Techniker von seinem DSL Anbieter erzählt. Nur mit einer neuen Leitung könne er DSL 6000 verwenden. Die jetzige "alte" Leitung reicht nur bis DSL 2000.

Allerdings zum telefonieren reicht die Leitung auf jeden Fall. Muss VM die Leitung tauschen? Ich meine eher nicht, mein Haus wurde in den 60zigern gebaut und telefonieren kann man auf jeden Fall mit der Leitung.

Bernd Lehmann
Alle 5 Antworten
09.04.2008, 14:56 von MarieP
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DSL - Verfügbarkeitscheck
http://www.dsl-flatrate-angebote.de
09.04.2008, 14:33 von MarieP
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Hallo Bernd

Ob nun DSL 2000 od. 6000 od. 16.000 liegt nicht an den Leitungen im Haus sondern so wie von Stroisch bereits erklärt.
Welche Bandbreite gegeben ist kann z.B.: bei arcor.de online kostenlos geprüft werden.
Als VM bist du, solange du es nicht ausdrücklich vertraglich mit anbietest, nicht verpflichtet werden DSL 6000 zur Verfügung zu stellen. In vielen Gegenden ist oft ein normaler DSL -Anschluß über Kabel immer noch nicht möglich, dies sollte dein M. mal bedenken.

Gruss
Marie

Zitat:
Original geschrieben von Lehmann
Hallo jstroisch ,

thanks für die schnelle Antwort.
Also Kabel habe ich nicht im Haus.
Die Telefonleitungen liegen auch alle auf Putz bei mir, sie gehen an der Außenwand zur jeweiligen Whg.
Ich würde gerne meinem Mieter beweisen, dass es wohl am DSL Anbieter liegt nur habe ich keine Ahnung wie ich das anstellen kann.

Bernd Lehmann
09.04.2008, 11:56 von jstroisch
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Hallo Herr Lehmann,

ich werde mal nach entsprechenden Dokumenten recherchieren, das kann aber ein klein wenig dauern.

Zusätzlich: Vielleicht erkundigen Sie sich selbst bei der Telekom und anderen Anbietern danach, wie viel Bandbreite für Ihr Haus zugesichert zur Verfügung steht und teilen dies dem Mieter mit. Wählen Sie als Alternativanbieter:
+ Deutsche Telekom
+ AliceDSL
+ QSC
+ 1und1 Resellertarif

Die ersten drei arbeiten mit eigener Technologie, wobei häufig, aber nicht immer, die von QSC (in Städten) die Grundlage ist (natürlich nicht bei der Telekom ;-)). 1und1 bietet einen Ressellertarif der Dt. Telekom an, also im Prinzip die gleichen Leistungen, wie die Telekom. Die bieten auch zusätzlich noch ein eigenes Produkt an. Aber lassen Sie sich mal einen Auswurf zu dem Resellertarif machen, eigentlich muss da das gleiche herauskommen, wie bei der Telekom.

Aber eigentlich ist das alles schon nicht mehr Ihre Aufgabe, muss ich ganz klar sagen: Umgekehrt könnten Sie ja genauso vom Mieter verlangen, dass er Ihnen eine schriftliche Begründung des DSL-Anbieters vorlegt, warum angeblich Ihre Leitung geändert werden muss und warum er das nicht selbst bezahlen will.

Hat Ihr Mieter schon den Anschluss oder will er ihn erst beauftragen? Vielleicht noch ein Hinweis: Raten Sie dem Mieter auf gar keinem Fall zu einem bestimmten Anbieter. Ich habe selbst habe bei einem Wechsel vier Wochen ohne Telefon dagestanden und sie sollten sich in dieser Beziehung unter keinen Umständen dem potenziellen Zorn ihres Mieters aussetzen.

Grüße,
Jörg Stroisch
09.04.2008, 11:44 von Lehmann
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Hallo jstroisch ,

thanks für die schnelle Antwort.
Also Kabel habe ich nicht im Haus.
Die Telefonleitungen liegen auch alle auf Putz bei mir, sie gehen an der Außenwand zur jeweiligen Whg.
Ich würde gerne meinem Mieter beweisen, dass es wohl am DSL Anbieter liegt nur habe ich keine Ahnung wie ich das anstellen kann.

Bernd Lehmann
09.04.2008, 11:40 von jstroisch
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Hallo Lehmann,

ich finde die Aussage, dass die Telefonleitung gewechselt werden muss, generell komisch. Denn DSL verwendet bestimmte Frequensbandbreiten in der vorhandenen Telefonleitung neben den reservierten Bereichen für die ISDN-Telefonie und die anlaloge Telefonie. Und das passt selbst durch dünne Kupferdrähtchen.

Dass eine erhöhte Bandbreite nicht erzielt werden kann, hängt dann eher damit zusammen, dass der nächste DSL-Verteilerkasten zu weit weg oder schon zu stark genutzt ist. Zu weit weg ist häufig der Grund bei ein wenig ländlich geprägten Gegenden. Zu stark genutzt: DSL 6000 wird nur theoretisch in kompletter Bandbreite ständig allen Teilnehmern vorgehalten. Irgendwo sind da Kapazitätsgrenzen gesetzt, etwa, wenn die insgesamt zur Verfügung gestellte Bandbreite eines DSL-Verteilerkastens von zu vielen Nutzern in zu hohen Bandbreiten ständig genutzt werden. Dann muss der Anbieter hier technisch aufrüsten. Die Verteilerkästen sind dabei nicht im eigenen Haus, sondern zum Beispiel einmal pro Straße vorhanden. Das ist aber definitv nicht Sache des Vermieters.

Es könnte sich also insgesamt um die Ausrede eines DSL-Anbieters handeln. Deshalb würde ich an Ihrer Stelle auf gar keinen Fall die Wände aufreißen und neue Leitungen legen! Wenn überhaupt, macht das im m. E. auch der Telefonanbieter im Rahmen der Anschlussgebühr.

Vielleicht noch als Ergänzung: Sofern Sie Kabelfernsehen verlegt haben, bieten manche Kabelfirmen auch hierüber schnelles Internet an (Voraussetzung ist, dass das Kabel rückkanalfähig ist). Nennen Sie doch das dem Mieter ggf. als Alternative - oder raten Sie ihm doch, auch mal bei einem anderen Anbieter nachzufragen. Denn auch hier gilt: Nicht jeder Anbieter hat überall die gleichen Kapazitäten vorrätig.

Grüße, Jörg Stroisch
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